Hallo zurück. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und noch hoch motiviert. :D

Ich reiche euch heute die Interviews nach, die aus dem letzten Jahr noch fehlen (es dürften fünf insgesamt sein) und morgen den Messebericht von der Buch Berlin. Ende der Woche (voraussichtlich Samstag) habe ich dann eine neue Rezension für euch, je nachdem wie gut ich mit den Prüfungsvorbereitungen vorankomme auch zwei. ;)

Back to Topic:

Die Fragen des Interviews wurden wie immer an einem Sonntag in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ gestellt und dieses Mal hat sich Eliza den Fragen gestellt. Falls ihr darüber hinaus noch mehr über sie erfahren möchtet, könnt ihr sie gerne auf ihrem Blog besuchen gehen: elizabauer.wordpress.com.

Das Interview

Autorenvorstellung

Dann darf ich mich hier mal kurz vorstellen: Ich lebe mit Mann und Hund im Süden Österreichs und habe vor eineinhalb Jahren zum ersten Mal eine Geschichte von mir veröffentlicht. Seitdem hält mich das Genre Gay Romance relativ fest in seinen Klauen, auch wenn ich es mir nicht verkneifen kann, auch dabei meiner Leidenschaft für Fantasy zu frönen.

Momentan schreibe ich an der Fortsetzung zu „Fremdes Begehren“ und einem One-Shot mit dem Arbeitstitel „Mozarts Eier“.

Da mich der Brotjob leider seit Anfang des Jahres über Gebühr auslastet, komme ich kaum mehr zum Schreiben, was sich hoffentlich nächstes Jahr bessert.

Wenn ich nicht vor dem PC sitze, findet ihr mich mit Hund und Kamera im Wald oder mit Hund und Schokolade auf der Couch, wo ich versuche nachzuvollziehen, warum meine Freundin von „Lucifer“ so begeistert ist. :-)

Jetzt harre ich gespannt der Fragen, die da auf mich zukommen werden …

Leserfrage 1

Nico: Hallo Eliza. Gibt es ein Thema, über das du gern mal schreiben würdest, dich bis jetzt aber nicht getraut hast?

Nein. Da fällt mir ehrlich nichts ein. Es gibt eine Menge Themen, die viel Recherche erfordern, aber ich bin noch auf keines gestoßen, vor dem ich Angst hätte. Kommt vielleicht noch. ;-)

Leserfrage 2

Julia: Wie bist du zu dem Genre Gay Romance gekommen?

Ich hab’s immer schon gern gelesen, wenngleich allerdings eher als Ausnahme. Dann erreichte ich irgendwann den Punkt, wo ich mit dem klassischen Romance-Schema „reiches Alphaarschloch trifft auf rückgratloses Mädel, das sofort den Verstand wegschmeißt“ nichts mehr anfangen konnte, und auf der Suche nach neuem Lesestoff holte ich mir dann vermehrt Gay Romances, weil ich da nicht dieses immer gleiche Rollenklischee vorfand.

Es gibt genug andere Klischees darin, aber zumindest sind in vielen Büchern beide Protagonisten gleichberechtigt und begegnen sich auf Augenhöhe.

Dann dauerte es noch ein paar Jahre, bis ich den Sprung von Leser zu Autor machte. Ein Freund fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, meinen Fantasy-Roman so umzuschreiben, dass die Hauptfigur schwul ist. Konnte ich nicht, weil die Figur eben hetero war, aber irgendwie setzte sich die Idee fest, und die Muse sprang drauf an und bewarf mich ab da mit immer mehr schwulen Figuren, bis ich nachgab und die erste Story anfing.

Leserfrage 3

Sandra: Wo gehst du auf Ideenjagd und was machst du, wenn du nachts mal einen Einfall bekommst?

Ich hatte mitten in der Nacht noch nie einen Einfall, weil mein Gehirn da auf Notstrom läuft. :-D Im Notfall hab ich mein Handy oder einen Block in der Nähe, um etwas notieren zu können.

