Leser interviewen – Savannah Lichtenwald

Am 05. November war eine Autorin zu Gast, deren bekanntestes Buch ich ebenfalls gelesen und sehr gemocht habe. Savannah hat sich, wie alle anderen in der Serie auch, den Fragen der Leser aus der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für alle“ gestellt.

Wollt ihr nach dem Interview noch mehr von ihr wissen, könnt ihr euch gern auf ihrer Internetseite umschauen: www.savannah-lichtenwald.jimdo.com.

Das Interview

Autorenvorstellung

Hi, ihr Lieben. 🙂 Jetzt bin ich also dran – so oder so. 😀 Unter dem Pseudonym Savannah Lichtenwald schreibe ich Gay Romance, Drama und in meinen Kurzgeschichten hin und wieder Fantasy. Ich lebe mit Mann und zwei Teenies nicht weit von Frankfurt am Main entfernt. Vor vier Jahren begann ich bei BookRix mit dem Schreiben (die erste Geschichte war „At home – Für 128 Jahre“) und bis heute sind daraus mehrere Bücher und etliche Kurzgeschichten geworden, einige davon in karitativen Anthologien. 🙂 Na, dann legt mal los mit euren Fragen. ^^

Leserfrage 1

Nicole: Huhu Savannah. ❤ Gibt es ein Thema worüber du gern schreiben würdest, dich aber noch nicht getraut hast?

Nein, eigentlich nicht. Es gibt viele Themen, die sicher sehr schwierig sind. Bis jetzt hat mich aber noch kein Bunny dieser Art heimgesucht. 🙂

Leserfrage 2

Gabriele: Hi Savannah, was sind die wichtigsten Dinge, die du zum Schreiben brauchst?

Laptop, Ruhe, Kaffee. 😉

Gabriele: Keine Musik beim Schreiben?

Nein, bloß nicht. Davor oder danach gerne, währenddessen nicht. 🙂

Leserfrage 3

Mimi: Welche deiner Geschichten liegt dir denn am meisten am Herzen?

Oh, das ist ganz schwer … „At home“ war meine erste. Daran hänge ich natürlich. „Das Monster des Prinzen“ ist mir aus verschiedenen Gründen sehr nahe. Dort steckt von mir am meisten drin. Meine Kurzgeschichten liebe ich auch alle … *sfz* Ich kann mich nicht festlegen. 🙂

Leserfrage 4

Elke: Gibt es auch etwas, was du angefangen und abgebrochen hast?

Ja, das gibt es. Mehrere Ideen für Kurzgeschichten, von denen nur zwei oder drei Absätze vorhanden sind und eine Novelle, bei der ich leider nicht weiterkam. Letztere werde ich aber ganz sicher nochmal in Angriff nehmen. 🙂

Leserfrage 5

Diana: Wo holst du dir deine Inspirationen für deine Geschichten her?

Überall und nirgends. Das kann eine persönliche Situation sein, etwas, was ich unterwegs beobachte, ein kaputtes Fenster, ein Online-Artikel. Der Gay Kiss WB bei BookRix hat mich auf so einige Kurzgeschichten gebracht. Und manchmal überfällt mich etwas ohne Vorwarnung aus dem Nichts. 😀

Leserfrage 6

Monika: Lieber Kaffee oder Tee zum Schreiben oder lieber nichts, damit du die Tastatur nicht vollkleckerst?

Mit Getränken kleckern kann ich gut. ^^ Trotzdem brauche ich meinen Eimer Kaffee. 😉

Leserfrage 7

Diana Rothe Liest du selber Gay und wenn ja, mehr Romantik oder auch mal etwas anderes?

Seit knapp fünf Jahren lese ich fast ausschließlich Gay. In diesem Genre gibt es so viel Auswahl. Nahezu jedes andere findet man hier als Subgenre wieder. Ich mag am liebsten Romantik, Fantasy und hin und wieder einen Krimi. 🙂

Leserfrage 8

Anja: Schokolade oder eher salzig?

Schokolade. 😍

Leserfrage 9

Diana: Hast du denn etwas neues in petto, worauf deine Leser sich freuen können?

Zur Zeit schreibe ich an „Ginger“. Das wird eine Contemporary-Geschichte mit Kleinstadtpolitik, Intrigen und Drama. Ich war schon recht weit, hatte mich aber völlig verrannt, sodass ich jetzt mit einem Kapitel wieder am Anfang bin. Aber diese Story brennt mir schon lange auf der Seele und ich will sie unbedingt beenden. 🙂

Leserfrage 10

Elke: Wie verarbeitest du Kritik?

Schlecht, wie wohl die meisten *LOL*. Nachdem ich ausführlich (und ganz alleine für mich) geflucht und gegen Stühle getreten habe, versuche ich, so rational und sachlich wie möglich damit umzugehen. 🙂

Elke: LOL … wie oft muss du neue Stühle kaufen? 😉

Zum Glück nicht oft. 😉

Leserfrage 11

Nicole: Hast du einen Lieblingsautoren/in?

