Leser interviewen – Ray Celar

Interview vom 10. Februar mit Ray Celar. Das Interview fand in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ statt, guckt gerne sonntags zwischen 18.00 – 19.00 vorbei, wenn ihr selber mal Fragen stellen möchtet.

Ray findet ihr auf ihrer Facebookseite.

Das Interview

Autorenvorstellung

Hey ihr. =)

Bevor ihr mich mit Fragen löchern dürft, stelle ich mich einmal kurz vor.
Ich bin Ray Celar, 24 Jahre alt, wohne derzeit in Osnabrück und studiere aktuell dort auch Germanistik und ev. Theologie.

Meine schreiberische Karriere begann im zarten Alter von sechs oder sieben Jahren und seither habe ich mich mit verschiedensten Kurzgeschichten, Songtexten, Gedichten, Fanfiktions eigenen Werken ausprobiert. Meine erste Kurzgeschichte wurde im Oktober 2017 veröffentlicht, mein Debütroman „(K)ein Flug zurück“ ist vor beinahe einem Jahr, im Februar 2018, erschienen. Zwei weitere Romane folgten und am Donnerstag ist eine eher kurze Geschichte von mir herausgekommen. Derzeit arbeite ich an meinem nächsten langen Roman, der … irgendwann erscheinen wird. Dann, wenn er eben fertig ist.

Online findet ihr mich hier bei FB – auch mit meiner Autorenseite – und hin und wieder auch bei Instagram und Twitter.
https://www.facebook.com/RayCelar/

Und das war es jetzt auch mit der kurzen Vorstellung. Alles, was ihr noch wissen wollt, könnt ihr ja jetzt erfragen. ;)

Leserfrage 1

Mana: Wo überfallen dich denn üblicherweise deine Plotbunnys? :D

Meine Plotbunnys überfallen mich eigentlich überall. Meist entweder in Vorlesungen oder in Alltagssituationen. Beim Griesgram war es beispielsweise übertriebene Valentinstagsdekoration, bei der ich mit den Augen rollen musste und mich gefragt habe, wie es wohl aussieht, wenn jemand damit wirklich alles eindeckt. Ein Bild reicht da aus und der Rest etnwickelt sich beim drüber nachdenken.

Leserfrage 2

Nico: Hally Ray. Gibt es ein Thema, über das du gern einmal schreiben würdest, dich aber noch nicht getraut hast?

Bisher noch nicht. Es gibt Themen, über die ich gerne mal schreiben möchte und es noch nicht getan habe. Aber wirklich eines, bei dem ich sage „Ich würde gerne, werde es aber nicht, weil ich mich nicht traue“ gibt es nicht.

Nico: Dann können wir ja sicher noch einiges von dir erwarten. ^_^

Auf jeden Fall. =)

Leserfrage 3

Elian: Schreibst du auch unter anderen Namen (oder hast du das früher mal)?

Ich hatte schon diverse Fanfiktion-Accounts. Dementsprechend kommen da einige Namen zusammen. Die werde ich hier aber auf keinen Fall nennen. Das ist teilweise zu peinlich. xD

Leserfrage 4

Mana: Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Nicht gay, sondern „normale“ Literatur? :)

Als letztes habe ich dann wohl „Die schwarzen Juwelen“ von Ann Bishop gelesen. Ich mag die Reihe und lese sie auch immer mal wieder

Leserfrage 5

Mana: Gibt es Themen, die du gar nicht aufgreifen würdest, obwohl du sie interessant fändest? Weil sie zu heikel sind oder eventuell auch, weil sie schon zu „ausgelutscht“ sind?

Ich weiß nicht, ob ich BDSM schreiben würde. Ich finde es interessant und lese es gern, wenn es gut gemacht wurde, aber ich schreibe einfach nicht wirklich gerne Sexszenen. Zu heikel … ich würde Sachen höchstens nicht unter Ray veröffentlichen, die heikler sind. Und ausgelutscht … ich schreibe Dinge, die mich interessieren. Wenn sie sonst niemanden interessieren, ist das mein Pech. xD

Leserfrage 6

Robin: Mich würde interessieren, wie du auf deinen Aurorennamen gekommen bist.

