Leser interviewen – Jona Dreyer

Heute bekommt ihr nacheinander, ganz geballt, die drei vorigen Interviews. Den Anfang macht Jona Dreyer. Interviewt wurde wieder in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für Alle“.

Das Interview

Interviewt wurde Jona am 16.07. um 18.00. Sie hat eine eigene Internetseite, auf der ihr euch gerne umsehen könnt: www.jonadreyer.de.

Autorenvorstellung:

Jona: Moin! Ja… Ich bin Jona Dreyer die Erste. 😀 Ich bin optisch noch taufrisch, gelenkig wie eine Hundertjährige und ich schreibe (Überraschung). Ich würde ja sagen, ich schreibe Gay Romance, aber die Wahrheit ist: Ich schreibe verschiedenste Genres von Romance über Fantasy bis Drama und Psychothriller, mit einer großen Gemeinsamkeit: Die Hauptfiguren sind immer schwul. Naja, und es gibt immer eine Romanze, weil wir das ja alle mögen. 🙂

Leserfrage 1

Wolfram: Ja, super! An was schreibst du denn gerade so? Stellst du uns dein neuestes Projekt mal vor?

Ich schreibe gerade an „Absinth mit dem Teufel“, ein Gay Drama/Thriller, der aus zwei abgeschlossenen Geschichten mit jeweils den gleichen Hauptfiguren besteht. Ein Schriftsteller, mit einer ziemlich zerrissenen Vergangenheit und einem liebenswürdigen, manchmal etwas naiven Buchhändler. Das Spiel beginnt und viele Dinge kommen zum Vorschein, schöne und weniger schöne…

Wolfram: Wann wird es erscheinen? Das klingt ja mal voll spannend.

Teil 1 am 2. September, Teil 2 am 2. Oktober. 🙂

Leserfrage 2

Sandra: Was machst du, wenn dich Plotbunnys während dem Schreiben anfallen? Unterbrichst du das aktuelle Projekt, um schnell alles zu notieren und den Kopf wieder frei zu haben für den aktuellen Roman?

Da sie Tollwut haben, muss ich sie ganz schnell einfangen, d.h. alles notieren, was mir gerade dazu im Kopf herumspukt, und sie damit wegsperren. 😀

Leserfrage 3

Wolfram: Und welches war dein letztes Buch? Magst das auch kurz vorstellen?

„Will hier jemand Haggis“. Da geht es um eine lustige Schottlandrundreise … hehe.

Leserfrage 4

Sui: Kannst du schon ungefähr abschätzen, wann du wieder die Inselreiche bereist? 2018 ja wohl, vielleicht Sommer/Herbst?

Also ich plane im kommenden Winter den nächsten Inselreichband zu schreiben. 🙂

Leserfrage 5

Wolfram: Welches ist dein persönlich liebstes Werk und warum?

Von den bereits Erschienenen oder denen, die noch in Arbeit sind?

Wolfram: Beides. 😉

Sui: Ich rate „Das Blut des silbernen Wanderers“ und „Absinth mit dem Teufel“.

„Das Blut des silbernen Wanderers“, „Die Farbe des Mondlichts“ und „Absinth mit dem Teufel“, weil mich die Figuren sehr bewegt haben und viel von mir selbst mit eingeflossen ist.

Leserfrage 6

Sandra: Gibt es einen Protagonisten den du besonders ins Herz geschlossen hast? Wie schwer war es für dich, seine Geschichte zu beenden?

Jona Dreyer Halvor aus „Das Blut des silbernen Wanderers“, Garbhán aus „DIe Farbe des Mondlichts“ und aktuell Jon Askil Fjallgren aus „Absinth mit dem Teufel“. Halvor kann ich bis heute nicht richtig loslassen, deshalb taucht er immer mal wieder auf

Leserfrage 7

Wolfram: Wie lässt sich die Botschaft, die du mit deinen Büchern vermitteln willst, in drei Sätzen zusammenfassen?

Öhm … Jeder hat eine Chance, geliebt zu werden. Niemand ist vollkommen. Die Liebe ist das höchste Gut.

Leserfrage 8

Martina: Werden wir noch mal was von Halvor und Aneiryn lesen?

