Interview vom 11. März mit E. E. Healing. Das Interview fand in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ statt, guckt gerne sonntags zwischen 18.00 – 19.00 vorbei, wenn ihr selber mal Fragen stellen möchtet.

Ela findet ihr auf ihrer Internetseite.

Das Interview

Autorenvorstellung

Oh, wow, schon die erste Frage. Dabei hab ich mich noch gar nicht vorgestellt. :D

Dann bring ich bloß mal noch meine Homepage an den Start: http://www.e-e-healing.com/.

Leserfrage 1

Nico: Huhu Ina. Gab es schon mal ein Thema, über das du gerne schreiben würdest, dich aber noch nicht getraut hast?

Uff, schwierig. Ja, schon. Im Moment ist es BDSM, weil ich Angst habe, in die gängigen Klischees abzurutschen, obwohl ich das absolut nicht will.

Elke: Was sind für dich gängige Klischees?

Na ja, wo soll ich da anfangen? Man braucht sich ja nur diesem großen 3-Teiler ansehen, der im Kino so erfolgreich war.

Leserfrage 2

Elke: Auch von mir einen schönen Abend. :-) Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ein Freund gab mir ein Stück seines damals aktuellen Werkes zum Betalesen und dann dachte ich „wenn er das kann, warum versuch ich es dann nicht auch?“ … danach folgten drei Jahre, in denen ich auf fanfiktion meine erste Schritte ging, und die Resonanz war unglaublich.

Leserfrage 3

Elke: Hast du schon einmal eine Geschichte abgebrochen und nicht weiter geschrieben?

Oh ja, nicht nur eine. Ich bin dann selbst immer traurig darüber, aber das ist wohl typisch „Zwilling“. Viele neue Projekte am Start und dann mittendrin ein neues beginnen, weil der Kopf das anders nicht zulässt.

Leserfrage 4

Heiko: Hi Ina. Wie sieht für dich der perfekte Schreibtag aus?

Ein Tag, an dem ich weiß, dass ich am nächsten Morgen ausschlafen kann, denn ich bin abends am kreativsten, und dann eine volle Kanne frischer Kaffee. Ruhe und Musik, die zum Ambiente der Stelle / Geschichte passt, die ich gerade schreibe.

Leserfrage 5

Mieko: Was brauchst du unbedingt, um schreiben zu können?

Kaffee, eindeutig! :D

Elke: Also kein Kaffee, keine Geschichte? ;-)

So in etwa sieht es aus.

Leserfrage 6

Chrissy: Welches ist dein Lieblingsbuch von deinen eigenen und warum?

„Feindesland“, mein Herzblutroman. Viele sagten mir „es ist Drama, das verkauft sich nicht, lass es bleiben!“, aber ich wollte und musste die Geschichte um Arne und Jurij aus einem inneren Bedürfnis heraus einfach erzählen. Es ist für mich eine Geschichte, die irgendwie … groß(?) … ist. Ich habe von der ersten Recherche bis zur Veröffentlichung etwa zwei Jahre mit ihnen verbracht und so oft dabei geheult wie bei keinem anderen. Wie sagte zuletzt ein Leser darüber? „Eine Geschichte von Liebe getragen.“

Heiko: Es sollte mehr Herzblutromane geben.

Das stimmt. Dennoch liegen mir auch die anderen großen und kleines Projekte sehr am Herzen.

Leserfrage 7

Nico: Welches deiner Bücher würdest du mir am ehesten ans Herz legen?

Das kommt darauf an, auf was du Bock hast. Ich habe kein richtig spezielles Sub-Genre. Am ehesten aber wohl „Santa Claus in Love“, das ist für viele der Einstieg.

Leserfrage 8

Sandra: Planst du oder schreibst du einfach darauf los?

Mal so, mal so. Aber zu 75% kommt spontan eine Idee und dann schreibe ich los. Ich habe oft eine Szene aus der Mitte im Kopf und überlege dann vorwärts und rückwärts.

Heiko: Kenne ich. Ist bisweilen aber anstrengend, oder?

