Leser interviewen – Tanja Rast

Gestern war es wieder soweit, in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für Alle“ gab es das nächste Liveinterview. Den Fragen hat sich dieses Mal Tanja Rast gestellt. Genau die Autorin also, die mir immer bei der Aufarbeitung des Interviews hilft.

Das Interview

Autorenvorstellung:

Geboren 1968 als echte Kieler Sprotte im nördlichsten Bundesland, wohne ich mit vielen Tieren auf dem Land. Katzen, Hunde und Pferde beeinflussen Leben, Alltag und natürlich das Schreiben.

Nach zahlreichen Geschichten, die ich rückblickend als „Versuche, das Schreiben zu lernen“ bezeichne, habe ich mich schließlich zuerst mit Kurzgeschichten und kürzeren Romanen ins Licht der Öffentlichkeit getraut.

Meine beiden Hauptreihen sind meine geliebten Heroic-Romantic-Fantasy-Romane (Arrion und Cajan, aber ich hab noch mehr). Ich nenne das Genre auch gerne und augenzwinkernd „Schmachten & Schlachten“. Seit Januar veröffentliche ich im Drei-Monats-Takt meine Gay Romances, ebenfalls im Fantasy-Setting, mit Kriegern und Magiern, Priestern und Dieben. Jeder Roman erzählt die Romanze zweier gegensätzlicher junger Männer – zwischen Gefahren, Abenteuern und großen Gefühlen.

Der dritte Roman „Klosterschatz“ ist im Juli erschienen, im Oktober folgt Nummer vier: „Feuerzauber“.

Dann würde ich sagen: Feuer frei! Was möchtet Ihr wissen?

Leserfrage 1

Sandra: Hallo Tanja. 🙂 War für dich schon immer klar, dass du in unserem Genre veröffentlichen willst?

Nein, gar nicht. Ich schreibe grundsätzlich das, worauf ich Lust habe, wobei ich während des Schreibens Spaß habe und vergnügt Fingernägel vor Spannung kauen kann. Aber ich teste mich an unterschiedlichen Genres aus, schnuppere gerne überall mal rein. Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit.

Sandra: Das finde ich cool. Also, wenn man selbst auch so experimentierfreudig ist und alles mal ausprobiert. 🙂

„Sag niemals nie“. Das ist ein Motto, das immer deutlicher in meinem Schreiben zutage tritt. Noch vor drei Jahren hätte ich mir auch nicht vorstellen können, Selfpublishing zu machen, und jetzt bin ich überglückliche Hybrid-Autorin.

Leserfrage 2

Kristina: Wie schaffst du es, diesen Dreimonatszyklus beizubehalten? Klingt, als würde da viel Planung hinterstecken.

Sehr viel Planung – vor allem, weil ich ein Angsthase bin. Meine größte Sorge beim Veröffentlichen war immer, dass ich womöglich einen Erfolg erziele und dann nichts anderes fertig habe. Die üblichen Horrorszenarien: So etwas krieg ich nie wieder geschrieben, ich krieg eine Schreibblockade, ich kann niemals wieder schreiben. Ich habe mit „Königsmacher“ im Januar erst die Veröffentlichungen begonnen, als ich die ersten vier Romane fertig hatte.

Leserfrage 3

Mieko: Hast du einen festen Ort, an dem du schreibst?

Ich habe ein eigenes Arbeitszimmer. Ich schreibe eigentlich nur dort.

Leserfrage 4

Joyce : Ich muss gestehen, bisher noch nicht über deine Bücher gestolpert zu sein. Welches deiner Werke würdest du empfehlen, was einen neuen Leser von dir überzeugen soll?

Ich liebe sie alle drei. 😀 Aber ich würde immer den ersten „Königsmacher“ empfehlen. Zwei Männer, die eigentlich Todfeinde sein sollten aber nicht die Finger voneinander lassen können, während ringsum alle für einen Nachfolgekrieg rüsten.

Kristina: Kannst du uns einen Link dafür hinterlassen? Das findet sich dann gleich leichter. 🙂

https://www.amazon.de/dp/B01MZ6HH98

Leserfrage 5

Kristina: Schreibst du nur Fantasy oder kommen auch andere Bereiche für dich in Frage (Thriller, Drama, Contemporary, Krimi, etc.)?

Ich habe mit High Fantasy vor über 30 Jahren angefangen, dann US-Agenten-Thriller geschrieben, Geistergeschichten und auch Vampirromane. Möglich ist alles. Ich möchte mich auf nichts festnageln.

Kristina: Was war vor diesen 30 Jahren?