Mana: Ja, mich auch … ich weiß bis heute noch nicht, ob ich dahinter ein Männlein oder ein Weiblein vermuten soll. :D

Mein Autorenname leitet sich von meinem früheren Fanfiktion-Namen „DestinyRay“ ab. Der wiederum der Name einer Protagonistin aus einer Fanfiktion auf meinem Account davor ist. Destiny klang mir allerdings zu sehr nach Rotlichtviertel und nicht tauglich für eine Veröffentlichung. Dementsprechend durfte Ray bleiben. „Celar“ ist eine Abwandlung der Übersetzung meines Nachnamens. Mein Geschlecht hänge ich nicht an die große Glocke, weil ich der Meinung bin, dass es egal ist für meine Tätigkeit als Autorin. Aber ich mach auch kein Geheimnis daraus, dass ich weiblich bin. ;)

Leserfrage 7

Mana: Dein Lieblingsmärchen oder deine Lieblingsfabel? Und kurze Begründung dafür, bitte. :)

Ich mochte als Kind sehr gerne Aschenputtel. Einfach die Geschichte … ich mochte die Verwandlung. Später habe ich „Die Schöne und das Biest“ als Musical gesehen und seither schlägt mein Herz dafür. =)

Leserfrage 8

Kristina: Wer ist dein Lieblingsautor?

Generell? Das kann ich echt nicht beantworten. Ich mag Ann Bishop, Trudi Canavan, Simon Beckett … ich könnte stundenlang so weitermachen. Bei den Gay-Autoren … puuh … ich les nicht viel nach Autor, aber Sloane Kennedy ist definitiv dabei, Lucy Lennox. Ich mag viele Bücher von Lelis und Leann Porter.

Leserfrage 9

Katharina: Bist du auf Messen anzutreffen? Wenn ja, gibt es Autogrammstunden oder einen bestimmten Treffpunkt für Fans, die dich sehen wollen? <3

Ich bin dieses Jahr auf jeden Fall in Leipzig und zwar von Freitag bis Sonntag. <3 Eine Autogrammstunde habe ich da nicht, ich renne einfach nur herum. Wenn mich jemand treffen möchte, kann er mir aber gerne bei Facebook schreiben, damit wir einen Termin ausmachen.
Ich würde auch gerne nach Berlin, aber ich weiß erst ab August, wenn überhaupt, ob ich da Urlaub bekomme. Dementsprechend muss ich für die BuchBerlin ein „vielleicht“ setzen. ^^

Leserfrage 10

Mana: Gibt es ein Buch, das du so grottig fandest, dass du es nicht fertig gelesen hast? Und falls ja, was war der Grund?

Ja, gab es. Mehrere, auch wenn ich nur seeehr selten Bücher abbreche.
Einmal bin ich echt nicht in die Story reingekommen – trotz dreier Versuche. Ein anderes Mal war sie sehr schlecht geschrieben, mit sehr vielen Perspektivfehlern und einem Spannungsbogen, der kaum vorhanden war. Generell gesagt nerven mich Logikfehler, schlechte Recherche und grottiger Schreibstil.

Leserfrage 11

Elian: Welcher ist dein Liebslingscharakter aus deinen Büchern?

Du bist fies! Das ist total schwer zu beantworten. Gelten auch Bücher, die ich noch nicht veröffentlicht habe? Dann ist es nämlich definitiv Ezra – kam mir auch als erstes in den Sinn. Von meinen veröffentlichten Büchern habe ich so lange mit Levi geschimpft, dass er mir echt ans Herz gewachsen ist.

Leserfrages 12

Mana: Wie stehst du zu Online-Lesungen? Würde dich sowas reizen?

Kann ich mir durchaus vorstellen, ja. Es würde etwas kompliziert werden, da ich versuche, mein Gesicht aus dem Internet fernzuhalten, aber solange die Kamera nicht auf mich gerichtet ist, warum eigentlich nicht?

