꙳Herzfrequenz Vol. 2: David & Henry꙳ – Elisa Schwarz und Lena M. Brand

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Mit etwas Verzögerung stelle ich euch heute Elisas und Lenas neuesten Streich vor. Im zweiten Teil treffen wir auf altbekannte Gesichter und lernen einige von ihnen noch näher kennen.

Nach dem ersten Teil von Herzfrequenz haben mir die Autorinnen auch den zweiten Teil als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür, Mädels und damit ihr nicht weiter warten müsst, starten wir auch sofort in die Rezension.

Allgemeines zum Buch

Es erschien erst vor einem Monat, am 09. Oktober im dead soft Verlag und umfasst ca. 410 Seiten, wobei die Wortzahl, trotz weniger Seiten, etwas höher ist (im Vergleich zu Vol. 1). Wir befinden uns beim Lesen im Genre Gay Romance, sodass ihr euch einen oder mehrere gemütliche Leseabende versprechen könnt.

Inhalt und Rezension

Henry und David kennen sich zwar, aber trotz ihres recht ausgeprägten und lockeren Sexualverhaltens (so nenne ich das jetzt einfach mal), haben sie bisher nie in Erwägung gezogen, auch miteinander intim zu werden. Das ändert sich, als David nach einem halben Jahr in die Stadt zurückkehrt und in der Bar landet, in der Henry arbeitet. Es soll ein One Night Stand werden und doch ist da etwas, was sie fortan zu verbinden scheint. Das Gefühlschaos der Protagonisten und auch derer, die sich etwas anderes versprochen haben, sorgen dabei für einige Probleme.

Der Start ins Buch gelang mir nicht so ohne weiteres, was im Wesentlichen wieder darin begründet ist, dass der Einstieg einen eher vorstellenden Charakter, die Protagonisten betreffend, hat. Ich ziehe persönlich nicht so sehr viel aus dieser Art des Kennenlernens der Hauptpersonen. Ich möchte natürlich und im Verlauf der Geschichte verschiedene Facetten und Hintergründe kennenlernen; fast geballt am Anfang, finde ich es immer etwas müßig. Henry und David erzählen uns ihr Erleben aus der Ich-Perspektive, was sprachlich recht ansprechend gestaltet worden ist.

Einmal drin macht es Spaß und hat mich auch bis zum Ende nicht mehr gehen lassen. Es gab einige Stellen, bei denen ich laut lachen musste, generell bin ich absoluter Freund von dem dezenten, aber auf den Punkt eingesetzten Humor. Die Handlung liest sich flüssig hintereinander weg und trotz der Buchlänge, konnte ich keine „Längen“ ausmachen, während derer man das Buch natürlicherweise aus der Hand legen würde. Das ist bei 600 Seiten nicht selbstverständlich und definitiv ein Pluspunkt.

Abgesehen von den Zweifeln und Unsicherheiten die Henry und David mit sich herumtragen, sorgen auch die verletzten Gefühle von Kilian für Spannung. Nichts davon ist über Gebühr dramatisch, im Gegenteil, ich empfand in diesem Teil die Reaktionen aller beteiligten als durch und durch menschlich. Was beim Lesen auch wirklich ankommt und dafür sorgt, dass ich mir mit den Protagonisten Sorgen gemacht habe. Überhaupt waren es hauptsächlich Gefühle wie Wut und Verzweiflung, die eins zu eins auf mich gewirkt haben, was ich sehr mochte.

Ein kleines Problem hatte ich mit der Häufigkeit der Sexszenen. Es gibt durchaus Sequenzen, die eine menge Gefühl transportieren, die Anziehung und Zuneigung von David und Henry tragen und somit ein Verständnis mit sich bringen, warum und wieso gerade die zwei sich finden wollen. Darüber hinaus gibt es aber leider auch genügend, die auf mich nicht wirken konnten, weil sie lückenfüllend erscheinen und nichts zur Handlung/ dem Verlauf des Geschehens beitragen. Ich will nicht zu wertend da hineingehen, weil ich nicht denke, dass es die Intention der Autorinnen war, aber es bekommt stellenweise schon einen Touch von „sex sells“. Mir fehlte etwas mehr eigentliche Interaktion, etwas, das aus der äußerlichen Anziehung, etwas Tieferes gemacht hätte. Den Vibe dahin bekam ich zum Ende immer mehr, so ganz selbstverständlich wurde das aber nicht.

Ich prophezeie mal, dass die meisten von euch mit Henry am meisten mitgehen werden, da er ein rundum sympathischer Charakter ist und auf vielen Ebenen überzeugt. Was mir aber fast noch besser gefallen hat, war die Entwicklung, die David in diesem fiktiven halben Jahr gemacht hat. Der Abstand und die neue Arbeit schlagen sich in seinem Verhalten nieder, was diese Auszeit real anfühlen lässt.

Fazit: Ein runder Liebesroman, der nicht nur das Finden der Hauptprotagonisten beleuchtet, sondern auch die Personen, die menschlich-verletzt reagieren. Zum besseren Verständnis ist das Lesen des ersten Teils sehr zu empfehlen.

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Autoreninformation/ -kontakt

Elisa und Lena findet ihr nur auf Facebook. Die Links zu ihren Autorenprofilen, lasse ich euch gerne da.

www.facebook.com/ElisaSchwarz.Autorin

www.facebook.com/Lena.M.Brand

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