Da habe ich noch nicht wirklich geschrieben.

Leserfrage 6

Kristina: Eine meiner Lieblingsfragen: Plottest du oder schreibst du aus dem Bauch heraus?

Und eine der schwersten Antworten. Ja! Ich plotte nicht kleinteilig oder arbeite mit einem Szenen- bzw. Kapitelplan.

Meine Planungen beschreibe ich gerne als Kletterwandmethode. Ich stehe unten (ich kenne meine Ausgangsposition, die grundsätzlichen Konflikte und vor allem meine Figuren, auch das Ziel ist mir bekannt) und weiß, dass ich irgendwie da nach oben kommen muss. Und dann suche ich mir die Kletternupsis, die mich nach oben bringen werden. Manchmal entdecke ich unterwegs einen lockeren Griff (gleichbedeutend mit falschem Abbiegen oder Plotloch), manchmal fällt mir von oben etwas in die Arme und hält sich verzweifelt an mir fest (entspricht einer unerwarteten Wendung).

Leserfrage 7

Kristina: Gibt es eine lustige Macke die du beim Schreiben hast?

Herzklopfen bei spannenden Szenen (obwohl ich ja eigentlich wissen sollte, was passiert), großes Huch, wenn der Bösewicht meinen Helden austrickst.

Leserfrage 8

Julia: Worin besteht für dich der Reiz, im Gay-Bereich zu schreiben?

Dadurch, dass ich in meiner eigenen Welt unterwegs bin, kann ich eigene Rahmenbedingungen schaffen. Wie steht die Umwelt zu Homosexualität? Legt man einem Paar Steine in den Weg? Nein, bei mir nicht. Der Umgang damit ist selbstverständlich. Für mich ist diese Reihe auch ein Einstieg zu jüngeren Helden. Ich schreibe sonst oft über Figuren an und um 40, meine Figuren in den Gay-Romanen sind höchstens Ende 20, was eine ganz neue Erzählweise bedingt.

Einer der großen Reize für mich liegt auch darin, dass ich über zwei wundervolle Männer schreiben darf, die ihren Platz im Leben noch nicht zu 100% gefunden haben, die noch auf der Suche sind. Ich kann Partnerschaften auf absoluter Augenhöhe beschreiben und einfach Spaß mit den beiden haben.

Leserfrage 9

Kristina: Was benutzt du für ein Schreibprogramm?

Word. Ich habe auf Word 5.5 für DOS (keine Maus!) meine ersten Romane geschrieben und verlasse ungern meine vertraute Umgebung.

Leserfrage 10

Kristina: Dein schönstes Erlebnis in deiner bisherigen Autorenzeit:

Da möchte ich das allerneuste Erlebnis nennen, denn ich hatte viele wundervolle Augenblicke. Auf der LBM den frischerschienenen Roman sehen, mit Verlegerin über neue Ideen kichern usw.

Also das Neueste: Auf meinem Blog stelle ich hin und wieder Geschenkgeschichten online. Das sind ältere Geschichten, für die ich die Rechte zurückbekommen habe oder sie gar nicht erst abgeben musste, weil es nur um einen einmaligen Abdruck ging. Oder es sind Geschichten, die ich für eine Ausschreibung verfasst habe, die aber nicht angenommen wurden oder bei denen die Anthologie dann geplatzt ist.

Vor drei Tagen bekam ich eine liebe E-Mail eines Mannes, der die Geschichten als Zugreiselektüre liest und einen nur online verfügbaren Kurzroman kurzerhand für mich als E-Book gesetzt hat, damit ich „Stadt im Schnee“ auch als Geschenkgeschichte zur Verfügung stellen kann: Er bezeichnete es als kleines Dankeschön für meine Geschichten.

Leserfrage 11

Mieko: Alle drei Monate ein Buch rauszugeben ist ein Mords-Pensum. Schreibst du in Vollzeit oder hast du noch einen Job, wie die meisten?

Ich schöpfe aus Vorrat, weil ich vorgeschrieben habe. Aber ja: Ich schreibe in Vollzeit.

Leserfrage 12

Kristina: Gibt es ein Team um dich herum, welches dich unterstützt?

Zum einen meine Familie, die mein Schreiben schon immer ernst genommen hat. Während des Novembers, wenn ich NaNoWriMo [National Noval Writing Month, Anm. Kristina] schreibe, schleichen sie alle leise um mich herum. Mama wagt kaum, mich auch nur anzurufen, weil sie mich nicht stören will. 😀

Sonst: Meine beiden Livetickerleserinnen, die jeden Morgen ein frisch geschriebenes Häppchen in ihrem E-Mail-Postfach erhoffen. Meine wundervollen Betaleserinnen, meine Lektorin und mein Endjoker (Korrektorat). Und natürlich Sylvia [Ludwig – Cover für dich, Anm. Kristina], die mir meine Cover bastelt.

