Leser interviewen – Dahlia von Dohlenburg

Und weiter geht es. Nach Jona wurde Dahlia von Dohlenburg in der Facebookgruppe „Homoerotische Lektüre für Alle“ interviewt. So geschehen am 23.07., wieder um 18.00.

Wenn ihr noch mehr von Dahlia wissen oder euch über ihre Veröffentlichungen ein Bild machen wollt, dann könnt ihr euch auf dieser Internetseite umschauen: www.dahliaschreibt.de.

Das Interview

Autorenvorstellung:

Hallo zusammen. 🙂 Ich bin Sarah, aber im Internet kennt man mich hauptsächlich unter meinem Pseudonym Dahlia von Dohlenburg. Ich schreibe Geschichten mit queeren Hauptfiguren, in der Regel mit (kitschiger) Romanze, auch wenn die nicht immer im Vordergrund der Handlung steht. Vom Genre her tummle ich mich meistens irgendwo in der Phantastik; gerade arbeite ich allerdings auch an einer Contemporary Romance. Letzte Woche frisch erschienen ist mein Kurzroman „Der Fluch des Puppenmachers“.

Neben dem Schreiben mach ich eigentlich gar nicht mehr so viel. Zum Lesen komme ich auch entschieden zu wenig, hoffe aber, das bald wieder ändern zu können.

Oh, und zusammen mit Kaye Alden betreibe ich den Uferlosen Podcast, wo wir allwöchentlich über Themen plaudern, die im weitesten Sinne etwas mit Gay Romance zu tun haben.

So, das wäre es erst mal. Ich freue mich schon sehr auf eure Fragen. 😀

Damit ihr meine Geschichten auch finden könnt, hier noch ein Link: https://www.amazon.de/Dahlia-von-Dohlenburg/e/B010AGOVC6 🙂

Leserfrage 1

Silvia: Wie kommst Du auf die Ideen für Deine Geschichten? Gibt es einen bestimmten Anreiz? Situationen? Bilder? Musik?

Hallo Silvia, pauschal lässt sich das gar nicht beantworten, da es für jede Geschichte etwas anderes sein kann. Aber ja, Situationen, Bilder, Musik – das spielt alles mit rein. 🙂

Leserfrage 2

Maya: Leider habe ich von dir noch gar nichts gelesen, könntest du mir ein paar deiner Titel nennen?

Also, für den Einstieg empfehlen würde ich „Der Fluch des Puppenmachers“ oder „Der süße Kuss des Todes“ – beide sind relativ kurz und mit mehr Fokus auf der Liebesgeschichte. Dann hab ich noch den Fantasy-Roman „Die Magie des Königs“ und meine Urban Fantasy-E-Book Serie „Jäger in den Schatten“ – da wird es zwar auch teils romantisch, ist aber keine reine Gay Romance. 🙂

Maya: Vielen Dank für die Tipps.

Gern geschehen. 🙂

Leserfrage 3

Chrissy: Worum geht es in deinem neuen Buch? Kannst du etwas mehr dazu sagen?

„Der Fluch des Puppenmachers“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen Ben und Jamie. Ben ist ein ganz normaler junger Mann und Jamie … nun ja, Jamie ist eine Porzellanpuppe, die nachts zum Leben erwacht. Zudem sieht Jamie Bens erster Liebe zum Verwechseln ähnlich, einem Mädchen, das vor Jahren starb. Neben der aufblühenden Liebe zwischen Jamie und Ben gilt es also auch herauszufinden, ob und in welcher Verbindung Jamie zu dem Mädchen steht. 🙂

Leserfrage 4

Anja: Was muss beim Schreiben immer dabei sein?

Ganz klar: Musik! In reiner Stille kann ich nicht arbeiten, deswegen höre ich mir meistens Filmsoundtracks oder klassische Musik beim Schreiben an (Sachen mit Text lenken dann doch zu sehr ab, weil ich mitsingen will. *lach*)

Leserfrage 5

Joyce: Wie kamst du auf dein Synonym? Hat es eine besondere Bedeutung für dich? Wie lange nutzt du es schon?

Den Vornamen hab ich mir irgendwann ausgesucht, weil ich die Blume so hübsch finde. Der Nachname ist von meiner Großmutter, die vor ein paar Jahren gestorben ist, weswegen er mir auch viel bedeutet. Wann genau ich ihn mir zugelegt habe, weiß ich gar nicht mehr. Drei Jahre oder vier?

