Am Sonntag hat uns Dima von Seelenburg Rede und Antwort gestanden. Wie immer fand diese Art Interview in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ statt.

Dima hat sich zu Beginn des Jahres von Facebook verabschiedet, das Interview war sein letzter offizieller „Auftritt“ dort. Wenn ihr ihm weiter folgen wollt, könnt ihr ab dem Frühjahr 2018 auf seiner Internetseite mehr von ihm sehen (www.DimaVonSeelenburg.de) und er wird in Leipzig auf der Buchmesse zu finden sein.

Das Interview

Autorenvorstellung

Bevor es hier losgeht, darf ich mich vorstellen.

Dima von Seelenburg, männlich, schwul, Sternzeichen Einhorn mit Aszendent Muschel.

Im Ernst: Ich spiele erst seit letztem Jahr im großen Sandkasten der Q-Autoren mit. Anfang 2017 kam mein Coming-Of-Age-Roman „Eis bricht langsam“ heraus.
Angesiedelt im Genre Jugendroman, da es das Genre „Zeitreise in die 90er“ noch nicht gibt. Denn glaube ich den Leserstimmen, ist es vor allem das: Ein Ausflug in die 90er Jahre, ein Hoch auf alte Zeiten, eigene Erinnerungen und die vielen Ersten-Male.

Im selben Jahr folgten noch zwei Kurzgeschichten in zwei Anthologien.
Ich lebe in Berlin, einer Stadt die ich liebe mit all ihren Schwächen und Stärken. Und wenn ich hier jemals wegziehen sollte, dann wird es ein Umzug ans Meer sein. An die deutsche Küste, nördliches, südliches, westliches, östliches Ausland – ich bin da offen.

Nach diesem Interview werde ich mich nach und nach von Facebook verabschieden, habe aber ganz und gar nicht die Absicht, dem Genre den Rücken zu kehren. Neue Ideen befinden sich bereits im Kopf, leider noch nicht auf dem Papier … Treffen und Austausch auf Messen mit all den lieben Menschen, die ich hier kennengelernt habe, das werde ich mir mit Sicherheit auch in Zukunft nicht entgehen lassen.

Es ist also kein Abschied, nur eine Verlagerung. Aber das soll hier heute nicht das Thema sein. Es geht ums Lesen, es geht ums Schreiben, mein Buch, meine Geschichten, mein Leben als Autor und Leser.
Und jetzt kann es losgehen. Nur keine Hemmungen, ich kann schnell tippen.

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Leserfrage 1

Kaiden: In welche Richtung geht dein nächstes Buchprojekt?

Ich würde gerne eine komplette Lebensgeschichte schreiben. Ein langes, von Ereignissen geprägtes Leben, auf das zurückgeschaut wird. Das wäre mein nächstes großes Projekt, das ich in diesem Jahr gerne angehen möchte.

Leserfrage 2

Giulia: Tolles Sternzeichen hast du da. Deine Geschichten, die du schreibst, sind in den Büchern auch Erfahrungen vom Leben oder ist es reine Fantasie?

Das ist eine komplizierte Frage, die sich nicht so einfach in ein paar Sätzen beantworten lässt. In „Eis bricht langsam“ ist die Geschichte fiktiv, das ist nicht meine Jugend, die ich da beschreibe. Aber natürlich gibt es Parallelen. Solche sogar, dass es manchen Lesern, die mich aus der Zeit kennen, schwerfällt, zwischen der Fiktion und den Parallelen zu unterscheiden.

Leserfrage 3

Elke:Wolltest du schon immer schreiben?

Nein, Elke, ich bin einer der wenigen Autoren hier, der mit einer kleinen Ausnahme, die aus der Not heraus geschuldet war, als 14/15jähriger, nicht geschrieben hat. Ich war (und bin ja immer noch) vor allem Leser und das zeitweise auch sehr intensiv.

Leserfrage 4

Anja: Lieblingsessen und Lieblingsgetränk – was steht beim Schreiben immer dabei?

