Interview vom 18. Februar mit Jayden V. Reeves. Das Interview fand in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ statt, guckt gerne sonntags zwischen 18.00 – 19.00 vorbei, wenn ihr selber mal Fragen stellen möchtet.

Jayden findet ihr auf seiner Internetseite.

Das Interview

Autorenvorstellung

Heya, shit ich muss Euch gestehen, ich knete ab und an die Hand meines Freundes, der erfreulicherweise neben mir sitzt und mitliest, denn ich bin ziemlich aufgeregt *g. Und wenn das passiert, fallen mir ärgerlicherweise die Worte, die ich auf die Frage eigentlich zu entgegnen habe, erst später ein. ^^ Deswegen werde ich mich zwingen, zunächst einmal ein paar Momente über so manche Fragen nachzudenken. Daher nicht wundern, wenn ich etwas länger brauchen werde. Eine Stunde haben wir ja Zeit und ich zum Antworten noch länger.

Ok kurz zu mir, ich schreibe unter dem Teil-Pseudonym Jayden V. Reeves im Bereich des Gay Drama / Contemporary.

Wenn ich nicht schreibe, gilt meine Leidenschaft (und Aufmerksamkeit) meiner Tochter, meinem Partner und dem Skaten. Ich lebe seit meinem 19. Lebensjahr aus ethischen Gründen vegan und liebe Bananen mit Nuss/Nougatcreme … und natürlich vegane Sprühsahne …

Ich schreibe mit längeren Zeitpausen seit meinem achten Lebensjahr, seit Mitte der 90er im Gay Genre. Mein Debüt ›Der steinerne Garten‹ habe ich im Februar/März letzten Jahres beim Rediroma Verlag veröffentlicht. Es ist der erste Band eines Zweiteilers. Am zweiten Band arbeite ich gerade und Ziel ist es, diesen Mitte 2018 zu publizieren.

Ich habe eine FB-Seite und auch eine Homepage, wobei ich mich sehr bemühe, sie aktuell zu halten und meine LeserInnen zu unterhalten und auf dem Laufendem zu halten. Ach ja … an der Stange im Übrigen auch – aber am langen Arm verhungern lasse ich keinen. *lol

Facebook: https://www.facebook.com/jayden.v.reeves

Homepage: http://www.jayden-v-reeves.com

Soo, und nun bin ich sehr gespannt, wie ich Euren Wissensdurst über meine ›Werke‹ (wie das klingt …) und kleine persönliche Belange stillen darf. Legt los. *gg

(Ich spendiere auch ein paar Bananen.)

Leserfrage 1

Nico: Hallo Jay. Gibt es ein Thema über das du gern schreiben würdest, dich aber noch nicht getraut hast? Bzw. gibt es etwas, worüber du nie schreiben würdest?

Hmm, ›trauen‹ würde ich das nicht nennen. Ich würde gerne noch über einen bipolaren Charakter schreiben. Aber etwas Teilbiografisches steht auch noch aus. Das wird denke ich etwas hart, muss aber sein.

Leserfrage 2

Sandra: Wird schon schief gehen Jay. Wie bist Du zum Thema Deines Romans gekommen?

Das hat sich entwickelt. Ich schreibe eigentlich nie, mit einem vollständigen Plot im Kopf. ^^ Irgendwann war klar, was Nathanyel ›sein soll‹. Und da ich beruflich in dem Bereich arbeite und die Recherche mir dadurch ziemlich vereinfacht wird, habe ich es sich einfach entwickeln lassen.

Leserfrage 3

Sandra: Hast Du neben dem Folgeroman bereits etwas NEUES in der Pipeline oder noch in Deinem Köpfchen?

Ja habe ich. Ich werde etwas Teilbiografisches schreiben, da ich dazu durch meinen Therapeuten ermuntert wurde, es zu tun. Aber es springen natürlich auch immer mal wieder andere Ideen in meinem Kopf herum, denke aber, das wird wohl das sein, was ich als Nächstes angehen werde.

