Interview vom 19. August mit Gabriele Oscuro. Das Interview fand in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ statt, guckt gerne sonntags zwischen 18.00 – 19.00 vorbei, wenn ihr selber mal Fragen stellen möchtet.

Gabriele findet ihr auf ihrer Facebookseite.

Das Interview

Autorenvorstellung

Hi!

Interviewzeit und ich darf dabei sein. Diesmal auf der anderen Seite. Vielen Dank für die Möglichkeit und ich bin gespannt auf eure Fragen.

Aber zuvor stelle ich mich kurz vor. Unter dem Namen Gabriele Oscuro veröffentliche ich seit 2014 meine Geschichten. Teilweise über Bookrix, teilweise über Amazon.

Angefangen hat alles auf Bookrix. Mehr zufällig bin ich 2013 auf der Plattform gelandet. Aufgrund des Zuspruches einiger sehr lieber Kolleginnen habe ich mich dann 2014 getraut, die erste eigene Geschichte zu veröffentlichen.

Geschichten habe ich mir schon immer ausgedacht und auch für mich selbst aufgeschrieben, die ich jedoch wahrscheinlich niemals veröffentlicht hätte, wenn ich nicht auf Bookrix gelandet wäre … aber das hatten wir schon.

Wer mich persönlich treffen möchte, kann das in diesem Jahr auf der Gay Book Fair in Frankfurt und auf der Buch Berlin. Vielleicht schaffe ich es auch noch bis dahin eine neue Geschichte zu schreiben.

Ich würde mich freuen, wenn ihr auf meiner Autorenseite vorbeischaut. Wollt ihr wissen, was ich so alles schreibe, dann besucht meine Seite auf Amazon oder Bookrix (dort gibt es auch kostenlosen Lesestoff für alle, die erst einmal sehen wollen, ob mein Stil ihnen gefällt).

https://www.facebook.com/Gabriele.Oscuro/

https://smile.amazon.de/…/ref=dp_byline_cont_ebooks_1

https://www.bookrix.de/-uf8b9915886cb25/

Leserfrage 1

Lena: Auf einer Skala von 1-10 … wie aufgeregt bist du gerade, Gabriele?

13 … ungefähr.

Leserfrage 2

Diana: Deine Geschichte „713“ …wie bist du darauf gekommen?

Die Geschichte ist in einer Zeit entstanden, als ich gerade nichts anders schreiben konnte. Durch ein Burnout war ich überhaupt sehr eingeschränkt. Auf einmal war sie da … zum Glück, sie hat mir sehr in dieser Zeit geholfen.

Leserfrage 3

Lena: Also ich habe hier ja ein Glas Rotwein zur Beruhigung meiner Nerven stehen. Welches Getränk steht gerade an deiner Seite?

Eiskaffee, Wasser und Tee …. etwas für alle Lebenslagen. ^^

Leserfrage 4

Lena: Was ist dein allerliebster Schreibort? Und wie schreibst du? Still oder mit Musik?

Bisher habe ich meist auf dem Sofa geschrieben, doch im Moment sitze ich lieber am Schreibtisch. Meist höre ich Musik. Nur manchmal brauche ich totale Stille.

Leserfrage 5

Lena: Schreibst du eher nach Plot oder lässt du dich von deinen Protagonisten „leiten“?

Ich habe eine grobe Idee von der Story, aber beim Schreiben folge ich vor allem den eigenwilligen Protagonisten.

Leserfrage 6

Elke: Hat dich eine Geschichte schon einmal so geärgert, dass du sie in die Ecke gehauen hast? Wenn ja, was ist aus ihr geworden? ;-)

Oh ja, mehrere … sie verschwinden in einem Ordner und von Zeit zu Zeit schaue ich nach ihnen. Manchmal bekommen sie dann eine zweite Chance.

Elke: Gibt es schon eine zweite Chance, die das Licht der Welt erblickt hat?

Der „Weihnachtsengel“ hat dort eine ganze Zeit schmoren müssen. ^^

Leserfrage 7

Monika: Wird es zu deiner „Du aber liebe mich…“-Reihe ein Spin-off oder sowas in der Art geben? Ein Wiedersehen mit den Süßen? Vielleicht mit Hochzeit und Kindern?

Es gibt ein paar, bei denen ich mir das vorstellen kann. Vielleicht noch einmal eine Weihnachtsgeschichte oder so.

Leserfrage 8

Elke: Hast du ein Lieblingsbuch von dir selbst? Oder welcher Protagonist ist dir am meisten ans Herz gewachsen?

„Jojo“ liegt mir sehr am Herzen. Es war eigentlich die erste Geschichte, die ich geschrieben habe.