Mana: Ginge ja durchaus auch einfach als Tonspur. :)

Das habe ich in aufgezeichneter Form im Zuge der Newcomer-Aktion schon einmal gemacht. =)

Leserfrage 13

Kristina: Deine liebste Übung, um dich wieder zu lockern, wenn du zu lange vor dem Manuskript / am PC gesessen hast?

Dehnen, strecken, die Muskeln ausschütteln und vorsichtig den Kopf rollen (im Sinne von erst nur vorne, dann hinten).

Kristina: Sagst du das mit dem vorsichtig, damit du keinen Ärger von mir bekommst? :D

Vielleicht. ^^ Hauptsächlich, weil es stimmt und mir das so eingebläut wurde, dass man das auch nur von Schulter zu Schulter machen soll. ^^

Leserfrage 14

Doris: Du warst doch im November auch in Berlin oder? Ich bin mir ziemlich sicher, dich da getroffen zu haben?

Genau, letztes Jahr in November war ich am Samstag auf der BuchBerlin und hatte dort eine Autogrammstunde bei Chrissy. <3

Leserfrage 15

Kristina: Was magst du an diesem Genre am meisten? Menschlich, handwerklich oder was dir sonst so einfällt.

Ich habe hier sehr viele nette und hilfsbereite Autoren kennengelernt, die mich auch als Newcomer unterstützt haben. Am Schreiben hier im Genre finde ich tatsächlich persönliche Reaktionen sehr cool, teilweise auch von Leuten, die noch nie was in Richtung Gay gelesen haben.

Leserfrage 16

Kristina: Und was magst du am wenigsten?

Ganz ehrlich: Eine teilweise übertriebene Fankultur. Aber ich würde behaupten, dass es das in jedem Genre gibt. Mir ist so ein Personenkult einfach an sich ein fremdartiges Konzept. Man möge mich dafür steinigen.

Leserfrage 17

Mana: Was war die erste Gay Geschichte, die du gelesen hast? Egal, ob fertiges Buch oder FF?

Uhm … als Fanfiktion? Ich war zehn und fand „K11“ – (Vorabendkrimiserie) toll. Da bin ich auf die ersten Fanfiktions gestoßen und unbedarfterweise auch über Gay-Stories gestolpert. ^^

Leserfrage 18

Mana: Hattest du schon mal eine Rezension, an der du kräftig knabbern musstest und wie gehst du mit so etwas um?

Sicher hatte ich die, gerade so bei meinem Erstling war ich irgendwie echt unsicher – ich kannte das ja gar nicht. Und im ersten Moment muss man dann schon schlucken. Im Endeffekt hab ich die Seite wieder geschlossen, zwei Stunden gewartet, bis ich wieder ruhig war, mir die Rezi danach noch einmal angeschaut und überlegt, ob ich den Blickwinkel des Rezensenten nachvollziehen kann. Ich persönlich kann trotzdem anderer Meinung sein, aber die Meinung der Leser muss man respektieren und akzeptieren, auch wenn der erste Impuls ist, sich zu rechtfertigen.

Leserfrage 19

Diana: Wo holst du dir deine Inspirationen her?

Aus allem eigentlich. Ich kann nicht schlafen, wenn ich vorher nicht über gewisse Szenarien nachdenke – und das sind mittlerweile häufig meine Plots oder anstehende Geschichten. Aber auch Alltagssituationen, Bildern, Liedern – auch einfach die Stimmungen bestimmter Songs – können Inspirationsquelle sein.

Leserfrage 20

Kristina: Dein Erstling hat die Monatsumfrage gewonnen. Wie sehr freust du dich darüber (warst du überrascht?) und wie sehr fieberst du dem Jahresfinale entgegen (wenn überhaupt :D )?