Sui: Ich kann mir vorstellen, dass sie in den Inselreichen eine (Neben-)Rolle spielen werden. :3

JA! 🙂 Zwar (wahrscheinlich) nicht in Hauptrollen, aber sie tauchen auf jeden Fall wieder auf.

Leserfrage 9

Sandra: Ist es dir wichtig, dass deine Protagonisten nicht perfekt sind? Wenn ich da an „Sex, Drugs & Handicaps“ denke, wo du das Thema MS aufgreifst und es so gut rüberbringst.

Ja, das ist mir schon wichtig. Ich HASSE „perfekte“ Menschen, haha. 😀 Und ich will über solche auch nicht schreiben. Wenn, dann nur, um zu zeigen, wie kaputt auch sie unter ihrer perfekten Hülle sind.

Leserfrage 10

Sandra: Welche deiner Macken hast du in deinen Büchern untergebracht?

Alle, nur unauffällig verteilt. 😀

Leserfrage 11

Sui: Hast du Musik an beim Schreiben oder bevorzugst du die Stille?

Ich höre IMMER Musik beim Schreiben. Stille ist für mich allgemein etwas ganz Unerträgliches, dazu ist der Lärm in mir drin zu laut. Ich brauche immer den passenden Soundtrack zum Projekt. Ich kann z.B. keine Popmusik hören, wenn ich Fantasy schreibe.

Leserfrage 12

Kristina: Deine Bandbreite an Themen ist recht groß. Von Drama (bald auch Thriller) über Humor, bis hin zu komplexen Fantasywelten: Was reizt dich davon am meisten und warum?

Auch wenn das meine Leser nicht gerne hören: Drama. Meine Fantasygeschichten, die ich ganz besonders liebe, haben ja auch eher einen dramatischen Charakter. Für mich ist es die absolute Erfüllung, psychologisch tiefergehende Themen zu behandeln, kaputte Figuren zu entblättern und aufzubauen. Das sind leider alles Dinge, zu denen man in einer Komödie nicht wirklich die Gelegenheit hat.

Leserfrage 13

Sandra: Was machst du, wenn du in einer Story nicht weiter kommst? Wenn die Muse zickt oder es schlicht und ergreifend nicht laufen will?

Passiert zum Glück selten. Ich lese da meist die letzten 3-4 Kapitel nochmal, lasse Dinge Revue passieren und … ich suche neue Musik! Mit neuer Musik fluppt es dann plötzlich wieder.

Leserfrage 14

Kristina: Schreibzeit – Recherchezeit: Wie sieht das Verhältnis bei dir aus?

Das kommt ganz auf das Buch/ Thema an. Prinzipiell versuche ich, mich nur an Themen zu halten, bei denen ich ein gewisses Vorwissen habe, sodass die Recherchearbeit nicht überhand nimmt, denn sonst bringt mich das aus dem Schreibfluss. Bei Büchern, wie z.B. Golden Boy, die etwas rechercheintensiver sind, verbringe ich durchaus 1/3 der Zeit mit Recherche.

Leserfrage 15

Larissa: Woher nimmst du die Ideen für deine Werke? Wer oder was inspiriert dich? Gibt es einen deiner Charaktere, mit dem du dich besonders identifizieren kannst?

Ideen nehme ich mir überall her. Die kommen mir immer ganz blitzartig, oft bei profanen Dingen wie Gemüse schnippeln oder durch die Gegend fahren. Ich lasse mich von allem inspirieren. Songtexte, Bilder, Zitate, Filmszenen, Landschaften …

Besonders identifizieren kann ich mich wahrscheinlich mit Halvor und Jon Askil Fjallgren, da steckt mehr von mir drin, als mir lieb ist. Am sympathischsten sind mir David aus „Absinth mit dem Teufel“ und Bran aus „Die Farbe des Mondlichts“, einfach herzensgute Kerle.

Ideen habe ich pi mal Daumen aktuell um die 35 notiert, es werden immer mehr.

 

Leserfrage 16

Sandra: Unterstützen dich deine Katzen beim Schreiben?

Nein, sie versuchen permanent, mich zu sabotieren.

