Messebericht Buch Berlin 2017

Im November habe ich mich auf den Weg nach Berlin gemacht, um dort ein volles Buchmessewochenende mit Freunden zu verbringen. Am Ende hat sich auch das noch viel zu kurz angefühlt, aber vielleicht sollte ich der Reihe nach berichten.

Freitag

IMAG1122.jpgWir (d.h. mein Liebster und ich) wollten schon recht zeitig vor Ort sein, damit wir nicht in Feierabendstaus hängen bleiben und unser Plan ist ganz wunderbar aufgegangen. Der Check-In klappte sehr unproblematisch. Die Frage, ob Tobi per Haftbefehl gesucht wird, hat ein bisschen irritiert, aber dem Argument, dass er sich wohl kaum in der Hauptstadt in einem 4 Sterne Hotel verstecken würde, konnte sich der nette Herr nicht entziehen und wir durften einziehen.

Dank eines kleinen Upgrades hatten wir ein wirklich großes Zimmer (was uns später IMAG1126.jpgsehr zu Gute kam) und so waren wir eine Weile damit beschäftigt, unter großem „Ahhh“ und „Ohhh“ das Zimmer wohnlich (/unordentlich) zu gestalten.

Am Abend waren dann auch endlich alle da und in unserem vorher verabredeten Grüppchen, konnten wir es uns im Portofino (italienisches Restaurant direkt im Hotel) gutgehen lassen. Es wurden Pläne für den nächsten Tag geschmiedet, wir haben viel gelacht und unsere Kellnerin war so zum knutschen, dass wir sie am liebsten eingepackt hätten.

Der Abend endete dann mit einer feuchtfröhlichen Runde im Hotelzimmer. Details spare ich hier mal aus. 😉

Samstag – 1. Buchmessetag

Dank Wochenendticket brauchten wir nicht anstehen, was ich als wirklich angenehm empfand (auch angesichts der wartenden Menge). Unsere Bändchen-Dame schien ein wenig … äh … ungeduldig zu sein, das Eintrittsband an Tobis Handgelenk sah jedenfalls, trotz Bitte und mit zweiten Versuch, ein wenig nach abstrakter Kunst aus und die Laune von ihm und der Dame befand sich so ungefähr auf Kellerniveau.

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Lesung Jona Dreyer

Sie hob sich allerdings recht zügig, da wir uns gleich mit den ausgeteilten Messebeutelchen ( ❤ ) ins Getümmel gestürzt haben. Was letztlich bedeutete, dass ich Samstag nur im queeren Bereich rumgehirscht bin, mit gefühlt 100 Leuten erzählt habe, die Lesungen von Jona Dreyer und Dima von Seelenburg verfolgt habe (die von Chris P. Rolls habe ich leider knapp verpasst, bzw. verquatscht) und trotzdem noch jemanden vergessen habe, mit dem ich verabredet war (tut mir wirklich leid, Tanja!).

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Lesung Dima von Seelenburg

Vom Rest der Messe habe ich nichts mitbekommen, die Gespräche mit den Autoren und Lesern haben mich restlos begeistert und gefesselt. Beim Dead Soft Verlag konnte ich kurz mit Simon (dem Verleger) sprechen und mich noch mal persönlich für das Gewinnspiel-E-Book bedanken. ❤ Bei Sandra Gernt habe ich ein Buch abgeholt, in dem einer meiner All-Time-Favorite Protagonisten zu finden ist, mit Jessica Martin habe ich verabredet, dass wir uns unbedingt mal auf einen Kaffee treffen müssen (was wir inzwischen getan haben <3), A.C. Lelis hat von mir einen Rüffel bekommen, weil auf dem Teaser-Werbeblättchen gar keine Information drauf war und ich vor Neugier auf das Buch fast geplatzt wäre (und sie hat auch wirklich nichts weiter verrraten! 😀 ), von Chris P. Rolls habe ich mir mein lang ersehntes und erhofftes Print zu „Highspeed Love“ abgeholt und zeitgleich haben wir uns über die aktuelle Betarunde ausgetauscht. Und es war natürlich ganz klar, dass sie viel zu langsam schreibt. Nur ein Kapitel pro Tag ist schließlich unerhört, gerade bei einem Thriller. Cat T. Mad war leider nicht persönlich da, aber ich habe eine Autogrammkarte erbeuten können. ❤ (Ja, ja, lasst mich, ich brauche meine Fangirlmoments!)