Oh ja, das ist es. Wenn du dann überlegen musst, wie es mal zu dieser Szene kam, dann ist das nicht einfach.

Leserfrage 9

Heiko: Was ist dein liebstes Gay-Genre? Gibt es da einen Unterschied zwischen Ina und E. E.?

Uff … Mein liebstes Gay-Genre? Man sagte mir mal, ich wäre die „Queen of Fluff“. Soll heißen, ich kann ziemlich gut zuckersüß, aber eigentlich mag ich Drama und Härte mehr, wenn ich schreibe. Ja, E. E. ist etwas flippiger, aber eigentlich gibt es kaum Unterschiede.

Leserfrage 10

Sandra: Mit was kann man dir eine Freude machen?

Wenn ich lese, dass ich mit meinen Geschichten jemanden glücklich gemacht habe. Ich denke nämlich immer, ich hab’s nicht drauf.

Sandra: Nicht negativ denken. Habe dein letztes Buch mit den drei Kurzgeschichten gelesen. War echt gut, danke. Aber ich verstehe dich, positives Feedback ist natürlich sehr wichtig.

Ohne positives Feedback würde ich mich eingraben und nur noch im stillen Kämmerlein schreiben.

Leserfrage 11

Elke: Hast du ein Ziel als Autorin, wo du in zehn Jahren sein willst?

Famous. ;) Nein, ich hoffe einfach, ich bin noch dabei, besser und schaffe es nach wie vor, meine Leserschaft zu begeistern.

Leserfrage 12

Sandra: Nimmst du dir täglich Zeit zum schreiben? Ist das überhaupt möglich, mit Kind, Beruf etc.?

Es kommt ganz drauf an, wie meine Muse will. Manchmal schreibe ich fast den ganzen Tag, dann schaffe ich es tagelang nicht, ein Wort zu Papier zu bringen, obwohl der Kopf voll ist. Und dann habe ich mal so einen Flash, dass ich in zwei Stunden so viel tippe wie an anderen Tagen in acht. Aber ja, es ist schwierig, durch die Schichten regelmäßig dazu zu kommen.

Leserfrage 13

Andrea: Auf welches Buch dürfen wir uns als nächstes freuen?

Eigentlich sollte es Julius sein, aber der liegt momentan auf Eis. Dafür hat mir Kira Yakuza ja zuletzt ein paar tolle Typen skizziert, da bin ich momentan drüber. Und noch was ganz Geheimes.

Heiko: Geheim klingt gut. Erzähl!

Eine Frage wurde gestellt, die dazu passt. ;) Nun kannst du gern raten, welche das war.

Leserfrage 14

Andrea: Kannst du dir auch vorstellen, eine ganze Serie zu schreiben? (Zweiteiler gelten nicht.)

Zählt die Idee 3×3 Bücher in einer Welt zu schreiben?

Sandra: Ist das in Planung?

Ja, schon eine ganze Weile. Ich habe ja vor einiger Zeit drei Cover zu den „Gijata“ vorgestellt, das wäre theoretisch Band 7-9, nach den Elben und noch einer Rasse.

Leserfrage 15

Elke: Kannst du dir vorstellen, mit einem Kollegen / einer Kollegin ein Gemeinschaftsprojekt zu schreiben?

Auf jeden Fall, auch wenn ich nicht so richtig weiß, wie. Ich bin ein ziemlicher „Einzelkämpfer“. ;)

Leserfrage 16

Andrea: Ich liebe DiG. Hast du noch etwas in Planung, bei dem mindestens eine der Figuren nicht dem allgemeinen Schönheitsideal entspricht?

Ja, habe ich. Bei Phantastische Verführer ist ja auch Duncan ein Pummel, auch wenn das nur kurz angerissen ist, Tamwyn ist taub und mein kleiner Feuerfee eher dürr. Aber ja, ich will wieder ein größeres Buch schreiben.

Leserfrage 17

Sandra: Was sin deine drei positivsten Eigenschaften, welche drei negativsten?

Man sagt, ich kann gut zuhören, bin lieb und fast immer positiv; aber ich bin auch ein sehr großer Chaot, schnell ablenkbar und verzettel mich.