Es gibt eine Handvoll AutorInnen, deren Bücher ich blind kaufe, und nochmal so viele, bei denen ich den Klappentext nur überfliege, aber keine ausgesprochenen LieblingsautorInnen. 🙂

Leserfrage 12

Monika: Ist bei dir Happy End Pflicht oder geht’s auch ohne?

Happy End – von allem anderen bekomme ich Magenschmerzen. Ich habe es mal mit einer sehr kurzen Kurzgeschichte ohne HE versucht, aber dank der lieben BX-Leser*innen und meines eigenen Unbehagens habe ich sie kurz darauf mit einem Happy End fortgesetzt. ^^

Leserfrage 13

Minelle: Wie bist du zu deinem Pseudonym gekommen?

Als mir „At home“ einfiel, überredete mich France Carol ❤ die Geschichte online zu stellen. Ich habe nicht lange nachgedacht. Wenn ich geahnt hätte, was daraus wird … Den Namen Savannah mochte ich schon immer und für den Nachnamen wollte ich etwas Helles, Freundliches. Ich dachte spontan an eine Lichtung im Wald, mit männlichen Elfen und ein paar Sonnenstrahlen – Lichtenwald. ^^ Leider ist der Name sehr lang für Cover und zum Signieren, aber jetzt ist es zu spät, etwas zu ändern. 😀

Leserfrage 14

Minelle: Hast du Vorbilder, wenn ja, welche Autoren wären das?

Wenn ich lese, verliebe ich mich oft in die Ideen und den Schreibstil von Autorenkolleg*innen. Viele von ihnen bewundere ich, aber ein großes Vorbild habe ich nicht. 🙂

Leserfrage 15

Minelle: Welches deiner Bücher ist dein ganz persönlicher Favorit?

Ich setze mal hier hin, was ich weiter oben schrieb:

„Oh, das ist ganz schwer … „At home“ war meine erste. Daran hänge ich natürlich. „Das Monster des Prinzen“ ist mir aus verschiedenen Gründen sehr nahe. Dort steckt von mir am meisten drin. Meine Kurzgeschichten liebe ich auch alle … *sfz* Ich kann mich nicht festlegen. :)“

Leserfrage 16

Minelle: Dein Ratschlag für andere Autoren?

Viel lesen und zwar die Bücher anderer Autor*innen, weniger Schreibratgeber. 😉 Einen eigenen Stil finden, ihm treu bleiben, aber möglichst angstfrei (ich weiß, das ist schwer) auch mal Neues ausprobieren. Sich Beta- und Testleser suchen, die ehrlich kommentieren. Anderen helfen und selbst um Rat fragen, wenn man nicht weiterkommt. 🙂

Leserfrage 17

Diana: Wie sieht dein Schreibplatz aus? 🙂

Puh, ich habe eigentlich keinen richtigen. 😀 Oft sitze ich auf dem Bett mit dem Laptop auf dem Schoß, im Sommer auch gerne auf unserer Terrasse. 🙂 Irgendwann will ich mir aber mal eine passende Ecke einrichten. 🙂

Leserfrage 18

Kerstin: Wie bist Du auf die Geschichte „Das Monster des Prinzen“ gekommen?

Oh, das war sehr überraschend, vor allem für mich. 😀 Ich hatte eine kleine Kurzgeschichte geschrieben, die mich plötzlich überfallen hat – ein Mann, der nach Jahren in seine Heimat zurückkehrt, um sich bei seinem ehemaligen Mobbingopfer zu entschuldigen. Die Idee rührt daher, dass ich selbst in meiner Schulzeit von Mobbing betroffen war. Kaum war die Geschichte online, wurde ich von mehreren Leser*innen angeschrieben, doch bitte zu erzählen, was davor passiert ist und was danach. Nachdem ich lange darüber nachgedacht und mit Freunden gesprochen habe, fing ich an, zu schreiben. Heute ist die damalige Kurzgeschichte beinahe unverändert eines der Kapitel mittendrin.

Leserfrage 19

Alexandra: Hast Du jemals mit dem Gedanken gespielt, auch mal mit einem anderen Autor zusammen was zu schreiben? Ist momentan ja sehr in, wie es scheint …

Ja, der Gedanke kam mir durchaus, aber ehrlich gesagt, kann ich mir im Moment nur schwer vorstellen, wie so was funktioniert. 🙂

Leserfrage 20

Diana: Was sagt deine Familie dazu, dass du Gay schreibst und liest?

Sie hat Verständnis und unterstützt mich und betrachtet das Ganze als zeitintensives Hobby. 😉

Leserfrage 21

Elke: Wenn du mal einen Hänger in einer Geschichte hast, was machst du dann?