Ich jage keine Ideen, die überfallen mich. An den unterschiedlichsten Orten. Beim Spazierengehen, im Kino, beim Lesen, beim Kochen … oft sehe ich Bilder vor mir und frage mich, was ist das für eine Figur und wieso macht sie das? Oder ich sehe einen Film und denke mir „hm, was wäre wenn die Hauptfigur an dieser Stelle das getan hätte?“

Ideen sind nie das Problem. Davon hab ich genug für zehn Leben. Zeit, sie aufzuschreiben, ist das Problem. ;-)

Leserfrage 4

Minelle: Wann hast du angefangen zu schreiben?

Mit 13. Da entstanden meine ersten Geschichten nur für mich. Anfang 20 hab ich dann regelmäßig geschrieben und auch ein paar in Fanzines veröffentlicht. Danach gab’s dann erst mal ein paar Jahre Pause, weil ich privat und beruflich viel um die Ohren hatte.

In den 30ern habe ich dann wieder damit angefangen, und so richtig hat es mich 2010 bei meinem ersten NaNo gepackt. Da erwachte der Ehrgeiz, nicht nur irgendwelche Szenen oder Kurzgeschichten zu schreiben, sondern mal was Längeres.

Dieses „Längere“ wurde ein Roman mit über 300.000 Worten, der zu Recht in der Schublade liegt und dort nie wieder raus darf. :-P

Minelle: 300.000?! Wow!

Wovon 150.000 für den Plot überflüssig waren. Deshalb bleibt mein erster Roman auf für immer unter Verschluss. Vielleicht schreib ich ihn irgendwann neu, weil ich die Story noch immer mag.

Heiko: Jetzt bin ich neugierig. 😉😁

Ist ein Fantasy-Roman ohne Liebesgeschichte. :-)

Leserfrage 5

Kristina: Ich weiß, du kannst die Frage vermutlich nicht mehr hören, aber wann denkst du, werde ich endlich deinen ersten Roman lesen können? :D Und gibt es eventuell die Möglichkeit, den Prozess zu beschleunigen? Bestechung, Schnaps, Schlägertypen …

Bis auf den Alkohol klingt das eher nach Drohung. :-D

Kristina: Öhm … kann auch quasi eine sein. :D

Ich wage nicht mehr, genaue Prognosen abzugeben. Eigentlich sollte es dieses Jahr soweit sein, aber dann schlug der Brotjob in all seiner Grausamkeit zu. Also, ich bin jetzt nicht sauer, weil ich davon meinen Leben finanziere, aber ein bisschen weniger Arbeit wär vielleicht nicht schlecht gewesen … Ich hoffe auf nächstes Jahr, da ich dann weniger Aufträge annehmen werde, sage aber nichts mehr zu einem genauen Termin, weil ich den dann sicher nicht halten kann. Aber das Gute ist immerhin, dass ich ein Sequel fertig in der Schublade habe, also würde nach dem ersten Roman schnell der zweite folgen. :-)

Ich reagiere gut auf Schokolade. *just sayin’* ;-)

Kristina: *notier*

Julia: Kristina, Schoki von Zotter *flüster* und Bilder von Jason Momoa. Ist aber ein Balanceakt, da sie dann eher ins Starren verfällt. 😁

Julia, danke, dass du „starren“ und nicht „sabbern“ geschrieben hast.

 

Leserfrage 6

Minelle: Ist Eliza Bauer dein Pseudonym?

Halb. Hab meinen zweiten Vornamen zu Eliza abgekürzt.

Leserfrage 7

Ambra: Schreibst Du noch unter anderen Namen?

Im Moment nicht. Falls ich ein ganz anderes Genre schreiben würde, wie z. B. reine Fantasy ohne Lovestory, dann würde ich vermutlich einen anderen Namen nehmen.

Leserfrage 8

Chrissy: Gibt es ein Land oder eine Stadt, die du für deine Gegenwartsromane bevorzugst?

Orte, wo ich selbst schon war. Weil ich da natürlich aus eigenen Erfahrungen schöpfen kann. Ich hab einen Roman angefangen, der in München und Wien spielt, in einem anderen geht’s nach Prag, und dann gibt’s diverse Ideen, die in England und Südafrika spielen.