Sandra: Frechheit. Ich muss wohl mal mit ihnen reden.

Anja: Jona Dreyer wie versuchen sie denn dich zu sabotieren?

Sie setzen sich auf die Tastatur! 😀

 

Leserfrage 17

Sui: Du schreibst irre viel und irre schnell. *Neid* Gönnst du dir nach einem Projekt eine kurze Auszeit oder geht es gleich weiter?

Eine Auszeit von ca. einem Tag oder zwei. 😀 Eigentlich geht es bei mir direkt weiter …. ich bin rastlos.

Leserfrage 18

Sandra: Hoffst du, dass du deine Leser durch deine Geschichten zum Nachdenken animieren kannst? Dass sie sich vielleicht Gedanken um Dinge machen, die ihnen vorher so gar nicht bewusst waren? Sprichst du gerne auch mal gesellschaftliche Themen bzw. Probleme an?

Ja, das hoffe ich sehr. Ich spreche fast immer solche Themen an, selbst in meinen Witzromanen. „Was Nettes für Zwischendurch“ ist für mich leider kein Lob, sondern ein Knüppel zwischen den Beinen, denn genau das will ich eigentlich nicht sein. 😀

Leserfrage 19

Joyce: Was hat dich zum Schreiben gebracht? Wie fing das also bei dir an bzw wann hast du dich dann richtig entschieden, deine Gedanken auf die Welt los zu lassen. 🙂

Geschrieben habe ich schon in der Grundschule. Zu viel Fantasie im Kopf, die raus muss. 😀 Meinen ersten Romanversuch habe ich mit 15/ 16 geschrieben, das war ein historischer Roman, der im alten Ägypten spielte (also keine Teenie-Mädchenstory), den habe ich aber nie beendet. Ich habe noch so einen in der Schublade, der wohl auch nie fertig wird… Dann habe ich es im August 2015 einfach mal mit meiner ersten Gay-Story probiert (Bittersweet Secrets), nachdem eine Bekannte mir verraten hat, dass man seine Geschichten bei Amazon verkaufen kann.

Leserfrage 20

Sui: (Utopische?) Wunschvorstellung: liest du irgendwann mal eines deiner (kürzeren) Bücher als Hörbuch ein?

Den Zahnarzt vielleicht.

Leserfrage 21

Kristina: Was hat dich, nachdem du dein erstes Buch auf die Welt losgelassen hast und als Jona Dreyer in Social Media aktiv geworden bist, am meisten überrascht? Bzw. was hättest du überhaupt nicht erwartet?

Dass es ernsthaft Leute gibt, die mein Buch so richtig gut finden. 😀 Und dass es so eine große Community war. Ich wusste bis dahin gar nicht, dass Gay so richtig als Subgenre existiert.

Leserfrage 22

Joyce: Wissen deine Familie und deine Freunde Bescheid oder nur ein elitärer Club von Ausgewählten? Lesen Familien und Freunde deine Werke? Wer ist dir da die beste Unterstützung in Form von Kritik, Vorschlägen oder einfach Aufmunterung oder Lob, was dich pusht? 🙂

Die wissen alle Bescheid. Meine Mutter liest meine Romane, die stürzt sich wie ein Aasgeier auf jede Neuerscheinung. 😀 Kritik bekomme ich aus meiner Familie keine. Ich bin ein Einzelkind, da gibt es sowas nicht, da wird man nur gelobhudelt und in den Himmel gehoben. :3

Leserfrage 23

Sandra: Du hast ja mittlerweile eine ziemlich große Fanbase. Hättest du dir das je zu träumen gewagt?

NEIN!!! 😮

Leserfrage 24

Miamo: Schreibst du immer nur an einem Projekt oder ärgert dich manchmal die Muse?

Ich schreibe immer nur an einem Projekt. Jegliche Versuche, mehr als eins gleichzeitig zu schreiben, sind fehlgeschlagen. 😦 Was mich manchmal ärgert.

Leserfrage 25

Joyce: Wo werden wir dich als nächstes Antreffen können? Welche Veranstaltungen stehen bei dir in deinem Terminkalender? 🙂

Auf jeden Fall die BuchBerlin Ende November, evtl. auch Gay Book Fair im Oktober. 🙂

Leserfrage 26

Miamo: Wo holst du dir Ideen für deine Prota Namen?