Ich war total überrascht und hatte gar nicht damit gerechnet. Ich glaube, ich saß vorm Laptop und habe geheult – und meinen Verlobten dabei furchtbar erschrocken. Ich konnte damit einfach nicht umgehen.
Ich glaube, ich würde lügen, würde ich behaupten würde, mich nicht zu freuen, beim Jahresfinale dabei zu sein. Aber es ist mehr ein „WTF, ich bin wirklich dabei“, als ein „Ich will das gewinnen“. Dafür bin ich auch einfach zu realistisch. ;)

Leserfrage 21

Diana: Liest deine Familie deine Geschichten?

Teilweise. Ich glaube, jeder hat zumindest ein Buch gelesen (mein Opa miteingeschlossen ^^). Ich weiß nicht, ob jeder alle gelesen hat, aber sie wissen alle, was ich schreibe, stoßen mit mir auf neue Bücher an und haben alle Prints von mir stolz im Bücherregal ausgestellt. Und die Mutter meines Verlobten liest die Bücher auch. Seine einen Großeltern haben meinen Erstling auch gelesen.

Leserfrage 22

Doris: Deine Valentinstag Story ist ja nicht nur zuckrig, sondern auch witzig! Ebenso die Weihnachten. Schreibst du sowas lieber? Mir haben beide sehr gefallen und ich mag deinen Humor!

Ich würde nicht sagen, dass ich das lieber schreibe, nein. Gerade bei der Valentinstagsstory ist es ja so, dass sie eher zwischengeschoben ist und ich eigentlich an einem Projekt schreibe, das so gar nicht lustig ist – und ich einfach ein bisschen Ablenkung davon und auch von der anstehenden Klausurenphase brauchte. Da kam mir etwas Lustiges und nicht so Ernstes gerade recht. Ich schreibe also beides echt gern, auch wenn ich Humor tatsächlich schwieriger finde, weil ich immer fürchte, dass die Leute meinen Humor einfach nicht witzig finden. Umso mehr freut es mich, wenn gerade die Sachen auch als lustig empfunden werden.

Leserfrage 23

Mana: Hörst du beim Schreiben Musik oder brauchst du Stille?

Es gibt Ausnahmen, aber normalerweise höre ich beim Schreiben keine Musik. Einfach aus dem Grund, dass die Stimmungen mich dann zu sehr beeinflussen würde und ich mehr auf die Musik achte als auf das Geschriebene. Manchmal nutze ich das wiederum für mich, wenn ich eine bestimmte Stimmung brauche. Es gibt Lieder, bei denen ich sofort anfange, zu heulen, oder die ich von der Stimmung her für Sexszenen passend finde. Ansonsten höre ich nebenbei gerne Serien oder „Die drei ???“. Stille mag ich nicht, aber Stimmen mag ich.

Leserfrage 24

Kristina: Wen möchtest du, natürlich nur in deinen Büchern, gerne einmal umbringen?

Ich hab mir früher, als ich noch in der Schule war, immer geschworen, einen meiner Mathelehrer irgendwann in einem Buch von mir umzubringen. Der Wunsch wird mir auch – wenn auch nicht in meinem Buch – erfüllt werden. *hust

Leserfrage 25

Kristina: Was möchtest du gerne als Autor noch erreichen?

Ich fange mal anders an: Ich liebe es, als Self-Publisher zu schreiben, weil ich sehr viele Freiheiten dadurch habe. Aber ich habe mein eigentlich erstes Manuskript in der Schublade liegen und habe mir damals immer geschworen, es an einen Verlag zu schicken. Dieses Manuskript, das mir echt viel bedeutet, bei einem Verlag unterzubekommen, wäre schon wirklich super und ein nicht ganz so heimlicher Traum von mir. Es ist eines meiner Lebensziele, einmal ein Buch von mir in einer Buchhandlung stehen zu sehen. Ansonsten will ich nur unterhalten. Ich hab keine großen Pläne, von wegen „Ich will auf Bestsellerlisten stehen“, dafür schreibe ich nicht.

Leserfrage 26

Mana: Würde es dich reizen, dich mal zu einem Duo-Projekt mit einem andren Autor oder einer andren Autorin zusammenzuwerfen? :)

Ich könnte es mir auf jeden Fall vorstellen, irgendwann einmal mit jemandem zusammenzuschreiben. Aber es müsste jemand sein, mit dem ich mich auch so gut verstehe und klarkomme.