Ich bin nicht der große Esser. ;-) Koche aber gern und ich koche auch oft und regelmäßig. Natürlich am liebsten nicht nur für mich, aber selbst das tue ich.
Und ich trinke gerne mal ein Bier – aber nicht beim Schreiben. Lieber in lieber Gesellschaft. ;-)

Leserfrage 5

Kaiden: Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben in deinem Leben ein? Oder anders gefragt: Kannst du dir eine Zukunft ohne noch vorstellen?

Würde ich vor der Entscheidung stehen, nur noch schreiben oder nur noch lesen zu dürfen … würde ich das Schreiben aufgeben. Lesen nimmt in meinem Leben einen höheren Stellenwert ein. Aber diese Entscheidung ist ja nicht zu treffen. Nachdem ich weiß, wie toll es ist, eine eigene Geschichte in den Händen zu halten und stolz darauf zu sein, fällt es mir sehr schwer, mir eine Zukunft ohne Schreiben vorzustellen.

Leserfrage 6

Kristina: Kannst du noch mal sagen, wie die Adresse zu deiner bald verfügbaren Internetseite lautet? :)

Ganz einfach: www.vonSeelenburg.de oder www.DimaVonSeelenburg.de. Die Seite ist dann die gleiche und wird am Frühjahr (VERSPROCHEN) fertig und online sein.

Leserfrage 7

Kaiden: Wirst du uns auf deiner Website auch mit Blogbeiträgen versorgen?

Das ist mein Ziel. Ja. Nicht jeden Tag, ich möchte ja etwas entschleunigen, aber ich werde mich künftig dort präsentieren. Ausgewählter, kompakter. Ich glaube, das bin dann auch mehr ich als hier auf Facebook. ;-) Auch wenn ich natürlich weiß, dass ich dort einen ganz, ganz kleinen Kreis an Lesern haben werde. Ganz anders als hier auf FB.

Leserfrage 8

Jay: Vorweg: Ich habe Deinen Erstling noch nicht gelesen – habe daher also auch nicht spionieren können ^^, um mir meine Frage selbst zu beantworten, aber das Cover hebt sich ja doch sehr von den üblichen des Genres ab. Hast Du jemanden beauftragt oder ist es von Dir selbst – bzw. zeigt es eine Szene aus dem Buch?

Das Cover wurde zu der meiner Meinung nach wichtigsten Szene aus Eis bricht langsam von einem Künstler, der das Kapitel vorab zu lesen bekam, gemalt. Es war ein Geburtstagsgeschenk, ich hatte keine Ahnung.

Ich bin meinem Verlag sehr dankbar, dass es genommen wurde, weil ich es liebe. Weil ich halt auch weiß, was in dieser Szene, die abgebildet ist, steckt. Es kam nicht bei jedem an, manchen ist es zu düster (dabei soll es doch romantisch sein ;-) ), manchen ist es zu künstlerisch.

Leserfrage 9

Elke: Da ich auf keine Messen gehe, wie kann man auf dem Laufenden bei dir bleiben? Wo sagst du, was gerade passiert?

Ich würde mich freuen, wenn Du ab Frühjahr auf meiner Homepage vorbeischaust. Sie Dir vielleicht merkst. Dort wirst Du alles erfahren. Und wenn Du mal ein, zwei Wochen nicht dazu kommst, ist das auch nicht schlimm. Im Gegensatz zu FB werden dort keine Informationen verloren gehen. ;-)

Leserfrage 10

Kaiden: Hast du eine feste/bestimmte Tageszeit, bei der es dir leichter fällt, was zu Papier zu bringen?

In ganz intensiven Schreibphasen, die ich weiß Gott hatte, habe ich mir um 7:00 Uhr den Wecker gestellt und jeden Tag von 8:00 bis 11:30 Uhr geschrieben. Das war meine beste Zeit!

Leserfrage 11

Kaiden: Wie viele Bücher liest du so im Monat? Hast du bestimmte Vorlieben (z.B. nur Mpreg :-P)? ^^ -Spaß!

