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꙳Der Maik-Tylor verträgt kein Bio!꙳ – Sophie Seeberg

Neues aus dem Alltag einer Familienpsychologin

IMG_3268Kleiner Trommelwirbel für den Abschluss der Miniserie bitte! 🙂 Da mir das in der Form echt Spaß gemacht hat, werde ich versuchen Serien regelmäßig so mitlaufen zu lassen. Ich habe da auch noch ein paar interessante Bücher im Regal stehen, mit denen das funktionieren dürfte.

Zurück zu Maik-Tylor: Mit ihm endet (vorerst) die Sophie Seeberg Reihe. Es bleibt abzuwarten ob da noch mal etwas nachkommt oder nicht. Möglich wäre immerhin auch etwas ganz anderes aus ihrer Feder. 

Hier geht es zu den anderen Buchvorstellungen: „Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey!“ und „Die Schanin hat nur schwere Knochen!„.

Allgemeines zum Buch

Auch dieses Buch erschien im Knaur Verlag. So geschehen im Februar dieses Jahres. Es umfasst 297 Seiten und liegt damit vom Umfang her zwischen seinen Vorgängern. Weiterlesen

꙳Die Schanin hat nur schwere Knochen!꙳ – Sophie Seeberg

Unerhörte Geschichten einer Familienpsychologin

IMG_3265Hier kommt Teil 2 der Miniserie um die Erzählungen aus dem Berufsalltag von Sophie Seeberg.“Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey!“ habe ich letzten Dienstag vorgestellt, nächsten Dienstag geht es dann mit Mike-Tylor weiter.

Die Erwartungen an das Buch waren nach dem ersten Teil recht hoch, mir sind die Bücher ja auch insgesamt empfohlen worden, allerdings ist es dann doch noch mal etwas anderes, wenn man aufgrund eigener Erfahrungen schon eine gewisse Erwartungshaltung an ein Buch hat. Ob dieses dem gerecht werden konnte, erfahrt ihr in der Rezension.

Allgemeines zum Buch

Es erschien, wie der Vorgänger auch, im Knaur Verlag und wurde im Mai 2015 auf die Leser losgelassen. Ich habe es wieder dem Genre Biografie zugeordnet. Mit 328 Seiten ist es das umfangreichste aus der Serie. Weiterlesen

꙳Die Schakkeline ist voll hochbegabt, ey!꙳ – Sophie Seeberg

Aus dem Leben einer Familienpsychologin

IMG_3264Zu den Büchern von Sophie Seeberg, die mir schon lange wärmstens empfohlen worden sind, wird es eine Miniserie geben. Ich habe mir alle drei organisiert und werde sie, in Reihenfolge des Erscheinens, hier im Blog rezensieren/ vorstellen.

Heute beginnen wir mit der hochbegabten Schakkeline, voraussichtlich nächsten Dienstag, befassen wir uns mit der Frage, ob die Schanin wirklich nur schwere Knochen hat und darauf die Woche Dienstag klären wir, was es mit Maik-Tylors Unverträglichkeiten auf sich hat. Soweit zum Plan und nun zu meinem Eindruck:

Allgemeines zum Buch

Das Licht der Welt erblickte es im Dezember 2013, als es vom Knaur Verlag veröffentlicht worden ist. Das Print umfasst 255 Seiten und ist dem Genre „Biografie“ zuzuordnen. Weiterlesen

꙳In Order to Live: A North Korean Girl’s Journey to Freedom꙳ – Yeonmi Park

IMG_3135Auch wenn man soziale Medien durchaus kritisch betrachten kann, ist nicht unbedingt alles an ihnen schlecht. Die Geschichte von Yeonmi, genauer gesagt ihre Rede bei „One Young World„, ist mir dadurch in die Hände gerutscht und nachdem ich ein bisschen recherchiert habe, entschied ich, dass ich ihre Geschichte gerne lesen möchte. Was ich nun inzwischen auch getan habe.