Ich führe schon seit x Jahren eine Namensliste. Wann immer mir ein besonders schöner oder außergewöhnlicher Name begegnet, schreibe ich ihn mir auf und verwende ihn irgendwann. 🙂 Fun Fact: Die Liste war ursprünglich für ein potentielles Kind gedacht.

Miamo: Mach ich auch.

Deine Namen sind ja auch immer etwas spezieller!

Miamo: Danke.

Leserfrage 27

Sandra: Gibt es etwas, was du dir für die Community allgemein mehr wünschst? Mehr Aufmerksamkeit? Mehr Zusammenhalt? etc.

Weniger Zickenkrieg. Was auch für Männer gilt.

Leserfrage 28

Sandra: Jeder der selbst schreibt würde mir sicher zustimmen: Du wünschst dir doch sicher, dich klonen zu können?! 😉

Theoretisch ja, aber praktisch kann man der Welt nicht mehr als eine Jona zumuten.

Leserfrage 29

Nora: Stehst du dir und deinen Werken kritisch gegenüber oder bist du mit jedem deiner Bücher selbst 100% zufrieden?

Ich wage zu behaupten, dass ich selbst mein größter Kritiker bin. Darum kann ich auch meine eigenen Bücher nach Erscheinen nicht nochmal lesen. Ich denke dann immer: Ach Mist, da ist etwas, das würdest du heute anders machen … das hätte man runder formulieren können … hier hätte noch eine andere Wendung gepasst …. Aber zum Veröffentlichungszeitpunkt bin ich damit so zufrieden, wie nur möglich.

Leserfrage 30

Kristina: Wie bist du als Leser? Gehst du mit anderen Büchern weniger kritisch um, als mit deinen eigenen oder noch strenger? Und was muss ein richtig gutes Buch für dich haben/ nicht haben?

Ich bin ein absolut gnadenloser Leser und neige auch gern mal zu Verrissen, weshalb ich keine Rezensionen schreibe. Ein richtig gutes Buch muss für mich psychologisch glaubwürdige Charaktere haben, eine Handlung, die in GB, Irland, Skandinavien oder USA spielt, eine Romanze beinhalten (möglichst mit großem Altersunterschied), gerne Thriller/Drama, keine doofen Namen, in der Gegenwart oder zwischen 500 und 1540 n.Chr. spielen … ach, da könnte ich bis morgen früh aufzählen.

Sui: Du scheinst also ein schwieriger Leser zu sein. Findest du überhaupt Bücher, die du gerne lesen möchtest?

Ganz selten, oft dauert es Jahre. Daher bin ich die Queen of Re-Read. Ich habe manche Bücher schon mehr als 20x gelesen.

Leserfrage 31

Miamo: Angenommen, ich brauche ein Geburtstagsgeschenk für einen guten Freund. Was für ein Buch von dir sollte ich ihm kaufen?

Sui: Denke, das kommt auch immer auf die Lesevorlieben des Freundes an…

Da schließe ich mich Sui an, da müsste ich mehr über den Freund wissen. 😀

Leserfrage 32

Katja: Du darfst auf eine einsame Insel drei Sachen mitnehmen. Was wäre das?

1. den Minion [ihren Ehemann, Anm. Kristina], 2. Essen, 3. ein Foto von Lee Pace, hahaha.

Sandra: Wenigstens ist der Minion an erster Stelle. xD

Katja: Wer ist Lee Pace? Wenigstens ist Minion an der ersten Stelle.

Lee Pace ist meine MUSE. ❤

Sandra: Eigentlich müsstest du ein Manip von Rich und Lee zusammen mitnehmen. 😉 So hast du beide bei dir. 😀

Katja: Wow sprachlos.

Bia: Manchmal frage ich mich, ob ihm das bewusst ist ☺…dass er deine Muse ist. Schließlich erscheint sein Name fast täglich in deiner Timeline.

Er hat bestimmt Schluckauf.

