Interview vom 06. Mai mit Aileana Blair. Das Interview fand in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ statt, guckt gerne sonntags zwischen 18.00 – 19.00 vorbei, wenn ihr selber mal Fragen stellen möchtet.

Aileana findet ihr auf ihrem Bookrix-Profil.

Das Interview

Autorenvorstellung

Hallöchen ihr Lieben, ich bin Anja, Hobby-Autorin, und schreibe unter dem Pseudonym Aileana Blair vorwiegend zeitgenössische sowie historische M/M Romance. 2012 habe ich Bookrix für mich entdeckt und seitdem gibt es meine Storys dort zu lesen. Außerdem bin ich noch stolze Mutter eines 11-Jährigen Sohnes. 

2003 wurde bei mir MS diagnostiziert, seitdem lebe ich mit dieser Krankheit und versuche, noch so lange wie möglich fit zu bleiben, gerade auch für und wegen meines Söhnchens. Darum versuche ich immer wieder, auf diese neurologische Krankheit aufmerksam zu machen, denn es betrifft mittlerweile immer mehr und vor allem auch immer jüngere Menschen. In der Forschung muss noch viel mehr getan werden, um endlich wirksame und vor allem nebenwirkungsarme Medikamente zu finden. Vielleicht sogar eines Tages die Krankheit zu heilen oder zumindest aufhalten zu können.

Im Moment arbeite ich an keinem spezifischen Projekt, plane aber gerade eine neue historische Geschichte, lasse mir aber genug Zeit damit, da es ein kompliziertes Thema ist. Außerdem plane ich eine Geschichte mit meinem Kommissar Gross aus „Schmelzpunkt“, einer Kurzgeschichte, welche im Frühjahrsband der Homo-Schmuddel-Nudeln zugunsten eines guten Zwecks erschienen war. Zurzeit schreibe ich also eigentlich nur an meiner Fanfiktion – als Spaßprojekt – und helfe einer ganz lieben Autorenkollegin beim Korrigieren ihres bald erscheinenden Buches.

So, das war erst mal meine Vorstellung. Ich freue mich riesig, heute hier sein zu können. Jetzt könnt ihr mich gerne mit Fragen löchern, ich werde versuchen, jede davon zu beantworten. 

Leserfrage 1

Elke: Hallo Anja. Über was schreibst du am liebsten?

Hallo Elke, am liebsten Historisches und alles, was mir sonst so unter den Nägeln brennt. ;) M/M Romance zeitgenössisch und historisch also.

Leserfrage 2

Kristina: Alle deine Geschichten zusammen betrachtet: Welche hat dir am meisten Spaß gemacht oder ist aus anderen Gründen ein persönlicher Liebling von dir?

„The Limits of Love“ ist mein persönlicher Liebling von meinen Geschichten. Sie war gar nicht geplant und eigentlich nur ein Experiment, dann hat sie mich aber so gepackt. Jetzt bin ich stolz drauf, dass ich so eine schöne Geschichte hinbekommen habe. :D

Leserfrage 3

Chrissy: Historisch klingt guuuut. Kannst du was zur Zeit und zum Plot verraten?l

Ja, es spielt in der Zeit kurz vor dem amerikanischen Bürgerkrieg und behandelt Sklaverei. Heikles Thema, aber es juckt mich in den Fingern, es zu schreiben. Also wage ich es wohl. :D

Leserfrage 4

Elke: Welchen Stellenwert haben Gedichte bei dir?

Gedichte schreibe ich gar keine mehr, aber ich mag sie ganz gerne. Rimbaut ist einer meiner Lieblingsdichter.

Elke: Du hast so tolle, schade.

Vielleicht schreibe ich ja mal wieder eins oder zwei … ;)

Leserfrage 5

Ramona: Mir gefällt dein Schreibstil sehr. Und besonderes Gefallen habe ich an „Bloodmoon Bayou“ gefunden. Ich weiß, gute Recherche ist alles. Aber hast du neben der Recherche noch einen besonderen Bezug zu den Südstaaten? Es hat für mich alles so „nah dran“ gewirkt.

Ich liebe die amerikanischen Südstaaten, früher kannte ich mal einige Leutchen aus SC und LA, hier waren ja viele Amerikaner stationiert. Da habe ich einiges an Lebensart und allem mitbekommen. Hat sich bei mir anscheinend verinnerlicht. ;) Leider hat es bis jetzt noch nicht zu einer Reise dorthin ergeben. LEIDER.

Leserfrage 6

Kristina: Wann arbeitest du an deinem Krimi weiter? :D

Er ist für dieses Jahr in Planung. Aber um einen Kriminalfall zu konstruieren, brauche ich wohl etwas Zeit. Ich bin nicht so der kriminelle Typ. :D

Leserfrage 7

Chrissy: Wie kommst du auf deine Themen?