Ich mach mir einen Kaffee, ich mach mir Sorgen, ich mach an einem anderen Tag weiter. 😉 Man braucht halt Geduld, erzwingen oder herbeizaubern lässt sich da leider nichts. 🙂

Leserfrage 22

Diana: Gibt es Geschichten, die du noch in der Schublade versteckst, weil du nicht weiterkommst?

Ja, es gibt eine und sie ärgert mich. 😉 Genug, dass ich sie irgendwann wieder in die Hand nehme und weiterschreibe.

Leserfrage 23

Katja: Huhu. So, mal meine Lieblingsfrage: Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen und was ist dein Lieblingskuchen?

Ein Survival-Handbuch, einen Riesenpacken Streichhölzer, ein Funkgerät mit vielen Batterien oder Stromgenerator und ähnliche Dinge. Was so was betrifft, bin ich eher praktisch veranlagt, daher keine Bücher, sondern alles, was mich überleben lässt und möglichst bald von der Insel wieder wegbringt. 😀 Kuchen mag ich sehr gerne, am liebsten Bananen- oder Erdbeerkuchen. 😍

Leserfrage 24

Rosana: Hattest du schon Schreibblockaden und wie gingst du damit um?

Ja, hatte ich. Ein paar kürzere von wenigen Wochen und … hm, wie sage ich das … Die letzten zwei Jahre waren für mich aus persönlichen Gründen nicht leicht, was mich schreiberisch beinahe völlig ausgebremst hat. Ein Wundermittel dagegen kenne ich leider auch nicht. Aber die Kurve zeigt nun endlich wieder nach oben, ich bin auf einem wirklich guten Weg. 🙂

Leserfrage 25

Rosana: Hast du Kontakt zu anderen Autoren? Wenn ja, wie ist er?

Viele der anderen Gay-AutorInnen sind für mich zu Freunden geworden und ich freue mich jedes Mal wie verrückt, wenn ich sie auf Buchmessen und bei Lesungen wiedersehe. ❤

Leserfrage 26

Kaiden: Mit welcher deiner Figuren würdest du eine WG gründen?

Wahrscheinlich mit David aus „Das Monster des Prinzen“. Im Gegensatz zu mir machen ihm Kochen und Backen richtig Spaß. ^^

Leserfrage 27

Kaiden: Wie lange schreibst du für gewöhnlich an einem Buch?

Das ist ganz unterschiedlich. Eine Kurzgeschichte kann schon mal in drei Tagen fertig sein. Die drei „At home“-Novellen sind jeweils innerhalb drei, vier Wochen entstanden. Am „Monster des Prinzen“ habe ich ein Jahr geschrieben. 🙂

Leserfrage 28

Kaiden: Würdest du dich schreibtechnisch auch an Lesbian Romance rantrauen?

Eher nicht. Zu einer schönen Liebesgeschichte gehört meist auch ein wenig Erotik. Mit Frauen kann ich leider keine erotischen Szenen schreiben und darum lasse ich das besser. 🙂

Leserfrage 29

Gabriele: Bei einer Verfilmung von „Das Monster des Prinzen“ wer wäre deine erste Wahl für die Besetzung?

Diana: Gute Frage. 🙂

Alexandra: Das würde ich auch gerne wissen!

*lach* Sorry, ich habe keine Ahnung. Es gibt zwei Fotos von Models, die ich im Laufe des Schreibens entdeckt habe, und die ziemlich genau meiner Vorstellung von Phil und David entsprechen, aber ein Schauspieler fällt mir nicht ein. 🙂

Leserfrage 30

Kaiden: Was war das bisher größte Lob, das du von Leserseite bekommen hast?

Das größte Lob für mich ist, wenn LeserInnen meine Geschichte, mein Buch, zwei- oder mehrmals lesen. ❤

Leserfrage 31

Kristina: Hast du noch eine weitere, ähnlich lange Geschichte wie „Das Monster des Prinzen“?

Bis jetzt leider nicht, aber ich gedenke, das in absehbarer Zeit zu ändern. 😉

Leserfrage 32

Chrissy: Wo hören wir dich wieder etwas vorlesen?

Bis jetzt ist nichts geplant. Vor meinen zwei Lesungen war ich höllisch nervös, aber irgendwann mache ich das mal wieder. 🙂

Leserfrage 33

Kaiden: Liest du auch Bücher mit Sad End oder ist da für dich auch Happy-End-Pflicht?

Bücher mit Sad End sind für mich nur schwer erträglich. Wenn ich sie lese, dann quasi „aus Versehen“, weil ich es vorher nicht wusste.

Damit entlasse ich euch gerne aus dem Samstag! 😀

Morgen enthülle ich, was ich die letzte Zeit vorbereitet habe, nächste Woche wird hier nämlich ein bisschen was los sein. 😉

Euch einen schönen Leseabend noch,

eure Büchereule
,,___,,
(⊙,⊙)
(____(\
-„—–„–  ~ Kristina ~

 

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