Leserfrage 33

Sandra: Wenn man deine Postings verfolgt, sieht man, dass du sehr vielseitige Interessen hast. Neben dem Schreiben bastelst du sehr viel. Bleibt da überhaupt Zeit auch mal in Ruhe ein Buch zu lesen?

Leider nein. 😦

Leserfrage 34

Joyce: Fernab vom Schreiben, was machst du sonst so? Was beschäftigt oder hält dich ansonsten beschäftigt? Ein anderes Hobby? Ein anderer Job? 🙂

Meinen Job habe ich aufgegeben *hurra*, das Schreiben ist nun mein Beruf und Hauptbeschäftigung. Außerdem male und singe ich gern, und ich bastle Sachen, vorzugsweise mit Nähmaschine und Filznadel, z.B. den kleinen Mann aus meinem Profilbild. 😀 Ansonsten interessiere ich mich für bestimmte Teilbereiche der Politik und Theologie.

Joyce: Danke dir. 🙂

Miamo: Was malst du? Öl, Acryl, Aquarell?

Mittlerweile vorwiegend digital, vorher Aquarell und Öl.

Leserfrages 35

Sandra: Eine Frage, die sicher auch einige Interessieren dürfte: Schaust du dir schwule Pornos an, als Inspiration für eine Sexszene? Oder um zu schauen, ob das was in deinem Kopf ist, überhaupt so umsetzbar ist?

Miamo: Grins.

Kristina: Muss man wissen! 😀

Sandra: Butter bei die Fische, oder? 😀

Ich schaue Schwulenpornos einfach so, aber nie als Inspiration für Sexszenen in meinen Büchern. Dazu finde ich Pornos zu fern von der Realität und zu sehr auf Ästhetik getrimmt.

Leserfrage 36

Joyce: Als Autorin nimmst du uns Leser oft mit auf Reisen. Z.b. In ferne und fremde Fantasywelten oder auch mal nach Schottland. Welches Reiseziel ist dein großer Traum oder vllt sogar dein nächstes? Welchen Ort möchtest du gerne mal sehen? 🙂

Die Färöer Inseln, Island, USA. Als nächstes werde ich aber wohl wieder mal in meinem geliebten London anzutreffen sein. 🙂

Leserfrage 37

Sandra: Was hast du für Bücher nach Fjallgren geplant (den ich schon sehnsüchtig erwarte)?

Einen superwitzigen Vampirroman, etwas Weihnachtliches, Polarnächte 2, Inselreiche 4, und die anderen 35 Sachen auf meiner Liste. 😀

Leserfrage 38

Sandra: Folgende Situation: Du schreibst an einem Buch, merkst aber, dass du ein anderes viel lieber oder dringender schreiben möchtest. Gibst du dem innerlichen Drang nach, dich dem neuen Projekt zu widmen und pausierst dafür das angefangene?

Ja, das ist mir nun schon mehrmals passiert. 😀

Leserfrage 39

Sui: Kannst du sagen: „Ich schreibe jetzt an Projekt XY“ oder dreht dir die Muse eine lange Nase und diktiert fern ab vom Plan?

Also meine Muse plant ja glücklicherweise immer etwas vor. 😀 Aber manchmal dreht sie mir auch ne lange Nase, ja. *seufz*

Leserfrage 40

Sandra: Lässt du dich beim Schreiben von der Muse leiten oder hast du einen groben Plan, was wann dran kommen soll? Hat ein Buch schon mal eine ganz andere Wendung genommen, als ursprünglich gedacht?

Ich habe schon einen groben Plan, aber die Muse strickt gern mal um oder baut noch fiese Wendungen ein. Ich sag nur Halvor. Halvor sollte ursprünglich ein doofer alter Knacker sein.

Leserfrage 41

Kristina: Willst du uns versprechen, ein gewisses Mpreg Bunny in rundum neu ausgedachter Fantasywelt am Leben zu lassen?

Sandra: Ich gebe zu, Mpreg ist nicht meins, aber ich würde es von Jona sicher lesen. Einfach weil ich weiß, dass mir ihr Stil super gut gefällt und sie einen jedes Mal wieder fesseln kann.

Ich verspreche lieber nix, denn sobald ich was verspreche, wird die Muse zickig und will nicht mehr.