Leserfrage 13

Kristina: Wer ist dein Lieblingscharakter bis jetzt und warum?

Vierter Roman: Spoilertext – Mauszeiger zum Lesen hier halten

Leserfrage 14

Sandra: Was darf beim Schreiben nicht fehlen? Tee? Kaffee? Musik? Was zum Knabbern?

Cola. Essen am Arbeitsplatz habe ich mir erst mühsam abgewöhnt, weil ich immer runder wurde. Musik nur bei einigen wenigen Szenen. Besonders bei Kampfszenen läuft „The Battle“ aus dem Gladiator-Soundtrack in Dauerschleife.

Leserfrage 15

Sandra: Hast du ab und zu mit Schreibblockaden zu kämpfen? Wenn ja, wie gehst du damit um?

Keine massiven, die über Monate gehen. Wenn ich immer langsamer werde oder wenn gar nichts mehr geht, weiß ich, dass irgendwo im vorher Geschriebenen ein Fehler steckt. Mitunter finde ich den selbst, manchmal muss eine liebe Freundin ran, die sich in Rekordgeschwindigkeit durch den Text gräbt und den Finger in die Wunde legt. Oft reichen aber auch lange Jammertelefonate, in denen ich von der Geschichte erzähle, bis es Klick macht und ich meinen Fehler selbst sehe.

Leserfrage 16

Mieko: Kaffee oder Tee? Was ist für dich beim Schreiben unerlässlich?

Cola. Manchmal auch Tee. Stille und manchmal bestimmte Musik.

Leserfrage 17

Sandra: Wissen die Menschen in deinem näheren Umfeld, was du schreibst? Lesen sie es vielleicht sogar? Wie waren die Reaktionen?

Ja, ich gehe damit absolut offen um. Mama liest alles von mir, auch wenn sie meine Hetero-Romanzen lieber mag.

Leserfrage 18

Sandra: Haben deine Protas Eigenarten/ Macken von dir?

Darauf möchte ich wetten! 😀 Aber es ist hübsch verteilt, sodass es hoffentlich nicht zu sehr ins Auge sticht.

Leserfrage 19

Sandra: Morgenmensch oder Nachteule? Wann kannst du am besten schreiben?

Definitiv Nachteule. Ich kann eigentlich fast immer schreiben, aber ab Mitternacht, wenn alles friedlich wird, geht es am besten.

Leserfrage 20

Sandra: Bei jedem Autor ist es ja anders, deshalb frage ich mal: Wie schwer kannst du deine Protas loslassen, wenn du das Wörtchen ‚Ende‘ geschrieben hast? Hängt dir deine eigene Story noch nach?

Das ist unterschiedlich. Da ich derzeit von Plotbunnys überrannt werde (meine Theorie ist ja, je kreativer ich mich beschäftige, desto mehr Ideen purzeln hervor), weiß ich am Ende eines Romans, dass die nächste Geschichte schon pfötchenringend auf mich wartet. Aber eine Zeit kleiner Trauer ist mir wohl vertraut. Ich tröste mich damit, dass ich die Jungs in der Überarbeitung wiedersehen werde.

Außerdem haben LeserInnen mehrfach leise genörgelt, dass sie Fortsetzungen wollen. Wie geht es mit dem Heldenpaar weiter? Ich schreibe also gerade an einem Kurzgeschichtenband (naja, Kurzgeschichte – 50 Seiten je Geschichte) zur ersten Staffel. Ein wundervolles Wiedersehen, das mir viel Freude bereitet.

Leserfrage 21

Kristina : Pizza oder Nudeln? Oder doch ein anderes Laster?

😀 Pizza. Ach. KÄSE auf so ziemlich allem.

Kristina: Stimmt. Ohne Käse geht nichts! 😀

Sandra: Käse 😍

Kristina: Ich sehe, wir sind uns einig. 😀

Käse ist ein Grundnahrungsmittel.

Leserfrage 22

Sandra: Nimmst du dir vor, jeden Tag eine Mindestwortzahl zu schreiben? Oder mindesten so und so viel Stunden was für deinen Roman zu tun (Recherche etc.)?

Kristina: Gute Frage!