Leserfrage 27

Chrissy: Wie gehst du mit Kritik um?

Mittlerweile gut. ^^ Ich schreibe ja schon länger, wenn auch anfangs Fanfiktion und Kritik war mir immer wichtig. Anfangs, so gerade als Teenager, war es schwer damit umzugehen, aber ich habe sichergestellt, dass ich mit Kritik umgehen kann, ehe ich richtig veröffentlicht habe.
Wenn mein erster Impuls ist „nein“ zu schreien, gehe ich mich zwei Stunden ablenken, lese mir die Kritik dann ruhig noch einmal durch und entscheide für mich, ob ich dem Kritiker zustimme oder nicht. Wenn ja, weiß ich, was ich beim nächsten Mal anders mache, wenn nicht, weiß ich auch, dass es Leute gibt, die einen anderen Blickwinkel auf das haben, was ich geschrieben habe – und dieser Blickwinkel ist auch immer berechtigt. Bei beleidigender Kritik lästere ich mit meinem Testleser Nr. 1 beim nächsten Kaffeekranz. ^^

Leserfrage 28

Kristina: Manchmal denke ich so, wenn mpreg im echten Leben möglich wäre, dass ich die Baby“aufgabe“ outsourcen würde. Wie siehst du das und liest du es selbst, bzw. könntest du dir vorstellen, es mal zu schreiben?

Ich würde die Babyaufgabe nicht outsourcen … nur die Geburt vielleicht? Nein, mal im Ernst: Ich würd die Schwangerschaft nicht abgeben wollen und mein Verlobter ist ätzend, wenn er krank ist oder es ihm scheiße geht (er kann das GsD nicht lesen xD). Das würde ich mir nicht antun wollen, da hab ich lieber das Baby neun Monate in meinem Bauch.

Lese ich es selbst … manchmal, wenn ich nicht nachdenken will. Es gibt auch wirklich, wirklich gute Bücher in dem Bereich, wo die ganze Gesellschaftsstruktur sehr differenziert und kritisch betrachtet wird – und das sind Gedankengänge, wie ich wiederum sehr schätze.
Selbst schreiben … ich sag ja selten nie und vielleicht komm ich mal auf die Idee, dass ich das tun muss, aber nein. In der Hinsicht habe ich keinerlei Ambitionen.

Leserfrage 29

Mana: Ist dir schon mal etwas angebrannt, weil du … nur noch schnell fertig schreiben wolltest? :D

Tatsächlich ist mir das noch nie passiert, nein. Ich koche wahnsinnig gerne und während ich koche, stehe ich am Herd und rühre im Topf. Andauernd. Ich werde unruhig und nervös, wenn ich nicht in Töpfen oder Pfannen rumrühren darf. Und in der anderen Hand halte ich dann mein Handy und lese.

Mana: Hm, ja, mit Sachen die man rühren kann, passiert mir das auch nicht, aber so ein Auflauf oder eine Pizza kann schon mal eine gute Tönung bekommen, je nach Buch. :D

Auch dann habe ich immer ein Auge auf den Backofen. Und meist ist bei Sachen wie Pizza und Auflauf mein Verlobter zugegen und wir schauen zusammen Serien.

Leserfrage 30

Mana: Was kann dir komplett die Laune verhageln? :)

Busse, die nicht pünktlich kommen oder unangekündigt ausfallen. Ich hasse es, zu spät zu sein. Wenn man versucht, mich zu belehren, dass es unklug ist, sich den Unterarm tätowieren zu lassen, weil mich dann kein Arbeitgeber will. Und Bücher, auf denen BDSM steht, die aber Missbrauch beinhalten.

Leserfrage 31

Kristina: Was haben wir noch nicht besprochen … Okay, welchen Alkohol trinkst du beim Sexszenenschreiben am liebsten?