Kristina: Das klingt aber schon mal nicht mehr ganz so unwillig. 😀

Ich jubel euch auch mpreg unter, wenn ich will. 😀

Leserfrage 42

Miamo: Was machst du wenn die Stunde um ist? Sekt, Hugo oder doch ein Bier trinken? 😂

Zum Mexikaner essen gehen und Margaritas einlassen. 😀

Leserfrage 43

Kristina: Gibt es Schreib-Süßigkeiten, die immer/ oft dabei sein müssen? Also Nervennahrung/ -getränk?

Nein, aber ich sitze beim Schreiben direkt neben dem Kühlschrank. 😀

Leserfrage 44

Joyce: Was können deine Fans dir für eine Freude machen, wenn sie dich bei einer Messe oder so treffen, als Mitbringsel? Bestimmte Süßigkeiten, Getränk, Gebasteltes oder Gemaltes? Trinkst du z.B. Met? 😛

Mit Alkohol kann man mich eher nicht ködern. Ich mag alles, was niedlich ist und Toffifee. 😀

Leserfrage 45

Sandra: Bist du überrascht, wie gut vernetzt die Community ist und wie das Verhältnis zwischen Leser und Autor ist? Meiner Meinung nach ist es alles doch sehr familiär angehaucht.

Ja, das hat mich seinerzeit sehr überrascht! Aber meist ist das ja etwas sehr Gutes.

Sandra: Ich als Leser war ja schon sehr überrascht, wie einfach es war, mit einem Autor in Kontakt zu kommen. Und schau uns an. Mittlerweile nennt man einige von ihnen sogar Freunde. 😀 ❤

Ich habe viele Freunde gewonnen hier. Endlich Leute, die so ticken, wie ich. Vorher hatte ich gar keine Freunde. Jetzt sind da auf einmal so viele Leute…

Leserfrage 46

Sandra: Hand aufs Herz: Gibt es absolute Hass-Namen, die du niemals für einen deiner Protagonisten verwenden würdest?

Miamo: Schmunzel.

Waaahaha du bist doof. Ja, diese ganzen Hitlistennamen, die die Babys heute bekommen. Und dieser Kevinismus. Bei mir wird es nie so Namen wie Ja(y)den, Justin, Luca, Ben, Nick, Mike, Leon oder sowas geben. *schüttel* Ganz, ganz furchtbar. Und ich mag auch so japanisch anmutende Zweisilbennamen nicht, die wie erfunden klingen (vor allem, wenn die Träger gar keine Asiaten sein sollen). Ich nenne jetzt aber bewusst keine Beispiele, weil ich keinem auf den Schlips treten will.

Leserfrage 47

Sandra: Wenn man dich entführen würde, was denkst du, wie lange es dauert, bis der Entführer dich freiwillig wieder nach Hause bringt?

Miamo: Lol.

3 Sekunden. Wenn er merkt, dass ich zu fett bin, um mich die Treppe runter zu schleppen. 😀

Leserfrage 48

Kristina: Lieblings: -tee/ -buch/ -geruch/ -farbe/ -tier?

Earl Grey, „Das Haus Gottes“ von Charlotte Lyne, Sandelholz und Zimt, Grau, Katze.

Leserfrage 49

Joyce: Was törnt dich total ab, wenn du andere Sachen liest? Gibt es Namen oder Kosenamen, die es dir verderben können? Oder vllt Charakterzüge von Protas, die dich total abstoßen und du beim Lesen denkst: „Ürks!“ 😂

O Gott, die Liste ist lang … so Hitlistennamen (s.o.) kann ich nicht leiden, und ich mag es nicht, wenn … boah wie soll ich das beschreiben? 😀 So Möchtegern-Alpha-Getue finde ich furchtbar, Sonnyboys ebenfalls … Spitznamen kommen auf den Kontext an, „Mausebär“ finde ich ulkig wenn der Typ dazu ein Schrank ist. Ansonsten törnen mich eher bescheidene Grammatik, mangelhafter Ausdruck und massig Rechtschreibfehler ab. 😉

Leserfrage 50

Joyce: Welche Art von Büchern von der Thematik her, würdest du nie lesen oder vllt sogar selbst nie schreiben. Was werden wir von dir nie zu Gesicht bekommen?