Leserfrage 4

Nico: Was darf beim Schreiben bei dir nie fehlen? Musik? Schokolade? Zigaretten? Haustiere? :)

Musik. Zwingend notwendig. Ich wähle sie auch bewusst zu den Szenen aus. Ohne geht’s nicht. Ich höre dann aber selten Bands – meist hilft mir instrumentale Klassik. Filmmusik eben. Ich habe ziemlich viele CDs hier rum fliegen. Naja und dann liegt da immer ein roter Kater auf meinen Füßen, der fehlt schon, wenn er nicht da ist … und Kaffee brauche ich … und auch oft was Süßes. Aber nicht immer. ^^

Leserfrage 5

Diana: Liest denn dein Schatz deine Geschichten?

Ja, er hat sie im letzten Jahr gelesen, nachdem ich mich nicht mehr gesträubt habe. Ob ich ihm allerdings alles hinlegen werde, weiß ich noch nicht. Ich bin da eher verschlossen. Dauert etwas.

Leserfrage 6

Lex: Wie oft schreibst du in der Woche und wie lange? Wie viel kommt dabei raus?

Tjaahaa, also ähm … ich bewundere das Tempo mancher Kollegen hier. Ich brauche ewig lange, bis ich mit einem Abschnitt zufrieden bin. Ich feile und feile und feile. Ich bin da mega extrem. :-/ Ich habe früher viel abends und nachts geschrieben, das kann ich aber nur in den Sommermonaten. Jetzt im Winter schreibe ich nur vormittags an meinen freien Tagen.

Leserfrage 7

Larissa: Woher nimmst du deine Inspiration für deine Werke? :)

Aus dem Leben. Ich bekomme sehr sehr viel zu hören in meinem Beruf …

Leserfrage 8

Lena: Mit was hast du heute deine Nerven beruhigt, um das Interview hier zu meistern? ;-) :-P

Ich war ein paar Stunden mit meiner Tochter und meinem Freund draußen. Spazieren, reden und Kaffee trinken. Sonne tanken. Das war gut. Und hin und wieder habe ich seine Hand gequetscht. *gg

Leserfrage 9

Gabriele: Schreibst du chronologisch oder „hüpfst“ du durch die Szenen?

Unbedingt chronologisch. Es macht mich verrückt, wenn ich hin und her springe. Deswegen meine Barriere zu Beginn des zweiten Teils, weil ich unbedingt in der Mitte anfangen wollte, aber ich mich echt zügeln müsste. Hätte ich das getan, würde ich heute tatsächlich nicht mehr schreiben. Später dann, wenn alles geschrieben ist, switche ich erst zwischen den Kapiteln hin und her und verändere und ergänze und werfe alles über den Haufen …

Leserfrage 10

Sandra: Was, wenn überhaupt, liest Du nebenbei selbst? Eventuell auch nicht aus dem Gay Bereich. Romance ist ja nicht so Deins.

Du meinst, welche Autoren ich gerne lese? Auch außerhalb des Gay-Bereichs? Ich bevorzuge Dramen und vor Allem Horror. King ist ganz meins.

Leserfrage 11

Tat: Hallöchen. Ich denke, um ein Buch zu schreiben, beziehungsweise Stück für Stück daran weiterzuarbeiten, ist jedes Mal auch Zeit nötig, um sich erst mal wieder hineinzudenken. Könnte mir auch vorstellen, dass man währenddessen auch nicht unbedingt gestört werden möchte. Wie bekommst Du das neben Familie, Arbeit und Hobbys hin, und wie viel Zeit findest Du so durchschnittlich (in der Woche oder im Monat) zum Schreiben?

Gar nicht. Oder höchst selten. Du denkst da richtig, das ist auf jeden Fall bei mir notwendig, aber ich komme hier kaum zur Ruhe, wenn mein Kind anwesend ist. Ich kann dann auch nicht schreiben, wenn sie im Haus ist. Ich bin froh, dass ich ein gutes Netzwerk an Freunden habe, zudem ihren Daddy und ihre Mum und sie hat selbst ja auch Freunde, zu denen sie gehen kann, wenn Papa mal wieder … exzentrisch wird und ’nen Rappel kriegt. Durchschnittlich schreibe ich zwei bis drei Tage in der Woche.