Ich setze mir Monatsziele. Nicht nur zum Schreiben, sondern auch für Überarbeitungen, das Einarbeiten von Betakommentaren, das Durchgehen der Lektorate. Daraus ergeben sich in gewissem Maße auch Tagesziele.

Leserfrage 23

Sandra: Ich muss gestehen, noch keines deiner Bücher gelesen zu haben. *schäm* Aber mich würde interessieren: Sind deine Protas perfekt oder haben sie ihre Ecken und Kanten und entsprechen auch nicht dem Schönheitsdiktat der heutigen Gesellschaft?

Sie entsprechen meinem Schönheitsdiktat. 😀 Sie haben Ecken und Kanten, das ist etwas, was mir schon immer wichtig war. Sie haben Fehler und Schwächen. Und mitunter unerwartete Stärken. Ich habe einen weltfremden Bücherwurm, einen divaartig zickenden Kommandanten der Stadtwache, einen hinkenden Veteranen. Glatte Helden, an denen alles abperlt, die auch nicht schmutzig werden und alles können? Nein, finde ich langweilig.

Leserfrage 24

Sandra: Du schreibst Vollzeit, soweit ich mitbekommen habe. Wie viel Zeit bleibt dir, um mal entspannt ein Buch zu lesen?

Zur Zeit zu wenig. Ich lese auch für Autorenfreundinnen Beta und Korrektur. Derzeit lese ich nebenbei eigentlich nur Bücher, die ich schon mehrfach gelesen habe. Heyer, Pratchett.

Leserfrage 25

Kristina: Ich gestehe auch noch nichts gelesen zu haben. Aber das klingt gerade alles sehr interessant und darum werde ich das definitiv ändern. Welche Kritik hat dir bis jetzt am meisten weitergeholfen und welche hat dich am meisten gefreut?

Meine beste Freundin ist sehr gut darin, mir Muster aufzuzeigen. In meinen Heroics sind die Pärchen oft irgendwie mit dem Herrscherhaus verbandelt. Als ich bei meiner Reihe „Der Magie verfallen“ genau mit dem Muster wieder anfangen wollte, hat sie mir energisch eins auf die Finger gegeben.

Leserfrage 26

Gudrun: Wie schwer fällt es dir Sexszenen zu schreiben?

Ich schreibe keine. Ich lasse es knistern, und im richtigen Augenblick blende ich aus. Ich mag auch Sexszenen als Leserin nicht. Oft langweiligen sie mich oder ich finde sie peinlich oder zu nahe.

Leserfrage 27

Mieko: Wie gehst du mit Rezis, bzw. Kritik um?

Ich habe bereits 1-Sterne-Rezensionen bei den Heroics erhalten. Das tat weh. Aber da hilft nur: Durchlesen und Durchstehen, gründlich und so neutral wie möglich überlegen, ob da ein Funken (oder mehr) Wahrheit drinsteckt, vielleicht abends im Bettchen ein bisschen weinen – und weitermachen. Vielleicht mit einer gelernten Lektion, mitunter auch nur mit der Erkenntnis, dass dieses Buch und diese(r) LeserIn nicht zusammenkommen konnten.

Auf gar keinen Fall antworte ich auf einen Verriss. Keine Rechtfertigung, denn das ist eine Meinung, die eben so ausfällt, wie sie ausfällt. Niemand kann es allen LeserInnen recht machen.

Leserfrage 28

Sandra: Welche Szenen schreibst du gerne? Welche bereiten dir eher Probleme?

Ich schreibe sehr gerne Kampfszenen, Drama sowieso und die Szenen einer beginnenden Attraktion. Das erste Prickeln. Schwer fällt mir mitunter ein heftiger Streit meiner Liebenden. Ich kann dabei aber auch grinsend vor dem Rechner sitzen und noch ein wenig mehr Öl ins Feuer kippen.

Sandra: Also hast du auch ne fiese Ader. 😂

Sowas von!

Leserfrage 29

Sandra: Bedienst du auch gerne mal typische Schwulenklischees in deinen Romanen?

Ich hoffe nicht.

Leserfrage 30

Sandra: Wird man dich dieses Jahr auf Messen antreffen können?

Kristina: Das wollte ich auch fragen. Speziell, ob du auf der BuchBerlin anzutreffen sein wirst.

Vielerley Feierey im September in Eutin, BuCon im Oktober und BuchBerlin im November. 🙂

Leserfrage 31

Sandra: Kannst du dir vorstellen auch einmal eine pure Romance zu schreiben? Fern von Fantasy? (Sorry falls ich die Frage überlesen haben sollte)

Sag niemals nie, wie gehabt. Im Augenblick kann ich es mir nicht vorstellen. Ich brauche mehr Handlung als nur eine Liebesgeschichte, ich möchte die Umwelt zeigen, die immer in gewisser Weise Einfluss nimmt.