Coming of Age. Das ist gar nicht meins. Genau wie reine Erotikromane oder Geschichten zwischen zwei jungen, hübschen Kerlen.

Leserfrage 51

Nicole: Ich muss gestehen, ich hab mal wieder beinahe das Interview verpasst, weswegen ich jetzt nicht alles durchlesen konnte. Also falls die Frage schon gestellt wurde, sorry. Hast du beim Schreiben vom Haggis eigentlich Kopf-/ Zahnschmerzen bekommen? Ich denke da nur an zwei gewisse Deutsche und ihrer 1:1 Übersetzungen.

LOL. Ja, Kopfschmerzen hatte ich so einige Male … und so leichte Fremdscham. 😀

Leserfrage 52

Sandra: Du schreibst sehr emotionale Bücher. Wie sehr nimmt es dich beim Schreiben mit? Und kommst du aus so einer gedrückten Stimmung nur langsam wieder heraus?

Bei manchen Büchern reißt es mich massiv 😦 Nach Halvor war ich 2, 3 Wochen depressiv … Ich sitze oft heulend an der Tastatur.

Leserfrage 53

Karin: Wie lange schreibst du schon?

Seit ich einen Stift halten kann 😀 Aber für die Öffentlichkeit erst seit 2 Jahren.

Leserfrage 54

Sui: Welche Wünsche/ Ziele/ Schreiberfolge willst du dir gerne noch erfüllen?

Top 10 in der Kindle-Hitliste mit einem Gaybuch, das wäre mal was. Naja, und welcher Autor wünscht sich keinen Bestseller, der mal überall erwähnt wird?

Sui: Du warst schon mal in den Top 20, wenn ich das richtig weiß. Top 10 knackst du auch noch!

Top 13. 😛

Leserfrage 55

Karin: Was war eigentlich dein 1. Buch oder Geschichte?

Wenn ich mal von den nie veröffentlichten Sachen ausgehe, dann war das wohl eine ziemlich krude Story von zwei schwulen besten Freunden, die von Aliens entführt wurden. Anno 1998. 😀

Leserfrage 56

Karin: Wie bist du zu Gay gekommen?

Zufall/ Experiment. Ich dachte, ich erfinde das Rad neu. „So eine Schwulenromanze hat bestimmt noch niemand geschrieben!“ – Hahahaha

Leserfrage 57

Nicole: Isst du Süßigkeiten? Wenn ja welche?

Toffifee und die hellblaue Ritter Sport. 😀

Leserfrage 58

Nicole: Was hindert dich am Schreiben? (Also das Gegenteil von: Ich brauche Tee etc. zum Schreiben.)

Herumspringende Ehemänner, klingelnde Telefone und seelische Belastung.

Leserfrage 59

Karin : Welches Genre interessiert dich noch?

Historische Romane und Thriller.

Leserfrage 60

Joyce: Wo jemand hier gerade mit „Will hier jemand Haggis“ anfing. Wofür hast du bisher am meisten „Kritik“ erhalten? Für den dortigen Fußfetisch oder gab es etwas anderes, wo du viele böse Worte gehört hast? Ich fand den Fußfetisch übrigens nicht schlimm 🙂 Du hast es für mich gut und erotisch rüber gebracht, auch wenn ich persönlich Füßen nicht so viel in die Richtung abgewinnen kann. ^^

So richtig böse Kritik, außer von Einzelpersonen, kam eigentlich noch nie. Manche kamen mit dem Humor in „Herzweh & Zahnklopfen“ nicht klar.

Leserfrage 61

Karin: Liest dein Mann als erster deine Bücher?

Er liest sie nie.

Leserfrage 62

Karin: Wie gehst du mit negativen Rezensionen oder Meinungen um?

Früher habe ich geheult und tagelang meinen Weltschmerz zelebriert und mich für vollkommen unfähig gehalten. Heute schaue ich, was es zu bemängeln gab und entscheide dann, ob es gerechtfertigt ist oder nicht 😛 Wenn nein, dann zucke ich mit den Schultern und mache weiter.