Ansonsten bin ich da recht offen, wenn mich ein Setting anspringt, dann nehme ich es auch. Wenn ich dort noch nicht war, muss ich eben mehr recherchieren. Oder es auf die Urlaubsliste setzen. ;-)

Leserfrage 9

Nico: Was muss beim Schreiben unbedingt dabei sein? Tee? Kaffee? Haustier? Oder was anderes? ^^

Duftkerzen. Ich bin Yankee Candles verfallen. Hund liegt entweder unter meinem Schreibtisch oder hinter mir auf der Couch (Falls nicht, stellt sie was an). Getränk wechselt ja nach Jahreszeit und Uhrzeit, meistens Tee oder Limettenwasser.

Leserfrage 10

Kristina: Bleiben wir mal bei deinen Romanfiguren aus dem Fantasy-Bereich. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sehr sind sie dir inzwischen ans Herz gewachsen?

12.

Kristina: Ja, so ist es auch bei mir.

Nein, ernsthaft, ich liebe all meine Jungs. Manche sogar mehr als andere, aber das sage ich nicht laut, damit sie nicht eifersüchtig werden. Manche treiben mich auch in den Wahnsinn (I’m looking at you, Will), aber dann wird’s erst richtig interessant.

Kristina: Ich habe einen ausgesprochen großen Faible für Will und Grayce. <3

Dito. :-)

Leserfrage 11

Minelle: Was würdest du wirklich einmal gerne schreiben, traust dich aber noch nicht ran?

Es gibt Projekte, für die ich lange recherchiere und viel Sekundärliteratur lese, um dem Thema gerecht zu werden, aber ich hab noch nichts gefunden, was ich schreiben WILL, mich aber nicht traue.

Bei manchen Themen habe ich Angst, es nicht korrekt darzustellen, aber ich schreibe es trotzdem. Es dauert nur länger, weil ich dann supervorsichtig bin und total sorgfältig arbeite. Das bin ich den Leuten, die so etwas wirklich erlebt haben, schuldig.

Leserfrage 12

Ambra: Wie viel Zeit benötigst Du durchschnittlich für einen Roman?

Kristina: Uneeeeeeendlich lang. :P *duckundweg*

Siehe Kristinas Antwort …

Also, vorausgesetzt, ich habe die Zeit, daran zu arbeiten, kommt es stark auf den Roman selbst an – wie kompliziert ist der Plot, wie viel Recherche mach ich zwischendrin, wie sehr „packt“ es mich. Das oben irgendwo erwähnte Sequel hatte ich innerhalb zehn Wochen fertig (120k). Ansonsten hab ich Stories, die ich in zwei Wochen fertig habe, und manche mit dem gleichen Wordcount, an denen ich 6 Monate sitze, weil ich zwischendurch pausiere.

Leserfrage 13

Kristina: Will und Grayce: Gibt es einen Gedankengang, der dich bei der Entwicklung ihrer Geschichte schon einmal laut zum Lachen gebracht hat?

Hm, ich glaub, da fällt mir kein Gedanke, sondern nur ein Dialog ein. Ein Freund von Grayce bezeichnet ihn als klein, worauf er beleidigt meint „Ich bin nicht klein, ich bin mittelgroß“. Ist so eine Art running gag, weil Will seinen Freund verdammt groß findet, der für einen Elfen allerdings ziemlich klein ist.

Ansonsten geben mir die beiden nicht allzu viel zum Lachen, weil sie dauernd irgendwas total Blödes machen und ich dann schauen darf, wie ich sie zu einem Happy End kriege (yes, I’m looking at you, Will – AGAIN).

Oh, warte, doch, da war die eine Stelle in dem noch nicht veröffentlichten Roman, wo Will unvermutet auf Grayces Mutter trifft. Da hat er recht interessante Gedanken, die sich darin äußern, dass er erst mal in Schockstarre verfällt. :-D

Leserfrage 14

Kristina: Deinen Newslettern entnehme ich, dass du sehr selbstkritisch bist. Wie viele Worte lang war der größte Text, den du im Nachhinein wieder gelöscht hast?