Leserfrage 12

Lena: Was wünschst du dir von deinen Lesern? ;-)

MEINE Leser tun schon alles, was ich mir wünschen würde. Sie zeigen Interesse an meinen Geschichten und ich bin gesegnet mit den Rezensionen, die ich bislang bekommen habe. Ich weiß die wirklich alle sehr zu schätzen. Generell würde ich mir von Lesern allerdings einen aufgeschlosseneren Umgang mit Dramen und auch Open Ends und Sad Ends wünschen. Utopisch … leider … ich weiß. ^^

Leserfrage 13

Gabriele: Du sagst, du bist sehr kritisch mit dir selbst und feilst lange an Kapiteln. Gehst du erst weiter in der Geschichte, wenn du zufrieden bist, oder gehst du immer wieder durch die ganze Geschichte?

Ich gehe erst weiter, wenn ich zufrieden bin. Aber das ändert sich auch. Ich gehe auch wieder zum Anfang zurück und feile nochmal, wenn ich schon fast am Ende bin. Es ist auch schon passiert, dass ich ganze Kapitel wieder über den Haufen geworfen habe, mit denen ich vorher nach langem Feilen zufrieden war.

Leserfrage 14

Lena: :-P Hattest du dieses Wochenende schon vegane Sprühsahne, oder zittern deine Finger bereits, weil du unter Entzug leidest? ;-)

Hatte ich. Ja. *gg

Leserfrage 15

Sandra: Schreibst du mit einem fertigen Plot oder bist du eher der Chaosschreiber?

Ich lasse die Geschichte entwickeln. Ich wusste nicht, was ich in der ›Der steinerne Garten‹ schreiben werde. Ehrlich nicht. Nur ziemlich grob und ich bin an einer ganz anderen Stelle raus gekommen, als ich dachte. Aber jetzt habe ich mir schon etwas mehr Gedanken gemacht …

Leserfrage 16

Minelle: Hast du schriftstellerische Vorbilder, egal aus welchem Genre?

Nein, gar nicht. Ich versuche, nach meinen Ansprüchen zu schreiben.

Leserfrage 17

Mimi: Hast du dich schon mal ernsthaft beim Skaten verletzt? Mal abgesehen von Schürfwunden. ^^

Gebrochen tatsächlich noch nie was. Aber eine Gehirnerschütterung schon des Öfteren. Sonst eher tatsächlich die typischen Schürfwunden. ^^

Leserfrage 18

Tat: Hast Du – für Dich – im Kopf schon das Ende von Teil 2 klar? (Keine Angst, ich frage nicht, wie es aussehen wird.)

Ja das habe ich. Es wird heller. Denke ich doch. Aber bei mir weiß man, glaube ich, nie. Pat sagt gerade, ich werde bestimmt doch wieder jemanden abmurksen. *lol* Aber ja. Tote wird es definitiv geben.

Leserfrage 19

Minelle: Was kann dich beim Schreiben am ehesten aus dem Konzept bringen?

Unangemeldeter Besuch von Menschen, die mir wichtig sind. Und mein Kind. Wenn sie was hat, dann kann ich nicht weiterschreiben. Naja und dann wenn die fucking Technik mal wieder nicht so will wie ich. Mein Prolog ist – warum auch immer – im Nirwana verschwunden. Das hat mich echt zurückgeworfen.

Leserfrage 20

Lena: Hast du schon mal gegen das Gesetz verstoßen (pff – warum frage ich eigentlich)? Kannst uns was davon erzählen?

Ähm ja habe ich … mehrfach. Aber ist lange her. Ich war früher als Tierrechtler überaus militant. Mehr sage ich nicht. Ah doch, ich betreibe sehr gerne nächtliche Ruhestörung gegenüber einem gewissen italienischem Freund. *lol

Leserfrage 21

Elke: Wie viel Überwindung hat es dich gekostet, deinen Roman zu veröffentlichen? Wie ging es dir, nachdem er veröffentlicht war?