Sandra: Bei mir gibt’s immer ne Menge Drama. Ich kann nicht ohne. Bei zu viel Zucker bekomme ich Zahnschmerzen. 😂

Zuckerguss kann so viel Spaß machen. Aber ich stimme zu: Die Dosis macht das Gift!

Leserfrage 32

Sandra: Wie gefällt es dir, so nahe am Leser zu sein? Dich direkt per PN mit ihm austauschen zu können?

Früher hätte es mir Angst gemacht. Künstlerin in einsamer Klause und so. Und ja, ich bin schüchtern. Ich kaschiere es nur sehr gut. Jetzt gefällt es mir sehr! Ich brauche mitunter ein paar Minuten (oder mehr), bis ich eine schöne Antwort schreiben kann, weil ich Herzklopfen habe.

Leserfrage 33

Minelle: Hast du Autorenvorbilder in diesem Genre? Wenn ja, wen?

Noch nicht wirklich. Ich übertrage eines meiner größten und großartigsten Vorbilder auf alle meine Romane: Georgette Heyer. Sie schrieb Liebesromane, die in der Regency-Epoche spielen. Ungemein gut recherchiert, sehr humorvoll. Ihre Dialoge sind etwas, was ich restlos bewundere.

Leserfrage 34

Mieko: Wo findest du Inspiration?

Ich habe keine Ahnung, aus welchen Löchern die ganzen Plotbunnys krabbeln! Nein, ganz so stimmt es nicht. Mitunter ist es eine Textzeile aus einem Lied. Oder ein Gesichtsausdruck, eine Geste, ein dunkler Blick in einem Film.

Leserfrage 35

Sandra: Welche Botschaft möchtest du den Lesern überbringen? Möchtest du sie auch zum Nachdenken anregen?

Direkt Botschaft möchte ich es nicht nennen. Aber es gibt eine Selbstverständlichkeit, die sich durch meine Geschichten zieht: Sexuelle Integrität, Grenzen, kein Ausbeuten einer Schwäche, ein heiliges „Nein“.

Leserfrage 36

Sandra: Wie hat dir das Interview gefallen? 😃

Mein Handgelenk quietscht protestierend, aber ich fühle mich so wohl. So schöne Fragen!

Leserfrage 37

Kristina: Wie wichtig ist dir Recherche? Oder denkst du, dass die im Genre Fantasy eher zweitrangig ist?

Absolut nicht zweitrangig. Rüstungen, Waffen, Tagesleistung von Pferden, all das muss richtig sein. Prinzipien des Burgenbaus lassen sich auf Fantasy-Welten übertragen. Und dann kommt die Wortwahl dazu. Ich kann kein Nilpferd haben, wohl aber ein Flusspferd. Ein Bunsenbrenner geht ebenso wenig wie Dynamit.

Wir – eine Gruppe von AutorInnen – haben uns sogar schon zu Waffenwochenenden getroffen, um mit Schwert, Sachs und Streitkolben auf Kohlköpfe einzuprügeln und verschiedene Bögen auszuprobieren.

Leserfrage 38

Kristina: Welche Erzählperspektive ist deine liebste?

Personal, wobei ich beiden Helden Perspektive zubillige.

Leserfrage 39

Sandra: Wie stark arbeitest du den Charakter deiner Protas vor dem Schreiben aus? Oder lässt du dich überraschen, wie sie sich im Laufe der Story entwickeln?

Beides. Ich entwickele sie vor dem Schreiben im Kopf, finde ihre Stärken und Schwächen, ihre Triggerpunkte. Und dann werfe ich sie in ihren Roman und beobachte noch vieles mehr.

Leserfrage 40

Kristina: Möchtest du noch etwas Wichtiges loswerden?

Es war toll! Ich danke Euch allen für die spannenden Fragen und Euer Interesse!

Und ich lasse Euch noch die Links zu meinem Blog und meiner Facebookseite da:

www.tanja-rast.de

www.facebook.com/tanjarastautorin

Und das war es auch schon. Die Internetseiten von Tanja sind ganz unten im Interview verlinkt. Ihr seid wie immer herzlich eingeladen, euch noch weiter zu informieren, wenn ihr das möchtet.

Diesen Sonntag geht es dann mit Sandra Busch weiter.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche. ❤

Liebe Grüße
~Kristina~

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