Waldhimbeergeist oder Whisky. Meistens Tullamore Dew.

Leserfrage 32

Mana: Warum genau schreibst du explizite Szenen nicht so gerne? Weil dir vom Whiskey dann immer der Kopf weh tut? ;) Nein, im Ernst, warum?

Mir wurde schon mal gesagt, dass meine Sexszenen authentisch und stimmungsvoll sind. Um dahin zu kommen, muss ich aber Alkohol getrunken haben, so blöd das auch klingt. Das sind Szenen, bei denen ich zu viel nachdenke und mich frage, ob die Wortstellung jetzt komisch ist, ob die Stimmung rüberkommt etc. – und das ist meiner Mecinung nach der Tod für Sexszenen. Und es ist normalerweise bei mir halt anders, da schreibe ich einfach und schalte den Kopf großteilig aus. Und um das zu erreichen, brauche ich ein wenig Alkohol. Aber ich habe keinerlei Ambitionen, Alkoholiker zu werden. Außerdem stressen mich Sexszenen dann im Nachhinein, dann geht wieder die Frage nach dem „Passt das so, oder nicht? Klingt das gut, wirkt das?“ los. Des Weiteren brauche ich für Sexszenen einen wirklichen Mehrwert, sonst mag ich sie einfach nicht – das ist dann etwas, was die Protas unter sich ausmachen müssen.

Leserfrage 33

Mana: Hatttest du schon mal einen Schreibkrampf in den Fingern? Baah, ich hab das in letzter Zeit oft und finde das so ätzend. :/ :D

Schreibkrampf nicht, aber ich hab nach quasi jeder VÖ am Ende eine Sehnenscheidentzündung. Passiert oft, ist ätzend, gehört aber wohl dazu.

Leserfrage 34

Kristina: Siehst du dir gerne Dokumentationen an, wenn ja, zu welchen Themen am liebsten?

Nein tue ich nicht. Gar nicht gerne. Gerade schaue ich aber auf Netflix eine zu Ted Bundy. War ne blöde Idee, jetzt hab ich ein Plotbunny.

Kristina : Erzähl mir mehr! :D

Ich hab das Plotbunny getötet (do you see what i did there?)

Kristina: Waaaaas?

:P Keine Zeit dafür. ^^

Leserfrage 35

Kristina: Fährst du lieber Zug oder Auto? Oder fliegst du sogar lieber?

Wenn ich selbst fahren müsste? Dann mit dem Zug. Ich hasse es, hinterm Steuer zu sitzen. Wenn ich Beifahrer bin und auf langen Strecken (in den Urlaub beispielsweise) dann definitiv mit dem Auto. Mein Verlobter ist ein guter Fahrer. Bei kurzen Städtetrips fahre ich lieber mit dem Zug. Fliegen tu ich gar nicht gerne, ich bekomm da immer Panik.

Leserfrage 36

Kristina: Was möchtest du deinen Lesern und Autorenkollegen gerne einmal sagen?

Das ist eine blöde Frage. Ganz ehrlich: Ich hab keine Ahnung. Allgemein meinen Lesern: Danke, dass ihr euch auf meine Geschichten und meine Charaktere einlasst. An alle Autoren ist es wirklich schwer und mir fällt spontan nichts ein, das jetzt nicht übertrieben wirken würde.

Leserfrage 37

Elian: wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten schreibe ich bei mir im Wohnzimmer auf dem Sofa, während sich eine Katze an mich kuschelt.

Leserfrage 38

Mana: Hast du ein Lebensmotto?

Ein richtiges Lebensmotto nicht, aber eine „Weisheit“ (es ist ein Songtext), die ich unglaublich wichtig finde:

„When all you got to keep is strong
Move along, move along like I know you do
And even when your hope is gone
Move along, move along just to make it through“

Schlusswort

Einen ganz lieben Dank an all die Fragesteller, an alle, die sich das Interview durchlesen und die Mods, die das hier überhaupt ermöglicht haben. =) Ich hatte viel Spaß dabei, hier Fragen zu beantworten.

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