Gar keine Überwindung. Und danach wusste ich gar nicht, was jetzt passiert. Ich war scheiße aufgeregt und habe einfach gewartet. Ich wusste nur nicht, worauf. Das macht das ganze umso verrückter. Diese Gruppen hier auf FB, dass die existieren, das wusste ich gar nicht. Ich hatte also null Plan, wie es danach eigentlich weitergeht und wie ich für das Buch werben soll.

Leserfrage 22

Gabriele: Wie gehst du mit Kritik um? Ist es dir wichtig, dass dir Leser ihre Meinung sagen, auch wenn sie vielleicht negativ ist?

Puhh … schwierig. Einem Perfektionisten zu sagen, dass er es versaut hat, ist fast tödlich für sein Ego. Ich muss da sehr dran arbeiten, das weiß ich – zumal ich selbst sehr hart in der Kritik bin. Aber deswegen schreibe ich auch keine Rezensionen. Ich weiß, wie das verletzen kann. Ich bin aber auch sehr verwöhnt worden, das weiß ich – ich hoffe, die Rezensionen, die ich erhalten habe, waren auch so gemeint (aber ich gehe da mal von aus, denn sie waren sehr fundiert) – aber wenn da doch mal eine konstruktive negative bei sein soll, werde ich nach einer Weile des Frustschiebens sicher schauen, was ich daraus lernen kann. Was ich nur eben überhaupt nicht abkann, sind Rezensionen von Menschen, die das Buch überhaupt gar nicht gelesen und es daher auch nicht verstanden haben. Ich kann nicht über etwas urteilen, was ich nicht verstanden habe und demgegenüber ich mich auch verschlossen habe, es zu verstehen.

Leserfrage 23

Lena: Was sind für dich die wichtigsten (Lebens-)Weisheiten, die du deinen Kindern auf den Weg geben möchtest?

Dass alles zu achten ist. Mensch, Natur, Tiere und auch die eigene Gesundheit. Behandle Dein Gegenüber so, wie Du selbst behandelt worden bist, und jegliche Veränderung fängt bei einem selbst an.

Leserfrage 24

Sandra: Der Charakter Riley, ist er dir ähnlich?

Ja, der ist mir in seinem Verhalten, seiner Verschlossenheit und Impulsivität zu 95 % ähnlich. Deswegen war es auch verrückt zu erleben, dass viele mich hier mögen, aber mit Riley ihre Schwierigkeiten haben. *g* Gut … ich bin sicherlich virtuell anders, als im RL …

Leserfrage 25

Gertraud: Ist das Schreiben dein Brotjob?

Nein, ich arbeite hauptberuflich als Therapeut in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis. Ich arbeite systemisch, beratend und in der Diagnostik.

Leserfrage 26

Andrea: Woran schreibst du aktuell, bzw. magst du darüber schon irgendetwas verraten? Falls die Frage bereits genannt wurde, bitte ignorieren.

Ich schreibe am zweiten Teil des ›steinernen Gartens‹. Er wird die Zweierreihe abschließen und ›Die Scherben seiner Seele‹ heißen. Nun, er wird ziemlich heftig werden. Ich werde in wenigen Wochen einen Trailer hochladen, ich denke, da werden sich alle erschrecken. *fg* Aber ich habe einen Heidenspaß!

Leserfrage 27

Nico: Wenn du Urlaub machst, wo geht es da hin? Und welche drei Dinge (nicht Personen) müssen unbedingt dabei sein?

Ich fahre nicht gerne in den Süden, obwohl ich die Sonne gern habe, aber ich friere selten. Mir wird zu schnell warm. In warmen Ländern gehe ich daher zumindest in den Sommermonaten ein wie eine Pflanze, die nicht gegossen wird. ^^ Ich mag GB, die Niederlande, Belgien … den Norden … Drei Dinge … hmm … Ich trage eigentlich immer eine Cap, ich brauche mein Rollbrett und ja ich könnte nicht ohne Bananen mit NN-Creme – echt nicht.

Leserfrage 28

Gertraud: In welchem Land würdest du gerne mal Urlaub machen oder bleibst du lieber zu Hause?