50k, die ich auf einmal aus einem Fantasyroman geschnitten habe. Insgesamt flogen 65k raus. Dummerweise folgt die Muse jeder Abzweigung im Plot, und ich darf im Nachhinein dann entscheiden, was gehört zur Handlung, was bringt den Plot voran und was ist zwar eine nette Episode, gehört aber nicht in dieses Buch.

Bei Gay Romance fliegt weniger raus, da ich mittlerweile ökonomischer schreibe. Hin und wieder mal eine Szene (meistens trifft es Sexszenen, wenn diese die Handlung nicht voranbringen; siehe die beiden Outtakes für meine Abonnenten), aber selten mehr als insgesamt 5k.

Leserfrage 15

Kristina: Worauf beruht dein Wissen um die, sagen wir, expliziteren Szenen zwischen Will und Grayce ? Recherche oder Erfahrung? (Wenn ich fragen darf.)

Beides.

Leserfrage 16

Diana: Liest du selber Gay und wenn ja, hat dich eine Geschichte zum Schreiben inspiriert?

Wenn es um Liebesromane geht, lese ich in den letzten Jahren fast nur mehr Gay.

Eine spezielle Story hat mich nicht zum Schreiben inspiriert. Eher allgemeine Sachen wie „hm, dieser Regency Roman hat mir gefallen, ich möchte auch mal was Historisches schreiben“ oder „dieser Thriller war spannend, so was möchte ich auch mal versuchen.“ Meistens kommen da mehrere Bücher zusammen, bis ich mir denke, so, jetzt will ich auch mal Romantic Suspense versuchen (mit dem ich übrigens gnadenlos auf die Nase gefallen bin; der Plot schmort noch immer in der Überarbeitungshölle).

Diana: Na dann wird es Zeit, sich diesem auch mal wieder zu widmen. :)

Finde ich auch :-) Hoffe, ich finde nächstes Jahr die Zeit dazu, den Österreicher und den Amerikaner zu verkuppeln.

Diana: Ein Österreicher und ein Amerikaner …dies kann ja nur schief, äähhh, meine, gut gehen. ;)

Genau, was soll da schon für ein Konflikt sein? Also abgesehen von der unterschiedlichen Nationalität, Wohnsitzen auf zwei unterschiedlichen Kontinenten, den gänzlich unterschiedlichen Berufszweigen (Kellner und Agent) und einem gewissen Altersunterschied schreit das doch nach ewiger Liebe. :-)

Diana: Na, das solltest du mal so schnell wie möglich zu Ende bringen! Es wäre echt schade, uns daran nicht teilhaben zu lassen. :*

Ok, ok, ich versuche das Plotloch mit irgendwas zu kitten. 😊

Leserfrage 17

Chrissy: Was wäre ein ganz besonderer Erfolg für dich?

Jemandem da draußen, irgendjemandem, mit einer meiner Geschichten Mut machen. Leser zu berühren und für einige Stunden die Welt vergessen lassen. Sie am Herzen packen und ihnen zeigen, wie wunderbar Liebe ist und dass das Leben immer lebenswert ist, auch wenn es gerade beschissen läuft.

Etwas prosaischer: Vom Schreiben leben zu können. :-)

Leserfrage 18

Sandra: Wie gehst du mit Störungen durch Dritte während eines absoluten Tastenlaufes um?

Gelassen. Der Postbote macht ja nur seinen Job und kann nichts dafür, dass er nervt. ;-) Ich komm auch schnell wieder rein, wenn ich nur ein paar Minuten herausgerissen werde. Wenn die Unterbrechung länger dauert, dann werde ich grantig. Daher sieht mein Umfeld davon ab, mich zu stören. Was recht einfach ist, da ich hier nur Mann und Hund habe. Anrufe werden im absoluten Flow schon mal ignoriert, und der Postbote weiß zur Not, wo er die Pakete abstellen muss.