Was war noch … mit Johanna (einer sehr lieben Freundin) bin ich irgendwann noch einmal rumgelaufen. Die Gespräche mit den beiden Sandras (Gernt und Busch) wurden von Runde zu Runde lustiger und überhaupt … wir haben alle so viel gelacht und so intensiv über die Bücher geredet, dass ich den Rest der Messe wirklich nicht vermisst habe.

Und dann war da ja noch mein Liebster. Da er nicht so richtig buchaffin ist, durfte er zwischendrin messefrei einlegen. Was zum traurigen Höhepunkt des Tages mutierte – Borussia Dortmund hat nach 4:0 Führung gegen Schalke nur 4:4 gespielt. Den umstehenden Autoren noch einmal Danke für die aufmunternden Worte an ihn. ❤ 😀

Den Abend haben wir dann in gemütlicher Runde mit Jona Dreyer (+ Minion), Sara IMG-20171125-WA0000.jpgPearson (+ Freundin), Johanna und Ani in einem ganz wunderbaren, türkischen Restaurant verbracht.

Es endete wieder feucht-fröhlich, wieder im Hotelzimmer und mit Sonderbuchlesung nebst Trinkspiel. Sehr witzig. Den Rest müsst ihr euch wieder denken. Nur so viel: Mein Liebster sah zwischendrin so aus, als würde er den Glauben an Autoren verlieren – zumindest so lange, bis ihm wieder eingefallen ist, dass er sich eh nichts aus Büchern macht. 😀

Sonntag – 2. Buchmessetag

IMG_3422Neben dem Kaffeepläuschchen mit Alexa Lor und dem nachgeholten Gespräch mit Tanja Rast, haben wir uns dann wirklich noch die Zeit genommen und die Messe an sich besichtigt. Im vorderen Bereich der Messe (direkt hinter dem Eingangsbereich) waren eher die Dinge zu finden, die in die Kategorie „Rund ums Buch“ passen würden. Diese ultraniedliche Eulen-Buchstütze für leichteres Lesen hat es mir zum Beispiel unheimlich angetan. Auch die Spielecke für Kinder war hier zu finden und weiter hinten das Catering.

In dem großen „Saal“ dahinter/nebenan waren dann im Wesentlichen die ganzen Autoren und Verlage zu finden. Was mir deutlich besser im Gegensatz zum letzten Jahr gefallen hat, war die schlichte Tatsache, dass man sich dieses Mal auch richtig gut zwischen den Ständen bewegen konnte, bzw. trotz der Dichte ausreichend Platz war, um auch mal stehenbleiben und gucken zu können, ohne dass man gleich den Verkehr aufgehalten hat.

Gerade die Selfpublisher und Kleinverlage waren anzutreffen und genau das schätze ich an der Buch Berlin so sehr. Der Kontakt ist fast schon familiär.

Insgesamt war die Atmosphäre wirklich schön und bevor wir letztlich fahren mussten, habe wir noch eine „Fotorunde“ gedreht und ein paar Aussteller/ Stände fotografiert. Danke an alle noch mal, die mir die Erlaubnis gegeben haben, diese Fotos in den Blog zu stellen. ❤

Fazit

Letztlich ein wunderschönes fast-Familientreffen, mit nur kleinen Kritikpunkten. Der eine ist, aufgrund der wechselnden Lage im nächsten Jahr, fast schon unwichtig zu erwähnen, aber es war wirklich schade, dass die Lesungen so schwer zu verfolgen waren, da einige auf der Empore stattfanden. D.h. der allgemeine Messelärm und später auch noch die Tonproben eines anderen Events im Hotel haben trotz Mikrofon, viel von dem Geschluckt, was die Autoren vorgelesen haben.