Ich würde gerne mal nach Skandinavien. Obwohl ich teils finnischer Abstammung bin, war ich tatsächlich noch nie dort. Und in die USA würde ich auch gerne – aber ich fliege nicht gerne.

Leserfrage 29

Kaiden: Huhu, bin im Stress und lese das Interview später nach, aber wird mal trotzdem zwei Fragen hier abladen. Hoffe, die kamen noch nicht. 1. Kannst du dir vorstellen, auch in anderen Ausrichtungen (z.B. Fantasy) zu schreiben? 2. Woraus beziehst du deine Inspiration?

Ich glaube die zweite Frage hatten wir schon ähnlich. ^^ Zu 1: Ich kann kein Fantasy schreiben. Alles, was mir einfällt, gibt es bereits und ich bin auch nicht so der Fantast. Ich bin da wohl voll der Honk *lol, ich brauche die nackte Realität.

Leserfrage 30

Mimi: Lebst du als einziger vegan oder sind noch mehr Menschen in deinem Umfeld Veganer? :)

Wenn man so lange vegan lebt wie ich, dann besteht der Großteil des Freundeskreises denke ich aus Leuten, die zumindest Vegetarier sind. ^^ Da sind tatsächlich nur noch sehr wenige Fleischesser bei. Sind eher die, die aus der Skater-Ecke kommen, wenn ich es recht überlege …

Leserfrage 31

Lena: Was findest du an dir besonders schön?

An MIR? Ähm. Ich mag meine Haare. Und meine Arme. Man munkelt allerdings auch ständig was von meinen Augen.

Leserfrage 32

Elke: Du hast geschrieben, du warst unvorbereitet, nachdem dein Buch erschienen ist. Welchen Rat würdest du einem Newcomer geben, worauf er zu achten hat?

Unbedingt umgehend mit der Promotion beginnen. Sich informieren, was man tun kann, Blogger anschreiben, die einen guten Ruf und auch einen Internet-Auftritt haben. FB ist nicht alles. Eine HP sollte man haben, damit die, die kein FB haben auch auf dem laufendem gehalten werden können und ja – auf FB eine Autorenseite anlegen, die pflegen und aktuell halten. Sich eben immer wieder was einfallen lassen, egal wie lang es noch bis zum nächsten Projekt dauert. Ferner ist es tatsächlich ratsam, eine gewisse Professionalität walten zu lassen. Habe ich nicht gemacht. Und bin damit übel hingefallen in meiner Naivität.

Leserfrage 33

Mimi: Gibt es noch andere Laster außer Bananen mit Schokocreme und Sprühsahne? :p Also … Bier, Kippen, anderer Süßkram, sowas in der Art.

Ähm … ja Bier geht so, ich kiffe manchmal (obwohl ich Nichtraucher bin – ehrlich jetzt) und … ist Sex ein Laster? Nee, ne? Oder? Hm.

Leserfrage 34

Gertraud: Du skatest. Welche Sportarten magst du sonst noch?

Ich laufe und fahre Rad. Ich mag auch BMX-Sport und Snowboarden – obwohl ich Schnee hasse. Wirklich, ich hasse ihn. Snowboarden tue ich daher sehr, sehr, sehr selten.

Leserfrage 35

Tat: Trinkst Du lieber Wein oder Bier? Oder gar nichts von Beidem? Anbei mal ein kleiner Gruß an Pat, der brav neben Dir sitzt. ;) :)

Thx, ja das tut er. ^^ Sehr brav ist er. Ich bevorzuge Bier, wenn ich mich entscheiden müsste.

Leserfrage 36

Sandra: Hast Du schon mal überlegt, ob es was für Dich wäre, auch in einer Kooperation mit einem anderen Autor zusammen zu schreiben?

Ja, da habe ich tatsächlich drüber nachgedacht, aber ich glaube ich wäre unausstehlich. Ich würde über alles bestimmen wollen. Meine Tochter ist da ähnlich. Wenn sie spielt, sagt sie ihrem Spielpartner immer: „Und Du würdest wohl jetzt sagen …“ Ich bin da zu speziell, penibel und ich bin auch sehr eigen in meinem Schreibstil.