Leserfrage 18

Chrissy: Was können wir als nächstes von dir erwarten?

Ein Buch über einen Frettchenwandler.

Leserfrage 19

Elke: Dir kommt ein Bunny über den Weg gehüpft, das gaaanz aufdringlich ist, aber du bist gerade mit einer anderen Geschichte beschäftigt. Was machst du?

Zumindest eine Notiz hinterlassen, was es war und was es will. Da reicht manchmal schon ein Arbeitstitel, um die Idee dann wieder hochzuholen. Aber in aller Regel schreibe ich zumindest die Szene nieder, die rumhüpft.

Leserfrage 20

Noctis: Was ist eigentlich aus Meeko geworden?

Der wartet brav, weil er soooooo geduldig ist. ;) Nein, im Ernst. Je weiter ich darüber nachdenke, um so mehr Angst habe ich davor, das Projekt auf die Beine zu stellen.

Noctis: Warum denn?

Weil ich den Plot ausarbeitete, bevor ich so viel wusste, wie ich jetzt weiß. Den Plot umarbeiten macht ihn aber scheiße. *sry für die harten Worte*

Noctis: Alles gut. :) Ok, das verstehe ich. Mach einfach das, was du für richtig hältst. :)

Ich werde es sicher im Laufe der Zeit schreiben, und dann werde ich es betalesen lassen und dann entscheiden, ob ich es veröffentliche oder ob es zu weit geht.

Leserfrage 21

Sandra: Eine persönliche Frage. Marvel oder DC?

Tolkien.

Sandra: Naja, will ich mal gelten lassen.

*Schweiß von der Stirn wisch* Ich kann dir nicht sagen, wer in welchem Universum lebt. Das ist nicht meine Welt, aber schmettere mir einen Satz aus HDR oder dem Hobbit und ich sage, welche Szene. ;)

Leserfrage 22

Ariane: Gerade noch dazu geschafft! Gibt es ein Thema, an welches du dich nie wagen wollen würdest? Falls ja, warum?

Hmm … Alles, was ins Klo gehört oder auch, wenn es um einen extremen Fetisch geht. Das wäre schwierig, mich hineinzuversetzen.

Leserfrage 23

Chrissy: Können wir dich auf einer der Messen dieses Jahr erleben?

Leider nein. Zur LBM kann ich nun doch nicht kommen, die Buchberlin scheidet aus wegen Geburtstag, und Frankfurt war, glaub ich, schon. Außerdem wäre ich eh „nur“ Besucherin. Ein Stand ist definitiv außerhalb meiner Möglichkeiten.

Leserfrage 24

Sandra: Schon mal echt unschöne Kritik bekommen?

Ja, bei fast jedem Buch. Musst nur auf Amazon mal die 1*-Rezensionen lesen. Ob die wirklich immer so gerechtfertigt sind? Weiß nicht. Aber was soll man dazu sagen? Oft sind es auch einfach Trolle.

Leserfrage 25

Nicole: Was möchtest du unbedingt noch schreiben?

Eigentlich alles, an dem ich gerade arbeite. Aber auf jeden Fall mein 3×3 mit den verschieden Rassen.

Leserfrage 26

Nicole: Kann man dich mit Süßem glücklich machen?

Klar, ich liebe Schokolade. <3 

Leserfrage 27

Nicole: Hörst du spezielle Musik zu bestimmten Projekten oder verbindest du sogar einzelne Lieder mit Geschichten/Szenen?

Mit „Feindesland“, also dem ganzen Buch, verbinde ich zwei Lieder und mit „Santa Claus in Love“ auch eines.

Leserfrage 28

Sandra: Wie war dein Interview? Wie fandest du es?

Sehr interessant! Und hat mich hier und da echt zum Überlegen gebracht.

Leserfrage 29

Nicole: Gibt es etwas, was du auf keinen Fall schreiben würdest?

Extremen Fetisch, alles, was ins Klo gehört.

Schlusswort

Vielen, lieben Dank für diese einmalige Chance. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick geben. :D

Leser interviewen – E. E. Healing