Leserfrage 6

Constanze: Ich habe bisher nur ein Titel von dir gelesen, und zwar den Fluch des Puppenmachers, und war regelrecht geflasht. Wie bist du auf die Story gekommen? Das war ja richtig derb. 😅

Joyce: Mich hat es auch total umgehauen. ^^

Sylvia: Mich auch, war echt traurig, als es zu Ende war. ^^

Aww, danke ihr Lieben. 🙂 Die Idee hatte ich schon vor Jahren (2008 oder so um den Dreh?), deswegen weiß ich auch gar nicht mehr genau, wo sie herkam (Einflüsse waren auf jeden Fall E.T.A. Hoffmann und vom visuellen her japanische Gothic Lolitas 🤣). Jedenfalls war die Geschichte lange in meinem Hinterkopf und wartete auf den richtigen Moment, geschrieben zu werden. Als ich dann im April überlegte, ein paar Kurzromane zu schreiben, wollte sie dann raus. 🙂

Leserfrage 7

Katja: Muss dir sagen, das Buch „Fluch des Puppenmachers“ war soo Klasse, habe es verschlungen. Danke für das Lesevergnügen. So was würdest du mit nehmen wenn du auf eine einsame Insel verbannt wirst? Nur drei Sachen, kicher.

Aww, danke. *knuddel* Nur drei Sachen? Das ist schwierig … also, ich denke meinen Kindle, damit mir der Lesestoff nicht ausgeht (mein SUB ist gigantisch) und mein MacBook, damit ich schreiben könnte. Und natürlich einen Stromgenerator, damit ich die Sachen aufladen kann. *lach*

Leserfrage 8

Chrissy: Nach dem Buch ist vor dem nächsten. Was kann man als nächstes von dir erwarten?

Momentan arbeite ich an mehreren Projekten parallel, da ist es gar nicht so einfach zu sagen, was davon als nächstes fertig wird. *lach*

Aber für zwei stehen die Chancen gut, dieses Jahr noch zu erscheinen: Einmal eine Märchen-Adaption namens „Meermänner küsst Mann nicht“ (ich muss wohl nicht erwähnen, um welches Märchen es geht 😉 ) und dann „Ein Kuss für den Eisprinzen“, ein Gay Romance Eiskunstlauf-Roman, inspiriert von meiner Begeisterung für „Yuri On Ice“. ❤ Der Roman ist bereits geschrieben und muss nur noch überarbeitet werden, die Märchenadaption will ich im Urlaub schreiben, weil ich da am/ auf dem Meer bin. Was zuerst erscheint, hängt davon ab, wo die Betaleser schneller sind. 😉

Leserfrage 9

Jay: Welche Genrerichtungen (Gay) schreibst Du am liebsten?

Das ist gar nicht so leicht zu sagen, da ich immer wieder ein bisschen was Neues ausprobiere – aber generell geht es doch in die Fantasy-Richtung. Und dann muss Herzschmerz, Drama und ein bisschen Kitsch sein. 🙂

Leserfrage 10

Jay: Ok, noch was… nehmen wir mal an, Du hast nur noch 100 Euro. Und es kommt auch nichts mehr. Welchen Wunsch würdest Du Dir erfüllen? ^^

100 Euro, das ist schwierig – meine meisten Wünsche kosten ein bisschen mehr als 100 Euro (bei Wünschen, finde ich, kann man ruhig auch mal was dekadent sein 😉 ). Aber wenn ich wirklich nur noch 100 Euro hätte, würde ich die wahrscheinlich in ein paar richtig schöne Bücher investieren, damit ich etwas habe, woran ich mich erfreuen kann, wenn ich dann gar nichts mehr habe. *lach*

Leserfrage 11

Sandra: Wie reagiert deine Familie auf die Schreiberei?

Meine Mutter ist ein großer Fan meiner Geschichten – die anderen haben es wahrscheinlich noch gar nicht so wirklich mitgekriegt. *lach*

Leserfrage 12

Kristina: Plottest du oder lässt du die Geschichte auf dich zukommen während du schreibst?

Teils, teils – bis Anfang des Jahres hätte ich felsenfest behauptet, dass ich nie aus dem Bauch herausschreiben könnte, da alle Versuche bis dahin im Sande verlaufen waren. Dann hab ich einen Schreibratgeber für Bauchschreiber gelesen und gedacht, dass ich es dann doch einfach mal versuchen kann. Daraus entstanden ist „Der Fluch des Puppenmachers“, wo ich bis zur vorletzten Szene nicht sicher war, wie es ausgehen würde.*lach* Da das aber so gut geklappt hat, will ich versuchen, öfters mal aus dem Bauch heraus zu schreiben und zu sehen, wo es mich hintreibt.

Leserfrage 13

Sandra: Wovon lässt du dich inspirieren?

Von allem, was mir so im Leben begegnet – echte Erlebnisse sind schon eingeflossen, ebenso wie Ideen, die aus Musik, Film, Fernsehen oder anderen Büchern entstanden sind. Zwei Geschichten sind auch auf Basis von Träumen entstanden. *lach*

Leserfrage 14

Diana: Welche Gay Geschichte ist deine liebste, die du eventuell öfters gelesen hast?