Leserfrage 37

Gertraud: Was ist dein Lieblingsessen?

Ich mag es italienisch. Und ich mag Salate. Und ja … wie viele hier bereits wissen unreife Bananen mit NN-Creme. Ich liebe pflanzlichen Joghurt. ^^

Leserfrage 38

Minelle: Dein Buch als Hörbuch? Wäre das ein Wunsch von dir?

Ja, das wäre wirklich ein sehr, sehr großer Wunsch von mir.

Leserfrage 39

Tat: Arbeitest Du auch mit einer Beta-Lesergruppe, so wie viele andere Autoren?

Nein, der Input wäre zu viel für mich. Ich wollte zuerst niemanden daran teilhaben lassen, gerade weil ich da echt zickig bin. Aber ich habe jemanden gefunden, der mir wirklich Gold wert ist. Und sie wird mit ihrer Arbeit meinem Verleger eine Menge Arbeit abnehmen (der auch sehr streng und direkt ist …), so dass ich es hoffentlich schaffen werde, das Buch zum geplanten Release fertig zu haben.

Leserfrage 40

Simone: Woher kommt dein Hang, deine armen LeserInnen zu quälen? Und ich erwarte keine todernste Antwort auf diese Frage.

Ich gehe wohl einfach davon aus, dass sie den süßen Schmerz des Dramas genauso sehr lieben wie ich. ^^

Leserfrage 41

Larillya: Hallo, hast du immer was zum Aufschreiben bei dir? Oder wie kann ich mir das vorstellen? Nimmst du dir eine Stunde am Abend dafür frei? Oder schleppst du ein Notizbuch oder einen Laptop mit dir herum, damit die Ideen, die plötzlich in deinem Kopf zu einem Protagonisten herumhüpfen, sofort gebannt werden können?!

Nein, kein Block. Es ist tatsächlich alles in meinem Kopf. Ich schreibe manchmal Dialoge auf, aber das sind eher große Stützen, ich halte mich selten daran, wenn ich dann an der besagten Stelle bin. Dann lass ich es nur noch aus den Finger fließen. Ich bin eher ein Werkzeug meiner Phantasie. Ich schreibe, was ich sehe und fühle. Ich lenke es selten. Wenn ich das tue, stecke ich fest und brauche länger.

Leserfrage 42

Joyce: Gibt es bei dir viel Recherche? Immerhin spielt deine Geschichte ja nicht um die Ecke, sondern in England und auch die Drogenproblematik ist nicht ohne.

Ja, wenn es notwendig ist, recherchiere ich selbstverständlich. Ich mag es absolut nicht, wenn etwas nicht authentisch ist. Das ist für mich extrem wichtig. Es muss einfach passen und stimmen und nachvollziehbar sein. Allerdings habe ich die Hälfte meiner Kindheit in England verbracht und mit Drogen habe ich … auch so meine gewissen Erfahrungen gesammelt.

Leserfrage 43

Gertraud: Wie kommst du zu deinem Arbeitsplatz: Auto, Bahn, Rad, Skatebord oder zu Fuß?

Ich fahre mit dem Auto, oder besser: ich habe einen Van.

Leserfrage 44

Sandra: Dass Du einen Mann an Deiner Seite hast, weiß deine Kurze ja. Weiß sie auch, in welchem Bereich Du Deine Bücher schreibst? Oder weiß sie nur, dass Du schreibst?

Ja, sie weiß es. Da sie in einer Regenbogenfamilie aufwächst, ist es aber nichts Besonderes für sie.

Leserfrage 45

Mimi: Hast du schon mal was echt Peinliches gemacht? Lass alles raus, wir sind ja unter uns.

Jo, ich bin mal nackt geskatet. *fg

Leserfrage 46

Joyce: Bislang hast du ja nur eine Geschichte veröffentlicht, Band 2 in Arbeit. Aber hast du noch mehr Ideen in der Schublade, so dass wir auch nach Band 2 auf etwas Neues fiebern können?