Darüber hinaus fand ich sehr schade, bzw. konnte ich den Sinn eines gesonderten Queer Book Fair Bereichs nicht nachvollziehen. Denn diese „Veranstaltung“ unterschied sich in … äh, nichts … von dem queeren Bereich außerhalb. Keine besonderen Events, keine Diskussionsveranstaltungen (und dabei gab es in diesem Jahr durchaus Stoff für Diskurs, z. Bsp. Stichwort Konsorten 😉 ), kein Stand mit Signierterminen, keine Autoreninterviews – gar nichts. Jeder war nur in seinem Bereich anzufinden. Mir stellt sich da einfach die Frage, wozu das dann gut war und ehrlich gesagt hoffe ich sehr, dass das in diesem Jahr eventuell ein bisschen wiederbelebt wird. Die Queer Konvention 2016 konnte ich aufgrund von Zeitmangel nicht besuchen und einer der Gründe, warum ich 2017 ein ganzes Wochenende eingeplant habe, war der, dass ich für Sonderveranstaltungen Zeit haben wollte.

Anyway, die Autoren selber, andere Leser, Freunde und natürlich die Bloggerkolleginnen haben diese Messe trotzdem zu etwas wirklich sehr schönem gemacht. Die Stimmung war wunderbar und ich habe jede Minute mit jedem genossen, den ich dort getroffen habe. ❤

Die Lokalität wird sich in diesem Jahr ändern. Ich will nicht „leider“ sagen, aber die Kombination Estrel und Messe war wirklich hervorragend. Nichtsdestotrotz freue ich mich natürlich, auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein. Und ich schätze mal, dass die Organisatoren was ordentliches auf die Beine stellen werden. 🙂

Bild-Dokumentation

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Jona Dreyer mit Helferlein ❤

Beim Stand von Jona Dreyer, Luzie Engels und Sara Pearson habe ich am Freitag ein wenig beim Aufbau mitgeholfen. Und ja, ich stehe dazu, dass ich meine Scheren-Linien künstlerisch sehr frei gestalte. Memo an mich für das nächste Jahr: unbedingt mehr Scheren mitnehmen … dann muss ich nicht wieder stundenlang suchen wo zum Henker ich die Dinger die ganze Zeit hinlege. Mehr als fünf werde ich voraussichtlich nicht verbasseln … denke ich.

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Luzie Engels und Sara Pearson

Am Ende waren aber alle fröhlich, wie die Bilder hoffentlich beweisen (und nein, ich habe niemanden dafür bestochen, die waren so!). Leider fehlt Luzies Hund hier auf dem Bild. Selbstredend, dass er der eigentliche Star war. ❤ Auch wenn er mich nicht mochte. 😀 Immerhin hat er mir gestattet, ihn einmal kurz zu streicheln und ihn ganz süß zu finden. 😀 Ich konnte beiden nicht auf Wiedersehen sagen, allerdings werden wir uns aller Voraussicht nach bereits in Leipzig wiedersehen. ❤

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Savannah Lichtenwald und Gabriele Oscuro

Direkt nebenan habe ich diese beiden Damen getroffen und ich meine, ich habe meinem Schatz wenigstens zehn Mal erzählt, wie toll das Buch „Das Monster des Prinzen ist“. Er hat sehr gut durchgehalten, das muss ich ihm lassen.

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Valerie le Fiery und Frank Böhm

Das Autorenduo live kennenzulernen, hat echt Spaß gemacht – und noch mal Danke für die Gummibärchen. ❤ Die Gummibärchen hatten auf mein Urteilsvermögen aber natürlich keinen Einfluss! 😀

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Noch ein bisschen weiter nebenan, konnte man Caruso, die Kuschelgang, Chris P. Rolls und Sandra Black finden. Auch mit euch hat es mir viel Spaß gemacht. ❤

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Was soll ich sagen: Mädels, ihr rockt! Da Tanja und ich unser allsonntagliches Kurzmeeting haben, hat mich dieses Treffen im Besonderen gefreut. ❤ Und natürlich musste ich Regina sagen, wie sehr meine Bauchmuskeln nach der Lektüre von ihrem „Deppen“ beansprucht waren. Dafür sind ihre jetzt auch beansprucht (ich drücke ganz fest die Daumen für ein gesundes Würmchen! ❤ ).

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Die Sandras (Busch und Gernt) und Sabine Damerow

So, und nun zu euch. 😀 Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ihr mich amüsiert habt. Ihr seid einfach genial. Bleibt so wie ihr seid! ❤

Nur, äh, Sandra … also Gernt, denk bitte an das bestellte (/erbettelte) und zuckertriefendsüße Spin Off zu unserem Liebling Ni’yo! ❤ Das braucht die Welt einfach!