Verschieden. Am meisten inspiriert mich Musik. Aber auch einfach Dinge, die mich gedanklich beschäftigen, Themen, die mir am Herzen liegen. All sowas. Manchmal nur ein Wort oder ein Bild und meine Phantasie spielt verrückt. Dann muss ich sie in geordnete Bahnen lenken … :)

Leserfrage 8

Kristina: Da wir gerade gemütlich auf der Terrasse sitzen und grillen: Was muss bei dir unbedingt auf den Grill? :D

Ein leckeres Schwenksteak!! :D

Leserfrage 9

Monika: Lieber Kaffee oder Tee zum schreiben? Oder auch lieber nix, damit du nichts über die Tastatur kippst?

LOL. Ja, ich passe immer auf wie ein Luchs deswegen. Mmm. Morgens Kaffee, tagsüber evtl. auch noch eine Tasse Latte. Abends lieber Tee. ;)

Leserfrage 10

Elke: Wie sieht dein optimaler Schreibtag aus?

Optimal? Dass die Muse mich knutscht und ich ein oder zwei Kapitel einfach runterschreiben kann, ohne Unterbrechung oder irgendetwas. Manchmal klappt das ja auch, dann flutscht es nur. Manchmal leider nicht. ;)

Leserfrage 11

Chrissy: Gibt es ein Thema, über das du nicht schreiben könntest/möchtest?

Ja, Vergewaltigung, alles was mit Gewalt an Kindern zu tun hat. Nekrophilie. Mit solchen Dingen kann ich gar nichts anfangen.

Leserfrage 12

Elke: Wie bringst du Schreiben und Familie unter einen Hut?

Eine Frage der Organisation. ;) Es geht schon irgendwie. Ich teile es mir ein. Schreiben sollte nicht in Stress ausarten.

Leserfrage 13

Ramona: Gibt es Gründe, warum du einige deiner Geschichten über Bookrix veröffentlichst, aber du kein „Buch“, das z.B. über Amazon zu beziehen wäre, daraus machst? Oder hast du keine Lust auf das „ganze Drumherum“?

Einige meiner Storys gibt es ja bei Amazon. „Suddenly You“ habe ich jetzt zum Pseudo-Verkauf eingestellt. ;) Ja, ich sollte mich mal mit Createspace auseinander setzen. Ein Print wäre mal nicht schlecht.

Leserfrage 14

Monika: Bist du eine Dramaqueen oder darf’s auch mal Fluff sein?

Eigentlich bin ich eine Dramaqueen, aber ich schreibe auch mal Fluff. Nur zu fluffig sollte es dann auch nicht sein. Nur rosa Wölkchen nerven mich einfach. :D

Leserfrage 15

Kristina: Recherche ja oder nein und wenn ja, wie viel? :D Bezogen auf die Bücher natürlich. :D

Oh, bei bestimmten Themen wie z. B: dem Voodoo bei Bloodmoon Bayou, habe ich seeeeehr viel recherchiert. Also das kommt ganz auf das Thema an. Bei Feenblut musste ich auch sehr viel recherchieren und bei historischen Storys sollte man wirklich jede Kleinigkeit recherchieren. Da ist mir nämlich ein Faux Pas passiert, den ich erst viel später bemerkt habe: Der Eiffelturm existierte zu dieser Zeit noch gar nicht. :D

Kristina: Oha. Wer hat dich darauf aufmerksam gemacht (oder ist es dir noch selbst aufgefallen) und hast du es danach noch mal geändert?

Ich bin von selbst drauf gekommen, als ich eine weitere Geschichte über meine Vampire geschrieben hatte, die ja komplett in Paris spielt. Ich googelte also Eiffelturm und las, dass dieser erst im Rahmen der Weltausstellung gegen Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. 1880 oder so … hihi. Plötzlich fiel es mir siedend heiß ein, dass Limits of Love viel früher spielt, und da musste ich noch mal ran und ausbessern. :D

Leserfrage 16

Monika: Lieber Süßes oder Saures zum Snacken?

Süßes und manchmal auch deftig – salzig. :)

Leserfrage 17

Ramona: WENN DU NICHT DARAUF ANTWORTEN MAGST, IST DAS VÖLLIG IN ORDNUNG: Wie lange lebst du bereits mit der Diagnose MS? Und beeinflusst sie dich sehr in deinem (Schreib-)Alltag?

Wie gesagt, seit 2003 habe ich die Diagnose, 15 Jahre schon. Bis jetzt habe ich nur minimale Einschränkungen, beim Schreiben behindert sie mich bis jetzt noch nicht. Ich muss nur mit meinen Kräften haushalten, wenn ich merke, dass ich jetzt eine Ruhepause brauche, dann sollte ich da auf meinen Körper hören. ;)

Leserfrage 18

Shan: Hast du eine Strategie, wenn deine Muse mal abspenstig wird, die wieder mit an Bord zu holen? Und wenn ja, welche ist das? :)

Hallo Shan. :* Ja ich habe eine Strategie, die mal mehr mal weniger funktioniert: Einfach nicht stressen und auf Teufel komm raus irgendetwas schreiben. Das Beste ist, Abstand nehmen. Was anderes machen. Selbst wenn es mal ein paar Tage dauert, irgendwann kommt die Muse von selbst wieder. Der Kopf beschäftigt sich nämlich trotzdem damit. Banale Dinge wie Bus fahren oder Haushalt erledigen sind auch sehr hilfreich. :D

Leserfrage 19

Kristina: Wer ist dein größter Kritiker und wer dein größter Bewunderer?