Leserfrage 9

Lena: Gerade lese ich einen Roman von dir, den du unter dem Pseudonym Sam Jira herausgebracht hast. Wie bist du auf dieses Pseudonym gekommen und werden noch mehr Romane unter diesem Pseudonym folgen?

Das ist mein eigentliches Pseudonym auf Bookrix. Doch zum Veröffentlichen wollten sie zwei Namen. Also Vor- und Zunamen und da bin ich dann auf Gabriele Oscuro gekommen. Sam Jira nutze ich für andere Geschichten wie zum Beispiel den Krimi. In diesem Jahr wird es wohl noch eine Liebesgeschichte mit dem Titel Sommerregen geben.

Leserfrage 10

Diana: Wie denkst du über eine Hetero Geschichte? Könntest du dir vorstellen, eine zu schreiben oder hast du schon eine geschrieben?

Geschrieben habe ich schon einige, veröffentlicht nur die, die Teil des Krimis „.. und du bist raus“ ist. Aber in diesem Jahr wird es wohl noch eine weitere Veröffentlichung geben.

Leserfrage 11

Diana: Was ist in Planung? Ich würde mich über eine Nerd-Geschichte freuen, hihihi. :P

Oh, ich bin an drei Projekten. Ein Krimi/Thriller, eine Geschichte, die seit 2014 auf ihre Fertigstellung wartet, und an der Hetero-Liebesgeschichte. Mal sehen, wenn es passt, soll noch ein Band von „Du aber liebe mich …“ kommen, vielleicht mit einem Nerd. Und meine sehr traurigen Geschichte mit Sad End. Huch, das klingt nach viel Arbeit …

Diana: Sad End … klingt nicht nach dir, meine Liebe.

Elke: Die Schnipsel zu dieser traurigen Geschichte haben mein Interesse an ihr erweckt, ich bin gespannt und hoffe, die Zeit passt dann auch.

Ja, manche Geschichten können kein gutes Ende haben. Zu ein paar traurigen Geschichten wurde ich durch Ereignisse im Real Life angeregt.

Leserfrage 12

Elke: Mit welchem Protagonisten von dir würdest du nie tauschen wollen?

Auch eine schwere Frage, da in jedem Protagonisten ein Stück von mir steckt. Ich weiß es ehrlich nicht …

Leserfrage 13

Monika: Ist für dich Happy-End Pflicht oder dürfen deine Bücher auch mal anders ausgehen? Von Cliffhangern in Reihen mal abgesehen.

Also Cliffhanger mag ich nicht, aber ich habe bisher auch keine klassische Reihe geschrieben. Happy-End ist keine Pflicht. Wenn es die Geschichte verlangt, dann darf es ruhig auch ein offenes oder ein Sad End sein. Wenn ich mich traue, dann wird es ein Buch nur mit Sad-End-Geschichten geben …

Leserfrage 14

Lena: Was ist deine Lebensphilosophie?

Immer wieder aufstehen, egal, wie oft man hinfällt.

Leserfrage 15

Lena: Schreibst du immer nur streng an einem Buch oder springst du auch mal von Skript zu Skript?

Ich versuche, streng an einem Buch zu schreiben, aber das klappt leider nicht immer. Im Moment springe ich recht wild.

Leserfrage 16

Lena: Was macht dich glücklich? Und worüber kannst du dich besonders ärgern? ;-)

Die kleinen Dinge im Leben, zum Beispiel Freunde treffen und eine schöne Zeit miteinander haben, machen mich glücklich, weil es diese Momente sind, die man genießen muss. Das große Glück ist viel zu unbestimmt, um darauf zu warten. Ärgern? Intoleranz, Ignoranz und Überheblichkeit können mich aus der Haut fahren lassen.

Leserfrage 17

Elke: Was inspiriert dich? Ich hoffe die Frage kam noch nicht.

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal sind es Erlebnisse, manchmal nur ein paar Worte oder Musik. Auf einmal ist die Geschichte da und will erzählt werden.

Leserfrage 18

Monika: Hast du Haustiere?

Ja, einen frechen Kater und eine faule Katze.

Leserfrage 19

Lena: Thema Sexszenen: Wie wichtig sind sie dir in einem Buch? Schreibst du sie gern? Liest du sie gern?

Ich mag Sexszenen, wenn sie zur Geschichte passen, sie weiterbringen, zum Beispiel das Verhältnis zwischen den Protagonisten verdeutlichen. Ich mag sie nicht als Seitenfüller und hoffe, ich schreibe sie auch nicht so. Ich schreibe sie meist sehr gern, eben, weil sie die Beziehung auf einer anderen, intimen Ebene zeigen.

Leserfrage 20

Mimi: Bedienst du dich auch mal aus deinem Real Life? Charaktereigenschaften von Leuten, die du kennst? Oder Begebenheiten?

