꙳Sommer, Sonne, Strandkorb꙳ & ꙳Die Rache des Sidhe꙳ – Rezensionen zur Reading Challenge

An diesem, bis eben noch sonnigen, Sonntag habe ich zwei Rezensionen gleichzeitig im Gepäck. Grund dafür ist die Reading Challenge von der Dreamspinner Press. Ich wiederhole nochmal: Diese wird monatlich bis Oktober 2018 fortgesetzt. In jedem Monat, bis dahin, lösen die Leser zwei Aufgaben und hüpfen dabei in einen Gewinntopf. Die Aufgaben für diesen Monat (August) lauten:

  • Lies ein Buch mit Urlaubsthema
  • Lies ein Buch, das 2014 erschienen ist

Verlag, Autoren und Sprache sind dabei egal, der Leser hat freie Hand, bis auf das Genre (Gay).

Das war wieder nicht so einfach, denn durch die Sommerlesechallenge sind mir ein bisschen die Urlaubsbücher ausgegangen und für die zweite Aufgabe habe ich mir Hilfe in meiner Lieblingsbüchergruppe auf Facebook suchen müssen. Danke an alle Leser und Autoren, die mir einen ziemlich guten Überblick über die 2014 erschienenen Bücher verschafft haben. ❤

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[Aufgabe] Urlaubsthema: Sommer, Sonne, Strandkorb – E. E. Healing

Das Buch erschien Anfang Juli dieses Jahres und wurde von der Autorin selber veröffentlicht. Wir lernen hier Linus kennen, der im Sommerurlaub über seinen Ex hinwegkommen will und Malte, der bisher nur eine Freundin hatte, sich aber sofort zu Linus hingezogen fühlt. Beide sind sehr angetan voneinander, nur gibt es zwei Problemchen: beide schwindeln ein bisschen und beide sind im Urlaub. So etwas wie eine gemeinsame Zukunft scheint unter diesen Umständen nicht möglich zu sein. Oder?

Ich versuche es kurz zu halten: Es war nicht mein Buch. Die permanenten Perspektivwechsel (die immer angekündigt werden) haben es mir schwer gemacht, einen Zugriff auf die Gefühle der Protagonisten zu bekommen. Dazu unterscheiden sich Linus und Malte, trotz erheblichem Altersunterschied, gar nicht voneinander. Das erstreckt sich leider auch auf alle Charaktere. Das wird zusätzlich noch durch unfassbar viele „…“ innerhalb der Sätze untermalt. Warum Sätze (ebenfalls regelmäßig) kursiv unterlegt sind, hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen. Mal wird geflüstert, mal geschrien, mal wird nur ein Gedanke untermauert. Diese verwendeten Mittel werden einfach zu häufig und ohne erkennbare Funktion eingesetzt, wodurch ich Sätze oft mehrfach lesen musste, um ihre Bedeutung für den Charakter zu verstehen.

Sprachlich konnte es mich auch nicht überzeugen, was an dem eben beschriebenen liegt, zusätzlich an den Handlungswiederholungen nach jedem Perspektivwechsel und den für mich sehr einfachen Konversationen.

Ich fand es zu keiner Zeit spannend, traurig, fesselnd oder emotional nachvollziehbar. Gegen Ende entwickelt sich ein gewisser Humor, der mich zumindest ab und an hat schmunzeln lassen.

Desweiteren erschien mir der Ablauf der Intimitäten oft fraglich, die angegebenen knapp 388 Seiten sind sehr großzügig formatiert und noch ein bisschen was anderes. Kurzum: Ohne den Zugriff auf die Charaktere habe ich mit der Geschichte nicht viel anfangen können, obwohl ich die Idee selber nicht schlecht fand.

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[Aufgabe] Buch aus 2014: Die Rache des Sidhe – Leann Porter

Letztlich entschied das Los, dass ich dieses Buch aus dem Jahr 2014 lesen würde. Da  erschien es Ende Februar im dead soft Verlag und erzählt die Geschichte von Silvo, dessen Familie vor seinen Augen brutal ermordet worden ist. Mittlerweile erwachsen und Sklave in einem Bordell, hört er nicht auf nach den Tätern zu suchen, um sich zu rächen. Joran, ein „Weißer Reiter“, gehört offenbar dazu, doch ihn zu töten und die ganze Wahrheit herauszufinden, erweist sich emotional schwieriger als gedacht.

Mit dem Beginn habe ich mich recht schwer getan, da die Szenen teilweise wie abgeblendet erscheinen und die Protagonisten gefühlsmäßig und auch in ihren Handlungen keineswegs konsequent sind. Mich in die Fantasywelt reinzudenken fiel mir ebenfalls nicht so leicht (die Wegstrecken und Zeiten sind mir selbst am Ende noch unklar), trotzdem gelang es der Autorin meine Neugier darauf zu wecken.

Ruhepausen gibt es eher nicht, es geschieht immer irgendwo etwas und die Protagonisten müssen sich permanent neuen Gegebenheiten anpassen, weswegen die emotionale Komponente manchmal etwas untergeht. Im Verlauf wird das besser und die aufkommenden Gefühle zueinander zunehmend verständlicher.

Trotz der Kritik mochte ich das Buch im Wesentlichen. Mein Hauptproblem ist eher, dass es für die Fülle an Handlungen/ Aktionen zu wenig Seiten hat, um alles nahtlos ineinanderfließen zu lassen. Die Welt ist sehr interessant, die Figuren spannend, die Plottwists unerwartet – nur ließt es sich unfertig und aneinandergereiht. Amazon gibt etwas um die 200 Buchseiten an, ich denke, 100 Seiten mehr hätten einiges entstresst und die Handlung hätte ungepresst ihre volle Wirkung entfalten können.

Wie gesagt, mir gefiel es insgesamt trotzdem, das Ende überzeugt dann auch noch mal mit viel Gefühl und Protagonisten, denen man ihre Strapazen und den zurückgelegten Weg anmerkt.

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Autoreninformation/ – kontakt

E. E. Healing hat seit kurzem eine eigene Internetseite (www.e-e-healing.com) und auch Leann Porter ist außerhalb von Facebook & Co zu finden: www.leannporter.de.

Letztere veröffentlicht unter „Stefanie Lahme“ auch hetero Liebesgeschichten, das neueste erschien im August unter dem Titel „Das Glück ist einen Flügelschlag entfernt“.

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