Oje, da fragst mich was … ich habe keine Ahnung. Die Heike Weiß, die sagt mir manchmal was dazu, aber ich glaube, bis jetzt habe ich sowas nicht. ABER: Mein größter Kritiker bin ich selbst. Ich denke so viel über meine Geschichten nach, überlege hin und her, ob das so bleiben kann oder nicht … ja.

Leserfrage 20

Monika: Hast du noch Zeit zum Lesen? Und was liest du gerne?

Oh Lesen … dazu komme ich nur noch selten. Wenn ich wirklich eine Geschichte lesen will, dann nehme ich mir auch die Zeit dazu, aber so zwischendurch, wie früher mal, eher weniger. Dazu bin ich zu sehr mit meiner Schreiberei beschäftigt. Das Los der Autoren. ;) Was ich gerne lese, ist verschieden, J.R. Ward, Karen Moning, Anne Rice, um jetzt mal die ganz ‚bekannten‘ zu nennen, also Urban Fantasy mag ich gerne. Auch M/M, da mag ich KJ Charles sehr gerne, Kooky Rooster, SB Sasori , Chrissy Pirols, und noch so einige … ;) Also ich lese eigentlich queer Beet.

Leserfrage 21

Kristina: Dein liebste Buch im Gay-Genre, im Bereich Sachbuch und im Genre Krimi/Thriller?

Also im Gay-Genre fällt mir auf Anhieb KJ Charles „A seditious Affair“ ein, das hatte mich echt gepackt, als ich es gelesen habe, Sachbuch lese ich gar nicht. Hihi … Krimi/Thriller … hmmm lese ich auch fast gar nicht. Ganz selten. Ich kann gerade gar keinen nennen …

Leserfrage 22

Chrissy: Wie hart trifft dich Kritik?

Trifft mich schon, ich denke dann drüber nach. Nehme es aber an, und es gehört auch dazu. Jeder hat seine Meinung. ;)

Leserfrage 23

Kristina: Das bisher schönste/größte Lob für dich als Autorin lautet:

„Danke für diese wunderschöne Geschichte“. Also wenn ein LeserIn wirklich begeistert ist und ich sie/ihn mit meiner Geschichte mitreißen konnte. Das ist das beste Lob. <3

Leserfrage 24

Chrissy: Wenn du dir etwas für das Gay Genre wünschen könntest, was wäre das?

Dass es mehr Anerkennung findet, und zwar überall – bei Verlagen, bei Lesern … Es gibt so viele tolle Geschichte und Autoren in diesem Genre, und zwar egal ob FF oder MM oder MFM etc. ;) Das würde ich mir wünschen, die meisten rümpfen ja doch noch das Näslein, wenn sie Gay Romance hören.

Leserfrage 25

Shan: Wie wichtig ist für dich der Sexakt für eine Geschichte, und kannst du dir vorstellen, eine ohne zu schreiben?

Also, der Sexakt wird zunehmend unwichtiger. Er gehört aber in Maßen dazu, es sollte der Geschichte dienlich sein. Ich glaube, ich hatte schon mal eine ohne. Könnte eine Kurzgeschichte gewesen sein.  :D

Leserfrage 26

Chrissy: Was kaufst du dir von deinem ersten Bestseller?

Ramona:* neugierig bin * – was war das bei dir, Chrissy?

Chrissy: Ich glaube, ein Laptop. Zumindest hieß er ITop. :-)

Huch Chrissy, ganz vergessen zu beantworten. Sollte ich jemals einen Bestseller landen, dann mache ich mit meinem Sohn erst mal eine schöne Reise. Wohin auch immer wir wollen. :D

Leserfrage 27

Shan: Hast du beim Schreiben eine bestimmte Person im Hinterkopf, an die du deine Protagonisten anlehnst? Also eine Muse aus dem realen Leben?

Also ehrlich gesagt nein, ich backe mir meine Protagonisten im Kopf sozusagen selbst. Ich weiß genau, wie die aussehen, und habe die Details im Kopf. Quasi für immer. :D

Leserfrage 28

Chrissy: Wie wäre es mal mit einer Lesbian Story von dir?

Da habe ich schon mal drüber nachgedacht, aber ich glaube, das ist nichts für mich. Da kommt mir Hetero leichter über die Finger. ;)

Chrissy: schade, da fehlen echt gute Storys.

Ja, das ist noch nicht so verbreitet. Aber ich glaube auch, da wird es bald mehr boomen. ;)

Leserfrage 29

Monika: Welches deiner Bücher sollte verfilmt werden, wenn du die Chance dazu hast, und wer soll die Hauptrolle übernehmen?

Verfilmt? Öhm, doch „Limits of Love“ hätte ich gerne verfilmt. :D Die Hauptrolle? Oje das wird schwierig. Thomas Ellison könnte Brian spielen, und Thomas Howard könnte von Benedict Cumberbatch übernommen werden. *giggel*

Leser interviewen – Aileana Blair