Seit Sommer 2013 lese ich (fast) ausschließlich Romane mit queeren Charakteren. Im Jahr 2016 habe ich 46, im Jahr 2017 38 Romane gelesen. Darüber mag so mancher hier lachen, aber ich habe auch Zeiten, in denen ich gar nicht lese.

Leserfrage 12

Elke: Gibt es etwas, vorüber du nie schreiben würdest?

Wo soll ich da anfangen? Man soll ja nie nie sagen, aber sexlastige, pornografische Romane z.B. werde ich wahrscheinlich nie schreiben.

Leserfrage 13

Nico: Gibt es ein Thema, über das du schon immer schreiben wolltest, dich aber noch nicht getraut hast?

Da ich ja noch nicht so viel geschrieben habe, gibt es da mehr, als mir lieb ist. ;-) Vor allem möchte ich gerne viel ausprobieren.

Leserfrage 14

Jay: Wie war Deine erste Lesung für Dich – vorher, während dessen, danach?

Ich habe zwei Mal gelesen bisher. Auf der GBF in Frankfurt diesen Sommer. Das war mein erstes Mal! ;-) Und ich war vorher tierisch aufgeregt. Während der Lesung erstaunlich ruhig. Das lag aber vielleicht an der familiären Atmosphäre.

In Berlin war es dann größer, anonymer und ich war vorher ruhig und während des Lesens so aufgeregt, dass ich gezittert habe, als ich das Mikro hielt. Mal gucken wie es in Leipzig sein wird. Das ist ja noch mal eine andere Dimension. Auf jeden Fall waren es einmalige Ereignisse!

Leserfrage 15

Elke: Was ist dir lieber, Kurzgeschichten oder dicke Wälzer? Sowohl beim Lesen wie beim Schreiben?

Ich lese lieber Romane, weil ich da tiefer abtauchen kann. Aber ich lese auch viele Kurzgeschichten. Vom Schreiben her möchte ich unbedingt wieder was Längeres schreiben!

Leserfrage 16

Steffen: Kannst Du nach Deiner Erfahrung 1, 2 oder 3 Gründe festmachen, die für FB und 1, 2, 3 Gründe, die gegen Fb stehen?

Ich gehe nicht, weil mich etwas an FB stört, sondern weil ich meine Aktivitäten wieder zielgerichteter steuern will. So schön die Einfachheit des Kontakthaltens hier ist und ich habe das genutzt und geschätzt, möchte ich jetzt meine Aktivitäten wieder selbst steuern. Bewusst nach Büchern, Filmen suchen etc., und mir das nicht von FB über Timelines anbieten lassen. Das ist alles. Mehr steckt nicht hinter meinem Abschied hier. Ich habe mich weder geärgert noch gab es Streit … Es ist einfach eine Verlagerung.

Leserfrage 17

Mandy: Was bedeutet in deinem Buch die Widmung. Was war am 20.08.2008?

An diesem Tag hat mein Leben neu begonnen. Mehr will ich nicht sagen. Zumindest nicht hier.

Leserfrage 18

Mandy: Deine Lesungen sind sehr erfolgreich und auch wir durften, dank deines Adventskalenders, hören, wenn du liest. Wärst du geneigt, dein Buch als Hörbuch zu sprechen?

Es gibt da eine Idee – lass Dich überraschen. ;-)

Leserfrage 19

Kaiden: Wäre es nicht vielleicht klug, eine Art Newsletter anzubieten? Gerade weil du ja selbst auch noch nicht genau weißt, in welchen Abständen du über die Website informieren wirst und es Gefahr laufen könnte, bei den Lesern in Vergessenheit zu geraten. So würden die eine Benachrichtigung bzw. deinen Newsletter bekommen, wenn es etwas Neues von dir gibst.

Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Meine Autorenseite bleibt ja auch erst mal bestehen, auch wenn ich nicht mehr hier bin. Für Leipzig und für Queer-Gelesen in Mainz im April, werde ich mich dort aber auf jeden Fall wieder melden.