Leserfrage 63

Karin: Über welches Thema würdest du sehr gerne mal schreiben?

Eine Vater/Sohn-Inzestbeziehung, aber das will niemand lesen.

Leserfrage 64

Nicole: Was würdest du gar nicht schreiben wollen?

„Jannick (25) ist ein hübscher, blonder Student. Er trifft auf den süßen Timo (21), der sich gerade von seinem Ex getrennt hat und sie gründen eine WG und verlieben sich …“ Nichts für ungut, aber schon bei der Idee muss ich gähnen, sowas ist nicht mein Ding.

Leserfrage 65

Sandra: Gab es eine Rezi oder eine Reaktion auf einen Roman (negativ), die dich besonders getroffen hat?

Ja. Als eine Rezensentin (die sich leider später als bösartige Kollegin entpuppt hat) nach der Lektüre von Golden Boy meinte, ich müsse mal beim Psychiater auf die Couch, hat mich das sehr getroffen.

Leserfrage 66

Kristina: Welche Kritik hat dir bisher am meisten geholfen?

Ich hatte ein paar sehr fundierte, ausführliche 3-Sterne-Rezensionen aus denen ich mir viel mitnehmen konnte.

Leserfrage 67

Nicole: Gab es eine Rückmeldung, die dich besonders gefreut hat?

Da gab es ganz viele. 🙂 Besonders freuen mich immer Rückmeldungen von Menschen, die sich selbst in den Geschichten wiedergefunden haben und dadurch Hoffnung schöpfen konnten.

Leserfrage 68

Karin: Tauschst du dich oft mit anderen Autoren aus?

Ja, aber nicht übers Schreiben. 😀

Leserfrage 69

Karin: Was magst du an dir selber überhaupt nicht und was am meisten?

Überhaupt nicht mag ich meine dicke Plautze, am meisten mag ich mein Gehirn. 😀

Leserfrage 70

Nicole: Weiß deine Umgebung, dass du schreibst? Bzw. was du schreibst?

Ja, das wissen alle, und viele lesen es auch. 😀

Leserfrage 71

Karin: Liebst du Interviews? 😂

Sieht ganz danach aus. xD

Leserfrage 72

Karin: Was stresst dich am meisten beim Schreiben?

Wenn ich andauernd unterbrochen und abgelenkt werde. Und wenn ich eine Deadline habe, die immer näher rückt und kein Ende in Sicht ist. 😀

Leserfrage 73

Karin: Hättest du schon mal gerne im Nachhinein bei einem Buch noch was geändert, also wenn es schon erschienen ist?

Eigentlich ist das bei fast jedem Buch so. Mir fallen immer wieder Dinge ein, die ich vllt. doch anders machen würde. Darum lese ich sie meistens nicht nochmal nach Erscheinen, das würde mich kirre machen. 😀

Leserfrage 74

Sui: Interview ist rum. Überwiegt die Erleichterung es hinter dir zu haben?

Nee, ich hätte gut noch ne Stunde weitermachen können. 😀

Leserfrage 75

Karin: Was wolltest du schon immer mal deinen LeserInnen sagen?

Ihr seid der KNALLER! 🙂 Ehrlich, ihr seid das Beste, was mir je passieren konnte. In vielen von euch habe ich nicht nur Leser, sondern auch Freunde gefunden. Eure Treue, eure Nachrichten und euer Feedback erlauben mir, meinen Traum zu leben und immer weiter an mir und meinen Büchern zu arbeiten, um uns allen eine Freude damit zu machen. Ich wünsche euch allen von Herzen einfach nur das Beste, viele schöne Lesestunden bei mir u. meinen tollen Autorenkollegen.

Das war’s! Und fast bin ich geneigt zu sagen: Endlich!

Dafür bekommt ihr aber Antworten auf so ziemlich jede Frage, die man einem Autor stellen kann und ich hoffe, dass ihr eure Neugier dadurch etwas stillen konntet.

Die anderen Interviews folgen heute auch noch. Allerdings benötige ich gerade eine kurze Veschnaufpause, bevor es weiter geht.

Ihr könnt aber gespannt bleiben! Bis nachher.
~Kristina~

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