Leserfrage 19

Kristina: Kannst du dich noch an den Tag erinnern, an dem du das erste Mal einen Gedanken hattest, von dem du unbedingt überzeugt warst, aus ihm eine Geschichte entstehen zu lassen? Wenn ja, worum ging es?

Das passiert mir bei so ziemlich jeder Idee: Oh, das wär cool, daraus will ich eine Story machen! Das wär interessant! Das wär spannend etc.

Das erste Mal ist lange her, vor … oh Gott … 30 Jahren. Da wollte ich einfach nur meine abstrusen Ideen auf Papier bannen (Fanfiction und so).

Das letzte Mal war es beim Plot zum „Morgen“. Ich hatte eine Szene, die ich mal für eine Ausschreibung verfasst habe, und wollte darum eine Kurzgeschichte bauen. Also überlegte ich, wer die Figuren sind, wie sie in diese Situation gekommen sind, und schaute aus dem Fenster. Sah unseren Kirschbaum und die Rose daneben und da wusste ich, worüber ich wirklich schreiben will. Nicht über das Kennenlernen zweier Menschen, sondern über Abschied und das Ende eines Lebensabschnitts.

„Der Morgen, den ich fürchte“ ist höchst persönlich und ich werde so schnell nicht wieder so etwas schreiben, weil ich mich durch dieses Buch geheult habe. Ich war danach ein emotionales Wrack, aber hey, das Ergebnis war’s mir wert :-)

Leserfrage 20

Kristina: Werden dich die Leser, also ich zum Beispiel, in naher Zukunft auf einer Buchmesse treffen können? Ich stelle mir das organisatorisch nicht so einfach vor, da du ja einen recht weiten Weg hast.

Ich musste Frankfurt dieses Jahr leider auslassen, weil eben organisatorisch schwierig. Nächstes Jahr sollte es klappen, dass ich zumindest in Frankfurt bin. Berlin und Leipzig sind für mich schwierig, da ich da niemanden kenne, bei dem ich unterkriechen könnte. Und mit Flug, Eintritt UND Hotel wird’s dann schon recht teuer. Bislang hab ich ja auch nur 2 Prints, da lohnt sich ein eigener Stand schon gar nicht.

Aber ich denke, wenn ich mal mehr Prints habe, würde ich auch gerne nicht nur als Besucher, sondern auch als Aussteller auf eine Messe. Vermutlich eine kleine, weil ich mir die großen nicht leisten kann. ;-)

Leserfrage 21

Ambra: Hattest Du schon einmal mit befremdeten Reaktionen zu tun wegen Deiner Themen?

Als ich es vor einigen Monaten meiner Mutter gesagt habe. :-P Die war wirklich befremdet, warum ich ausgerechnet über schwule Männer schreibe. Ist sie noch immer. Aber sie hat ein Buch von mir gelesen, was ich ihr hoch anrechne, weil sie mit Liebesgeschichten nix anfangen kann. Und danach war sie noch verwirrter, denn sie hat nicht verstanden, wie ich wissen kann, wie Schwule Sex haben. ;-)

Leserfrage 22

Kristina: Wird dein Hund eventuell mal eine Nebenrolle in einem deiner Bücher erhalten? Und wenn ja, wie würde die wohl aussehen?

Sie hat einen kurzen Auftritt im Morgen. Diese Buddelmanie ist nicht erfunden. :-P

Ich hab da eine Idee mit einem Hundebesitzer, könnte gut sein, dass ich unserem Hund da eine Rolle verschaffe. Oder auch einem der Vorgänger. Jeder Hund hat einen anderen Charakter, da müsste ich sehen, wie es am besten in die Story passt. Wir hatten den Rabauken, die Seelsorgerin und jetzt die hibbelige Schmusekönigin.

Leserfrage 23

Kristina: Damit ich die Ursache allen Übels kenne: Möchtest du verraten, worin dein Brotjob besteht?

Ich bin Übersetzerin für Belletristik (Englisch-Deutsch).