Leserfrage 20

Jay: Ich habe Dich als jemanden erlebt, der sehr engagiert ist, wenn es darum geht, diverse Aktionen ins Leben zu rufen. Das hat mich echt beeindruckt. Ohne FB – hast Du da trotzdem ab und an vor, was mit anderen Autoren zu starten? Und wenn ja – wie werden wir davon erfahren? Lediglich über Deine HP oder kann man auch hoffen per Mail angefragt zu werden? ^^ Ich fände es sehr cool, weiterhin „dabei“ bleiben zu dürfen/können.

Mimi: Du hast mir meine Frage geklaut.

Oh ja, beide Aktionen, #Autor4Tschetschenien wie auch der Queer-literarische Adventskalender waren die Highlights des Jahres für mich. Sowohl von der Organisation her als auch vom Engagement der anderen. In die Richtung werde ich wieder was machen und wir gucken mal, wie wir das arrangieren können. ;-)

Leserfrage 21

Constanze: Wann hast du deine erste Geschichte verfasst (und wenn es auch nur für dich selbst war)?

Ich war 14 oder 15, plötzlich genervt von den Stereotypen in meiner damaligen Lieblings-Bücher-Serie TKKG und habe angefangen, eine eigene Geschichte zu schreiben. Es gibt sogar noch Aufzeichnungen. Mein zweiter Versuch, wesentlich erfolgreicher, war dann vor zweieinhalb Jahren „Eis bricht langsam“. Mehr Versuche gab es nicht.

Leserfrage 22

Monika: Vorweg: Ich habe noch kein Buch von dir gelesen. Ist ein Happy End für dich ein Muss, oder kann’s auch schon mal ein Sad End geben?

Ich liebe Bücher mit Sad End – es sind auch die, die mich mit am meisten beeindruckt haben. „Bruder“ zum Beispiel oder die Bücher von Jobst Mahrenholz.
Und ja, ich würde auch gerne eines mit Sad End schreiben. Da gäbe es auch eine Geschichte in meinem Kopf. Aber sie wäre sehr traurig und vielleicht schaffe ich es auch nicht, da sie doch recht persönlich wäre.

Leserfrage 23

Mandy: Dein Buch ist mein absoluter Favorit, was Gay Romance betrifft. Besonders toll gefällt mir, dass es in den 90ern spielt. Die Bravo, Rollschuhe … herrlich. Kannst du dich an deine erste Bravo erinnern? Aljosha geht in die Bibliothek um sich über das Thema „Homosexualität“ zu belesen. Wie war das bei Dir?

Das ist einer der wenigen Parallelen. Ich war auch in der Stadtbücherei und wollte wissen, was mit mir nicht stimmt. Und ich bin auf Fachbücher gestoßen, in denen stattdessen beschrieben wurde, wie Affen in Gefangenschaft anfangen, unterdrückte Sexualität zu leben. Das war furchtbar.

Leserfrage 24

Minelle: Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Frage mich doch mal bitte nochmal in 9 Jahren und 6 Monaten. ;-)

Leserfrage 25

Minelle: Dein Roman „Eis bricht langsam“ hat ja sehr junge Protagonisten, bleibst du dabei oder dürfen deine Protagonisten auch mal im mittleren Alter liegen?

Mich faszinieren erste Male, das Coming Out an sich. Das muss zwar nicht in der Jugend liegen, aber das ist es, worüber ich am liebsten schreibe. Aber ich habe ja die Idee, über ein ganzes Leben zu schreiben, da wäre die Jugend nur ein Abschnitt. ;-)

Leserfrage 26

Kristina: Auf dein erstes Buchprojekt („Eis bricht langsam“) zurückblickend, was hast du persönlich daraus mitnehmen können?

Ich habe so unheimlich viel gelernt, das kann ich gar nicht in Worte fassen. Handwerklich und darüber hinaus natürlich auch. Das führt leider auch dazu, dass ich eine gewisse Hemmschwelle habe, was ein neues, großes Projekt angeht, denn jetzt weiß ich ja, wie viel Arbeit da bevorsteht. ;-) Und ich bin ein bisschen perfektionistisch – das macht es nicht einfacher.