Ja habe ich. Was mit einem bipolarem Charakter und was Teilautobiografisches habe ich noch in Planung. S.o.

Leserfrage 47

Sandra: Wo bist, oder bei was bist du völlig talentfrei?

Technik. Kann ich nicht. Ich kann es einfach echt und wirklich nicht. Ich bin der totale Honk in so etwas. *g* Aber ich habe ja einige talentierte Kerle um mich herum. *lol*

Leserfrage 48

Joyce: Der steinerne Garten ist ja bei einem Verlag unter gekommen. Wolltest du grundsätzlich lieber bei einem Verlag sein statt Self Publishing? Gab es viele Absagen oder wolltest du bei diesem Verlag unterkommen?

Ja, ich wollte zwingend zu einem Verlag. Leider schreiben alle Gay-Verlage nach meiner Recherche aber ein HE vor. Ich mag es nicht, wenn man mir das Ende vorschreibt. Vor Allem, wenn mein Stil ist, dass ich mich selbst treiben lasse und nicht weiß, wo ich „rauskomme“. Mein Verlag ist tatsächlich ein BoD Verlag. Aber da der Verleger mein Freund ist, habe ich absolut andere Konditionen, die mit den anderen Autoren dort nicht zu vergleichen sind. Ich habe mir den Verlag einfach zu Nutzen gemacht. ^^

Leserfrage 49

Joyce: Nach all dem Drama, über das du schreibst, wie erlebst du danach Friede, Freude, Eierkuchen für dein persönliches Gleichgewicht? Kuschelzeit daheim oder lieber eine Tasse Tee, Spaziergang oder oder oder? Wie erdest du dich wieder? :)

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Board die Fähigkeit besitzt, mich von vielen – auch von Dingen im RL – wieder runterzuholen. Und ja, dann eben auch Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. Ich muss aber sagen, dass mich das, was ich schreibe, nicht so stark aus dem Gleichgewicht bringt. Ich lebe darin, ich schreibe unentwegt in meinen Gedanken. Sehr viel schwieriger wird es werden, wenn es an das teilautobiografische Werk gehen wird.

Leserfrage 50

Joyce: Wie lange hast du überlegt, dein Geschreibsel zu veröffentlichen, ehe du wirklich den Schritt gewagt hast und veröffentlichen wolltest? ^^

Gar nicht überlegt, ich hab es direkt gemacht. Muss aber auch sagen, dass ich froh bin, es erst jetzt gemacht zu haben. Ich habe noch ein Manuskript hier, das wollte ich bereits in den 90ern gerne veröffentlichen. Mann … gut dass ich da geknebelt wurde.

Leserfrage 51

Joyce: Hast du ein Traum-Reiseziel? Hast du es dir vielleicht sogar schon erfüllt?

Hm, ja USA. Aber das wird ein Traum bleiben. ^^

Leserfrage 52

Gabriele: Wie ist deine Zusammenarbeit mit deinem Lektor? Gibt es oft Auseinandersetzungen? Bist du ein pflegeleichter Autor oder eher nicht? (Was ich vermuten würde.)

Ich ähm … es geht so … doch, ich lasse mir schon was sagen. Ich bocke dann kurz auf und diskutiere, aber ich bin auch dankbar, wenn ich verstehen kann, dass es so nicht geht. Ich lasse mich dann auch gerne lenken und nehme die Ratschläge an. Aber ich ärgere mich massiv über mich selbst – weniger über meinen Lektor.

Leserfrage 53

Joyce: Warst du schon auf Messen? In Berlin habe ich dich zumindest nicht gesehen. :( Steht es bei dir auf dem Plan, mal Messen zu besuchen und Fans zu treffen, oder bist du eher fern davon und magst deine Ruhe?

Nein, war ich nicht und ich weiß auch, dass das nicht meins ist. Ich mag keine Aufmerksamkeit im RL, ich mag es nicht „herumzustehen“, ich würde mich tatsächlich auch schnell langweilen, aber ich wäre auch heillos überfordert. Ich bin dankbar, wenn mir andere Autoren anbieten, meine Bücher mit auf den Tisch zu legen, aber erwarten kann ich das natürlich nicht. Wenn ich auf Messen verkaufen möchte, müsste ich schon selbst ran. Keine Frage. Aber ich brauche auch eine gewisse Distanz.