Kristina: Okay … dagegen kann ich jetzt nicht mal was sagen. :D

Da ich das freiberuflich mache, muss ich viele Aufträge annehmen, um über die Runden zu kommen. Und oft habe ich dann am Ende eines Tages nicht mehr genug Worte im Hirn für meine eigenen Storys.

Leserfrage 24

Kristina: Wie empfindest du den Kontakt mit Lesern? Und wie geht es dir mit positiven und negativen Rezensionen?

Ich liebe den Kontakt zu Lesern! Wenn’s nach mir ginge, würde ich dauernd mit Lesern quatschen (das wär mal eine gute Form von Prokrastination).

Ihr habt mich nicht gesehen, als ich meine erste Mail von einem Leser bekam – ich bin wie Rumpelstilzchen durchs Haus gerast und hab gebrüllt: „Ich hab Fanmail!!!!“ Ich werde bei jeder Art von Feedback rot. Und zwar knallrot. Bei positivem noch viel mehr als bei negativem.

Ich freue mich über jede Rezension, jede PN, jede Form von Feedback, und so merkwürdig das auch klingt, ist es mir egal, ob die gut oder schlecht ist. Weil ich zumindest einen Leser so sehr bewegt habe, dass er die Mühe auf sich nimmt, mir zu schreiben.

Bei den positiven Rezensionen schau ich immer, was den Leuten gefallen hat, damit ich diesen Aspekt ausbaue und weiß, dass das die richtige Richtung ist. Bei den negativen ist es ähnlich – was hat nicht gefallen, was kam nicht gut an? Dann ziehe ich für mich heraus, was ich daraus lernen kann, wo ich die Meinung des Rezensenten teile und erkenne, was ich besser machen kann und wo ich sagen muss „hat halt einen anderen Geschmack, tut mir leid, dass es nicht gefallen hat“.

Leserfrage 25

Kristina: Wie lautet/ Was ist das schönste Kompliment, welches du in Bezug auf deine Geschichten bisher bekommen hast?

„Du weißt erstaunlich gut über den männlichen Orgasmus Bescheid.“ Den Satz werde ich nie vergessen. :-D Und ansonsten so ziemlich jede Rezension zum „Morgen“, weil ich da gesehen habe, dass ich die Leute wirklich berührt habe.

Leserfrage 26

Kristina: Gibt es einen Autor, der sehr bekannt und beliebt ist, dem du selber aber nichts abgewinnen kannst? (egal welches Genre)

William Faulkner. Ok, passt nicht hierher, aber ich wurde mit dem einfach nie warm. Ansonsten gibt es schon einige, wo ich sagen musste, ist nichts für mich, aber ich könnte jetzt nicht mal Namen nennen, weil ich die einfach nicht weiter verfolge.

Leserfrage 27

Kristina: Was wolltest du deinen Lesern/ Wegbegleitern deiner Bücher unbedingt mal gesagt haben?

Dass sie nicht unterschätzen sollen, welche Wirkung eine Nachricht von ihnen auf den Autor hat. Eine Zeile in einer Mail, einer PN oder bei einer Rezension kann mich aus einer Schreibkrise befreien und mir den Antrieb geben, den ich brauche. Denn wie ich immer sage: Ich schreibe für mich, aber ich veröffentliche für andere.

Also habt keine Scheu, euren Lieblingsautoren zu sagen, was ihr von ihren Werken haltet. Keiner von uns beißt (zumindest nicht unbedarfte Leser), wir freuen uns alle irrsinnig über Feedback, und selbst wenn es negativ ist, können wir daraus lernen und uns weiterentwickeln.

Ansonsten: Habt Spaß mit meinen Geschichten und denkt daran, Liebe ist die beste Sache auf der Welt. Selbst wenn sie manchmal höllisch wehtut. Wobei, mein Lieblingseiserzeuger hat ein Cookie-Eis im Programm, was ziemlich nah an „bester Sache der Welt“ dran ist …

Ein sehr schönes Interview wie ich finde, mal von meinen kleinen Fangirlmoments abgesehen. :D

Weiter geht es, in ca 1,5 Stunden, mit dem Interview mit Sandra Gernt. :)

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Leser interviewen – Eliza Bauer