Leserfrage 27

Monika: Lieber Kaffee oder Tee zum Schreiben oder lieber gar nichts, damit du nicht dein Getränk nicht auf die Tastatur kippst?

Ich bin ein klassischer Kaffeetrinker. Mein Vollautomat ist einer der teuersten Investitionen in meinem Haushalt. Ein Tag ohne Kaffee ist einfach nur ein Tag. ;-)

Leserfrage 28

Elke: Wenn du mal hängst in einer Geschichte, wen ziehst du da zurate?

Meistens hat mir geholfen, einfach eine Pause zu machen. Abstand zu gewinnen, ein paar Seiten zurück zu gehen und dann ging es wieder. Mir da Hilfe von außen zu holen, sehe ich schwierig.

Leserfrage 29

Minelle: In welchem Genre würdest noch gerne schreiben oder bist du auf Gay Romance abonniert?

„Gay-Romance“ mag ich als Begriff gar nicht mehr. Auch innerhalb der Q-Genres gibt es viel, was ich noch ausprobieren möchte. Die Notwendigkeit, mich da anders zu orientieren, sehe ich gar nicht.

Leserfrage 30

Mandy: Warum musste Lotte sterben :( ?

Weil sie ein Engel war.

Leserfrage 31

Jay: Mit welcher lebenden, nicht mehr lebenden oder fiktiven Person würdest Du Dich gerne mal länger unterhalten?

Da gibt es viele. Spontan fällt mir Sarah Wagenknecht ein.

Leserfrage 32

Steffen: Ich würde Deinen Roman gar nicht als Gay Romance bezeichnen, sondern als homoerotische Literatur. Wie ordnest Du das Buch ein oder wie Dein Verlag?

Mein Verlag sagt Jugendbuch. Ich sage „Coming-of-Age“.

Leserfrage 33

Kristina: Wie kannst du für dich Kritik einordnen? Und gehst du mit ihr anders um, je nachdem von wem sie kommt (Lektor, Rezensent, Freunde)?

Kritik zu meinem Buch war anfänglich heftig. Sehr heftig. Von Seiten meiner Lektorin. Und es hat dem Buch so unendlich gutgetan, das kann ich hier in der Eile gar nicht erklären. Es gibt unüberlegte Kritik, auch aus meinem Freundeskreis, die ich schlechter wegstecke. Insgesamt bin ich aber sehr verwöhnt mit den Resonanzen. ;)

Leserfrage 34

Elke: Würdest du mit einem anderen Autor(in) zusammen ein Projekt machen? Nicht eine Sammlung, sondern ein gemeinsames Buch schreiben?

Da ist sogar was in Arbeit. Aber nicht mit einer/m AutorIn, sondern mit fünf.  Es gestaltet sich aber schwierig. Ist aber ein spannendes Thema, nach wie vor. Und ich möchte dranbleiben.

Leserfrage 35

Steffen: Wie wichtig ist Dir die Unterstützung eines Verlags und die dadurch größere Möglichkeit einer Anerkennung in der literarischen Welt?

Die Blogrezensionen haben mich genauso gefreut, wie einzelne von Lesern auch. Auf einen Verlag möchte ich persönlich nicht verzichten. Er ermöglicht mir z.B. auch die Lesung bei „Leipzig liest“.

Leserfrage 36

Kristina: Hast du dir schon einen Frixon-Stift (den wieder wegradierbaren) zugelegt? :D

Habe vor ein paar Tagen das Foto auf meinem Handy wiedergefunden. :-) Wird gekauft!

Leserfrage 37

Ramona: Hattest du bei Eis bricht langsam beim Schreiben bereits potentielle Leser im Kopf, oder hast du mehr oder weniger (noch) für dich geschrieben?

Klingt jetzt nicht gerade bescheiden, aber ich habe mir schon recht früh vorgestellt, dass ich das gerne veröffentlicht sehen möchte.