Leserfrage 54

Joyce: Mäuse fängt man mit Speck, mit was fängt man dich? :D

Sex und Schlagsahne.

Leserfrage 55

Joyce: Die Zeit rennt … Tee oder Kaffee?

Kaffee nur mit einer Menge pflanzlicher Milch. Sonst mag ich gar keinen Kaffee. Aber Tee ist auch nicht mehr der Brenner. Hm … Kakao mag ich … Schokolaaaade. *gg

Leserfrage 56

Sandra: Hast du einen Lieblingswitz/Anti-Witz? (z.B. Was haben ein Elefant und eine Aubergine gemeinsam? Beide sind lila, nur der Elefant nicht.) Wenn ja welchen?

Oh ich bin ein schlechter Witze-Erzähler, ich behalte auch keine. Aber gut – einen von meiner Tochter: Was ist weiß und versteckt sich hinter einem Baum?

Schüchterne Milch.

Leserfrage 57

Joyce: Was hat dich am meisten überrascht oder besonders berührt, nachdem dein Werk draußen war? Womit hattest du vielleicht nicht gerechnet?

Die Rückmeldungen, die Rezensionen, die Gespräche. Die ganzen Reaktionen, es war und ist der absolute Wahnsinn und ich bin so sehr so dankbar für dieses überwältigende Feedback.

Leserfrage 58

Sandra: Geburtstagskuchen selber backen oder kaufen?

Da ich vegan lebe, backe ich tatsächlich selber. ^^

Leserfrage 59

Gabriele: Du schreibst keine Rezensionen, was ich aus verschiedenen Gründen gut verstehe, aber teilst du Autor*innen, die du kennst, deine Meinung auf andere Weise mit?

Ich scheue mich da schon etwas, weil ich nicht überheblich klingen möchte. Ich möchte einfach nicht, dass der andere das Gefühl bekommt, dass ich mich für etwas Besseres halte. das ist wirklich schwierig. Aber wenn mir jemand wichtig ist, dann versuche ich schon mit ihm zu reden und bestmöglich meine Kritik zu transportieren und zu erklären.

Leserfrage 60

Joyce: Was isst du gerne und was absolut gar nicht?

S.o. ^^ Und ich esse keine tierischen Produkte. Niemals mehr. Aber ich mag auch keine rote Beete, Rotkohl, Steckrüben, schwarze Bohnen …

Leserfrage 61

Sandra: Bist du froh, dieses Interview hinter dir zu haben?

Na was soll ich sagen, es ist halb acht, ne? ^^

Leserfrage 62

Joyce: Welche Jahreszeit ist deine liebste?

Der Frühling. Sommer ist mir zu heiß, im Herbst kann ich oft nicht skaten und im Winter ist der mir sehr verhasste Schnee zu nahe.

Leserfrage 63

Joyce: Was erhoffst du dir in Zukunft als Autor?

Das meine Geschichten weiterhin gelesen werden und verstanden wird, was ich mit ihnen sagen möchte. Und natürlich würde mich es mich auch stolz machen, weiterhin diese Wertschätzung zu erfahren.

Leserfrage 64

Tat: Hast Du einen Fernseher zu Hause?

Ja, zwei. Aber nie an. Meine Tochter darf nicht fernsehen.

Leserfrage 65

Joyce: Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Mich auf den fünften Geburtstag meines zweiten Kindes vorbereiten. ^^ Nein, weiß nicht, keine Ahnung. Ich konnte schon in Vorstellungsgesprächen nie was dazu sagen. Ich hoffe, man wird mich dann einfach noch mögen.

Leserfrage 66

Tat: Welche ist Deine Lieblingsstadt in Deutschland? :)

Leipzig.

Schlusswort

Ja, uhh wooow, danke für Euer großes Interesse. Ich bin jetzt stark am schwitzen. *lol* Es war echt cool, thx a lot! XXX

Leser interviewen – Jayden V. Reeves