Allgemeines zum Buch

Ich habe mir das Buch auf Englisch organisiert, erstmals wurde es 2015 in den USA (von Penguin Press) veröffentlicht. Seit Ende 2016 ist es unter dem Titel „Mut zur Freiheit: Meine Flucht aus Nordkorea“ auch auf Deutsch im Goldmann Verlag erhältlich. Das Buch ist knapp 270 Seiten stark und enthält Fotografien der Familie und eine Karte, zur besseren, örtlichen Orientierung in Nord Korea und der Flucht nach China.

Unterstützt wurde Yeonmi beim Schreiben des Buches durch Maryanne Vollers. Weiterlesen

꙳Meinen Hass bekommt ihr nicht꙳ – Antoine Leiris

imag0212_1.jpgEin Buch, welches eigentlich gar keine Rezension braucht, allerdings stelle ich es euch dennoch gerne vor. Es hat mich sehr berührt und tief bewegt. Die Schilderungen sind so lebendig und nahe, dass mir während des Lesens fortwährend die Tränen gelaufen sind. Viele hat der Anschlag im Bataclan in Paris (2015) sehr mitgenommen, obwohl sie nicht einmal vor Ort waren, die Anteilnahme war riesen groß. Wie aber geht es jemandem, der bei diesem Anschlag einen Menschen verloren hat? Und wie groß muss dieser Mensch sein, der in den Stunden und Tagen der größten Trauer und Verzweiflung diese Botschaft an die Terroristen hat?

Allgemeines zum Buch

Das Buch umfasst ca. 140 Seiten, ist ‚großzügig‘ formatiert und erschien im Blanvalet Verlag. Antoine beschreibt in diesem Buch was in dieser Nacht, in der seine Frau starb, geschah und wie er das Leben mit seinem, zu dem Zeitpunkt, 17 Monate alten Sohn meistert.

Rezension

Wie oben angemerkt ist es sehr schwer die richtigen Worte zu finden und eine ordentliche Rezension eigentlich nicht möglich. Denn hier beschreibt ein tief trauernder Mann, wie er die Stunden, Tage und Wochen bis zur Beerdigung seiner Frau erlebt. Zusammen mit seinem Sohn, nur zu zweit statt zu dritt. Das ist so intensiv und so nah, dass es niemanden kalt lassen dürfte.

Das innere Erleben hat mich mit in diese Nacht genommen, die Verzweiflung konnte man fast aus der Luft greifen. Antoine Leiris beschreibt ganz eindringlich was danach geschah und wie er es schaffte, den Alltag zu meistern. Dabei wird nichts beschönigt, keine Phrasen gedroschen, keine Urteile gefällt, nur Erleben und der Versuch zu Begreifen, dass das eine Leben zu Ende ist.

Seinen offenen Brief an die Terroristen finde ich dabei am stärksten, denn er schrieb ihn in einem seiner schwächsten Momente im Leben. Und dieser enthält diese wichtige Botschaft – „Meinen Hass bekommt ihr nicht“.

Es ist schwer in Worte zu fassen wie ich mich beim Lesen des Buches gefühlt habe. Aufgewühlt natürlich, traurig und mitgenommen. Aber letztlich hat mich diese schlichte Art der Beschreibung der Situation vor allem abgeholt. Nach den Anschlägen der letzten Zeit vermittelt es ein Gefühl der Zuflucht. Es ist nichts gut nach so einem Verlust und es wird nie wieder so sein wie vorher, was bleibt ist das Leben für dass wir uns entscheiden. Antoine zeigt auf ganz erstaunliche Weise, wozu Hass da ist und warum er ihn nicht braucht. Und am Ende zeigt er auch, warum sie trotzdem noch zu dritt sind.

Unbedingte Leseempfehlung und nicht mit Sternen bewertbar.

Informationen zum Autor

Antoine Leiris arbeitet inzwischen als freier Journalist in Paris und war vorher Kulturredakteur bei den Radiosendern France Info und France bleu. Seinen offenen Brief, den er am 16.11.2015 schrieb, ist um die ganze Welt gegangen. Wer ihn im Original noch einmal lesen möchte (im Buch ist er übersetzt ebenfalls zu finden), wird auf Antoines Facebookseite fündig. -> „Meinen Hass bekommt ihr nicht