Ach und meine Leser sah ich sowohl in Jugendlichen als auch in LeserInnen meines Alters, die sich an die 90er zurückerinnern möchten. Da lag ich gut. Resonanzen zeigen mir, dass genau das meine Zielgruppe ist.

Leserfrage 38

Minelle: Was sind so deine Schreibutensilien? Alles digital oder auch noch ganz altmodisch mit Papier und Stift?

Ich schreibe ausschließlich mit Netbook und Desktop-Computer. Aber ich habe mir ganz altmodisch eine DINA3-Skizze mit allen Protagonisten gemacht, die lange über meinem Schreibtisch hing.

Leserfrage 39

Steffen: Ich frage, weil es mir so geht… Träumst Du Geschichten, Szenen ein wenig voraus, beim Einschlafen, in der Aufwachphase? Falls ja, entwickelt sich eine Geschichte bei Dir dadurch auch einmal in eine unvorhergesehene Richtung?

Genau das ist mehr als einmal passiert. Sogar bei einer meiner Kurzgeschichten. Genauso oft, ach was, viel öfters konnte ich aber gar nicht schlafen, lag ganze Nächte wach, weil ich die Geschichte weitersponn. Mandy, als Lotte starb, lag ich nächtelang wach.

Leserfrage 40

Jay: Welche Bands magst Du gern? Was war Dein letztes Konzert oder besuchst Du keine Konzerte?

Die Konzerte, die ich besucht habe, kannste an einer Hand abzählen. Das letzte war Kim Wilde, 2004 oder so … Hier in Berlin, klein, intim, ich bekam sogar einen Kuss ;-) Gerade läuft Nick Kamen. *lach *Ich denke, das sagt alles.

Leserfrage 41

Minelle: Stichwort Disziplin. Lässt du dich schnell ablenken, hast du bestimmte Zeiten, zu denen du konzentriert arbeitest?

Kristina: I … oh, ein Fussel …

Es gab Phasen, da war ich extrem diszipliniert. Erste Lektoratsrunde zum Beispiel, da hatte ich richtig feste Arbeitszeiten.

Leserfrage 42

Katja: Wenn du auf einer einsamen Insel ausgesetzt wurdest, was hast du dabei und was ist dein Lieblingskuchen?

Katja, das käme drauf an, wie lange. ;-) Ich glaube, auf ner einsamen Insel hätte ich einen ziemlich tollen Kerl dabei. Auf Süßes, zumindest kulinarisch, kann ich hingegen leicht verzichten.

Leserfrage 43

Kristina: Hast du einen geheimen Wunsch, denn du mit knapp 2.000 Menschen teilen möchtest? :D

Ich habe viele Wünsche. Was wäre ein Leben ohne? Geheim. Wäre dann ja nicht geheim. Mein größter Wunsch wäre es, dass es noch einmal 2007 sein kann und ich den Verlauf der Dinge beeinflussen kann. Das ist natürlich unrealistisch. War jetzt vielleicht auch nicht so geheim, aber dafür sehr intim ;-)

Leserfrage 44

Elke: Schreiben und Lesen, was hast du noch für Hobbys?

Ich gucke gerne gute Filme. Ich verbringe gerne Zeit mit meinen Freunden, gehe auch ganz gerne aus. Ich liebe Berlin – hier ist immer was geboten. Ich nähe, würde es aber nicht als Hobby bezeichnen. Dann kümmere ich mich noch um ein paar Dinge, die ich hier nicht weiter ausführen möchte.

Leserfrage 45

Steffen: Wenn Du einen Roman oder eine Geschichte in einer fremden Kultur ansiedeln dürftest oder müsstest, welche Kulturen, Länder, Zeiten würdest Du dafür favorisieren?

Oh, die Frage habe ich mir noch nicht gestellt. Unsere Kultur, Epoche reicht mir im Moment.

Leserfrage 46

Jay: Was müsste die fieseste Figur tun, über die Du jemals schreiben würdest?

Fiese Figuren fallen mir schwer. Aber ich arbeite daran. :-)

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-„—–„–  ~ Kristina ~

 

Leser interviewen – Dima von Seelenburg