Ja, unbedingt! Ich beobachte gern und oft finden sich Eigenschaften, kleine Spleens dann bei meinen Protagonisten wieder.

Leserfrage 21

Elke: Gibt es ein Thema, über das du noch gerne schreiben möchtest?

Ich würde gern etwas Lustiges schreiben, aber das ist eigentlich viel schwieriger, als über ernste Themen zu schreiben. Humor ist so verschieden und sehr schwer zu Papier zu bringen.

Leserfrage 22

Mimi: Hast mal einen Plot nach eingehender/zusätzlicher Recherche komplett in die Tonne gekloppt?

Ja, nach eingehender kompetenter Beratung habe ich 24.000 Worte gelöscht. Die Geschichte war einfach zu unrealistisch.

Mimi: Willst du das denn irgendwann wieder aufnehmen? Oder geht es gar nicht?

Bei der Geschichte bräuchte ich jemanden im Hintergrund, der alle meine speziellen Fragen beantwortet. Vielleicht, wenn ich mal jemanden finde … Manche Dinge kann man einfach nicht nur recherchieren.

Leserfrage 23

Monika: Gibt es etwas, über das du nie schreiben würdest? Und wenn ja warum?

Verherrlichende Gewalt/Kindesmissbrauch. Liebe kann meiner Meinung nach nicht aus Gewalt entstehen.

Leserfrage 24

Lena: Wie bist du aufs Schreiben gekommen? Seit wann schreibst du?

Die erste längere Geschichte habe ich für meine Nichte geschrieben. Ich wollte sie damit zum Lesen animieren. Hat leider nicht geklappt, aber es hat mir geholfen. Schreiben ist für mich ein bisschen Therapie.

Leserfrage 25

Lena: Gibt es etwas über dich, was wir unbedingt wissen sollten?

Gute Frage. Ich denke mal darüber nach …

 Dass ich nicht im Vorfeld vor Nervosität gestorben bin und es mir letztlich viel Spaß gemacht hat. Ich wachse an meinen Aufgaben …

Leserfrage 26

Elke: Deine Jungs sind von sehr jung bis schon etwas älter. Was hat dir mehr Probleme bereitet beim Schreiben?

Keins von beiden. Wenn die Geschichte da ist, wird sie erzählt. Wie das die Leser sehen, ist was anderes … ich weiß nicht, ob eins von beiden unrealistischer wirkt.

Leserfrage 27

Mimi: Irgendwelche Laster? Wir sind ganz Ohr. :p

Eins? Mehrere. Ich rauche und mag mein Tonic am liebsten mit Gin.

Leserfrage 28

Tat: Wie viele Bücher (Gay) hast Du inzwischen herausgebracht?

14 sind im Verkauf und ein paar mehr Geschichten gibt es über Bookrix kostenlos.

Leserfrage 29

Elke: Was schreibst du lieber? Kurzgeschichten oder Romane? Was sind die Schwierigkeiten dabei?

Schwieriger sind Kurzgeschichten. Richtige Kurzgeschichten zu schreiben, ist eine Kunst. Sie beschränken sich ja nicht nur auf die Seitenzahl, sondern auch auf den passenden Aufbau. Ich schreibe beides gern, manche Geschichten gehen aber einfach nicht kurz.

Elke: Ist dir schon einmal eine Kurzgeschichte aus dem Ruder gelaufen und wollte ein Roman werden?

Ja, einmal „Fuck the police“, daraus wurde nachträglich noch eine längere Geschichte und eine liegt noch auf meinem Rechner und passt vielleicht zu den „Du aber liebe mich …“-Geschichten.

Leserfrage 30

Elke: Was liest du selbst?

Alles, was mich interessiert. ^^ Gay Romance ebenso wie Krimis oder auch mal ein Sachbuch. Ab und an sogar verirrt sich auch mal ein Klassiker dazwischen.

Leserfrage 31

Lena: Welche anderen Hobbys hast du neben dem Schreiben?

Arbeiten. :D Nein, ernsthaft … wenn ich mich in den Allerwertesten treten kann, mache ich Sport. Manchmal male oder zeichne ich, allerdings bin ich da ziemlich talentfrei. Allerdings kann ich nicht stillhalten … ich muss immer irgendetwas machen.

Mimi: *sfz* Das kenn ich, das mit dem Nicht-stillhalten-können.

Das kann echt nerven. Ich verstöre schon immer die Leute, wenn ich in Besprechungen nebenbei male. Aber ich kann mich dann besser konzentrieren.

Leserfrage 32

Elke: Auf welchen Messen bist du anzutreffen?

Auf der Gay Book Fair und der Buch Berlin.