 

 

 

 

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Am Stand vom Dead Soft Verlag habe ich über das Wochenende verteilt recht viele Autoren gesehen und gesprochen. Simon hatte ich ja eingangs schon angesprochen, dann She S. Rutan, Lena M. Brand präsentiert da gerade stilvoll den Verlag, Elisa Schwarz sitzt nebenan mit Thorsten Falke und Justin C. Skylark habe ich am Samstag entdeckt, aber leider nicht gesprochen. Jobst Mahrenolz war kurzfristig erkrankt und eine ganze Reihe habe ich einfach verpasst, weil ich am Samstag so viel durch die Gegend gehüpft bin.

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Bianca Nias, nebenan Marcel Duval (gerade abwesend)

So ein bisschen Dead Soft gemixt, aber auch schon alleine saß Bianca Nias mit ihren Büchern. Die hätte direkt am Verlagsstand wahrscheinlich auch nicht genügend Platz für ihre Bücher gehabt. 😀

Johanna und ich haben hier jedenfalls munter die Reihenfolge der Bände diskutiert und darüber, ob man diese auch einhalten sollte (was mir dringend empfohlen worden ist und ich demnächst mal noch sortieren muss – irgendwo liegt auch noch der Hilfsflyer, den ich dankenswerter Weise dafür mitbekommen habe).

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Am Stand vom Cursed Verlag

Hier habe ich einige getroffen und leider kein Personenfoto gemacht. Das Buch von Jessica Martin habe ich mir aber hier mitgenommen. Davon abgesehen: es war sehr schön bei euch am Stand. ❤

Mir ist im Nachhinein aufgefallen, dass ich eine Reihe irgendwie komplett übersehen habe, M.S. Kelts war jedenfalls auch nachfolgend in der Nähe anzutreffen. Mein Orientierungssinn ist leider nicht der beste. :/

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Weibsbilder Verlag

Auch hier haben Johanna und ich eifrig debattiert, welche Bücher wir schon gelesen haben und welche wir noch lesen müssen.

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Mit den Jungs und Mädels vom Main Verlag habe ich auch immer mal wieder zwischendurch gesprochen. Recht ausführlich mit Dima von Seelenburg, der mir auch sein Buch signiert hat (Vorstellung demnächst im Blog), Alexa Lor, Gepo Lynx, Jessica Martin, Mieko Heide und kurz mit Christian (von der Marketingabteilung). Besten Dank auch für den Kalender, ich fülle den gerade mit meinen Blognotizen. 😉

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Die Blogger-Jung-Elite 😀 V.r.n.l. Tatty Germer, Sarah Natusch und ich

Urteilt nicht zu hart über uns, das war schon am Ende eines sehr anstrengenden Wochenendes. Wir mochten die Messe! Ehrlich! 😀 Man darf nach den vielen Stunden aber auch ein bisschen angestrengt gucken. 😀 Jedenfalls war es sehr schön, euch in Echt kennengelernt zu haben.

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In die Mitte genommen: S.B. Sasori

Ich habe News: Alle, die auf den zweiten Teil vom Rattenfänger warten, dürften in diesem Jahr endlich Nahrung bekommen. Wir haben sie darauf festgelegt! Und ich meine mich zu erinnern, dass wir sie hauen dürfen, wenn das Buch zur diesjährigen Buch Berlin nicht veröffentlicht ist. 😛

Natürlich darf kein Foto der Gesamtausbeute fehlen. Glaubt es oder nicht: ich hatte ein strenges Budget. 😦

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Wie gesagt, es hat mir sehr viel Spaß mit euch gemacht und ich freue mich sehr auf die nächste Familienmesse. ❤

,,___,,
(⊙,⊙)
(____(\
-„—–„–  ~ Kristina ~

Ein Kommentar zu “Messebericht Buch Berlin 2017

  1. Ein ganz wunderbarer Messe-Bericht.
    Und er zeigt mir, dass ich EINDEUTIG zu wenig Zeit auf der Buch Berlin 2017 verbracht habe.
    Vielen Dank für die zahlreichen Einblicke ❤

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