Leserfrage 33

Mimi: Süß oder Herzhaft? Was ist dir lieber?

Unterschiedlich … kommt immer auf meine Stimmung an … aber ab und an muss es etwas schrecklich Süßes sein.

Leserfrage 34

Lena: Wann hast du deinen ersten Roman veröffentlicht?

„Ist es Liebe?“, laut Bookrix am 14.06.2014.

Leserfrage 35

Elke: Wie offen gehst du mit deiner Leidenschaft zu schreiben und über was um?

Zu Anfang habe ich es keinem erzählt. Seit einiger Zeit wissen es viele in meinem Umfeld. Und bisher war die Resonanz positiv.

Leserfrage 36

Diana: Deine Inspiration für deine Geschichte „531 Tage“?

Ich habe mich erst meiner Muse verweigert. Das Buch wollte ich nicht schreiben, doch sie war hartnäckig und hat darauf beharrt. Wie sie auf diese schräge Idee gekommen ist, ausgerechnet Levi sterben zu lassen, weiß ich bis heute nicht.

Leserfrage 37

Lena: Hast du alle deine Bücher via SP veröffentlicht?

Ja, entweder über BookRix oder über Amazon.

Leserfrage 38

Mimi: Bist du ein Nacht- oder ein Morgenmensch?

Eigentlich bin ich ein Nachtmensch, aber da ich ausreichend Schlaf brauche, muss ich quasi gegen meine Natur leben. Die optimale Zeit zum Schlafen ist zwischen 2 und 9 Uhr, aber das kann ich meinem Arbeitgeber nicht erklären.

Leserfrage 39

Lena: Wann schreibst du am liebsten? Und wie oft?

Früher habe ich nur abends geschrieben, das klappt jetzt leider oft nicht. Mir fehlt die Konzentration. Morgens geht nur am Wochenende … schlecht für meinen Haushalt.

Leserfrage 40

Monika: Wenn nun eines deiner Bücher verfilmt werden könnte, welches wäre das?

Gay – „Jojo“. Das kann ich mir richtig vorstellen. Ansonsten mein Krimi. :D

Leserfrage 41

Mimi: Film oder Serie, was schaust du am liebsten?

Ich sehe gern Filme im Kino. Zu Hause fehlt mir oft die Ruhe, Hummeln im Hintern und so. Serien sind da einfacher, die gehen nicht so lange. ^^

Leserfrage 42

Lena: Welche Reiseziele möchtest du unbedingt noch sehen?

Schwer … ich würde gern mit dem Schiff reisen und viele Ziele sehen,mit der Möglichkeit, dort je nach Laune zu verweilen.

Leserfrage 43

Elke: Wo suchst du dir Hilfe, wenn du in einer Geschichte nicht weiterkommst?

Ich rede darüber. Mit Freunden, anderen Autoren oder meinem Bruder.

Leserfrage 44

Mimi: Hast du ein Lieblingsessen, wofür du alles stehen lassen würdest?

Ja, Nudeln mit Tomatensauce … schrecklich profan, aber auch schrecklich lecker.

Leserfrage 45

Lena: In welchen Genres schreibst du? Könntest du dir auch z.B. Fantasy vorstellen?

Ja, „713“ geht ein wenig in die Richtung und die eine Geschichte, die ich gerade wieder in Angriff genommen habe, ist eine Dystopie.

Leserfrage 46

Elke: Was kochst du selbst am liebsten?

Ich koche nicht unbedingt gern, wenn dann meist improvisiert. Und ich liebe Nudeln auch mit anderen Saucen.

Leserfrage 47

Diana: Liest deine Familie deine Geschichten und wenn ja, was halten Sie davon?

Zum Teil. Mein Bruder lektoriert manchmal für mich, der hat keine Probleme damit. Meine Mutter hat auch kein Problem damit, dass ich sie schreibe, aber liest sie nicht. Meinem Sohn ist es völlig egal, was ich schreibe. ^^

Leserfrage 48

Sandra: Gibt es ein literarisches Vorbild?

Wieder schwer … es gibt einige Autoren, die ich bewundere, aber keinen, den ich als Vorbild benennen würde. Am ehesten vielleicht noch Jo Nesbo beim Schreiben von Krimis.

Leserfrage 49

Monika: Welche Musik hörst du am liebsten?

Da bin ich ganz stimmungsabhängig, alles von Klassik bis Rock. Zurzeit gern Rock der siebziger Jahre.

Schlusswort

Vielen Dank für eure Fragen. :) Ich war ziemlich nervös und wusste nicht genau, was mich erwartet, doch dank eurer Hilfe war es ein tolles Erlebnis. <3

Leser interviewen – Gabriele Oscuro