Leider lese ich ja in letzter Zeit viel zu wenig🙈, aber Leann Porters „Die Sturmfalken von Olbian“ finde ich einfach wunderschön und da könnte ich immer wieder reinblättern und ein Stückchen lesen. ❤

Leserfrage 15

Jay: Was würdest Du gar niemals schreiben? *g*

Historische Romane, Western und Heimatromane wären so gar nicht meins (Historische Romane wegen des Rechercheaufwands und die anderen wegen des Inhalts). Ansonsten fällt mir spontan nichts ein, was ich prinzipiell ausschließen würde … Oh, doch, Rape to Love geht für mich gar nicht. Aber sonst … vielleicht hab ich auch nicht genug Fantasie gerade, um mir die ganzen Dinge vorzustellen, die ich nicht schreiben will. 🤣

Laeserfrage 16

Sandra: Einen Tag in eine andere Haut schlüpfen. Wer würdest du gerne sein?

Das ist schwierig – lange hab ich mich in meiner eigenen Haut nicht so wohl gefühlt, aber inzwischen könnte ich mir gar nicht vorstellen, jemand anderes zu sein. Aber wenn es nur für einen Tag ist … Ah, nein, das ist mir doch zu peinlich, das zu sagen 🤣🙈

Ohh, mir ist noch was eingefallen, was mich nicht als peinliches Fangirl outet: Ich wäre gerne für einen Tag Donald Trump. Dann würde ich abdanken und Neuwahlen ausrufen oder so.🤣

Leserfrage 17

Jay: Wie würdest Du Dich selbst beschreiben? Bist Du ein eher ordentlicher oder unordentlicher Mensch? Und geht das Schreiben immer vor? VOR dem Aufräumen? 😜

*schaut in ihre Wohnung* *lacht hysterisch* Unordentlich und das Schreiben geht definitiv vor.

Leserfrage 18

Jay: Mit welcher prominenten Person würdest Du gerne mal einen Abend abhängen? Die darf auch schon verstorben sein *g*. Und was würdet Ihr machen?

Oh, Gott, nur eine? Also, als Trekkie hätte ich ja liebend gerne einmal Leonard Nimoy getroffen. Als kleines Mädchen wollte ich ja immer Mr Spock heiraten. (Nun ja, aber ich würde jetzt auch Zachary Quinto nehmen, höhö.) Da ich unglaublich schüchtern im RL bin, wäre ich wahrscheinlich glücklich, einfach nur daneben zu sitzen und mir was erzählen zu lassen.

Leserfrage 19

Sandra: Wie stelle ich mir deinen Arbeitsplatz vor?

Da bei mir Zuhause immer Chaos herrscht, fahre ich zum Schreiben meistens ins Unperfekthaus – einer Mischung von Künstlerhaus/ Co-Working Space in Essen. Da breite ich mich dann mit meinem MacBook und je nachdem Notizbüchern, Blöcken, Schreibratgebern aus und mache mich an die Arbeit. (Großes Plus: es gibt Getränkeflatrate = KAFFEEEE)

Leserfrage 20

Gudrun: Jäger in den Schatten: Wann geht es ungefähr weiter?

Der aktuelle Plan ist, die Rohfassung des nächsten Teils im November, während des Nanowrimo, zu schreiben. Wahrscheinlich kommt es dann Anfang 2018 raus. Dann aber auch gleich die ganze zweite Staffel als ein dicker Band. Ein bisschen tu ich mich hier gerade mit Schreiben schwer, da die Serie nicht so gut läuft, wie ich es erhofft hatte und ich da leider auch ein bisschen wirtschaftlich denken muss 😕

Leserfrage 21

Chrissy: Hast du ein Thema, welches du unbedingt noch mal in einem Roman verarbeiten möchtest? Oder gibt es eins, was du definitiv nie schreiben wollen würdest?

Ich würde gerne in einer Geschichte stärker auf Depressionen und ihre Folgen eingehen, da das ein Thema ist, dass mich auch persönlich sehr beschäftigt. Aber da es sehr sensibel ist, will ich erst noch ein bisschen Erfahrung im Schreiben sammeln, um dem auch gerecht zu werden. Ansonsten spielen Themen wie Gleichberechtigung und Toleranz auch immer eine große Rolle in meinen Geschichten.

Was das nie schreiben wollen angeht, wäre das wohl Rape-To-Love, sonst fällt mir da spontan nichts ein.

Leserfrage 22

Jay: Welche Musik hörst Du gerne? Absolute Lieblingsband? Letztes besuchtes Konzert?

Ich mag gerne Rock, Pop und Balladen, aber auch klassische Musik. Eine absolute Lieblingsband hab ich gerade so gar nicht. Letztes Konzert… Während meiner J-Pop Phase müsste das entweder NEWS oder KAT-TUN gewesen sein (was aber wahrscheinlich niemandem was sagt *lach*). Ist jetzt aber auch schon sieben Jahre oder so her.

Auch hier waren wieder ein paar sehr interessante Fragen dabei, die trotz Browserproblemen ausführlich beantwortet worden sind.

Nach einem weiteren, kurzen Päuschen zeige ich euch noch das dritte Interview, welches bereits stattgefunden hat. Und verrate danach, was euch diesen Sonntag besonderes erwartet.

~Kristina~

Ein Kommentar zu “Leser interviewen – Dahlia von Dohlenburg

  1. Pingback: Dahlia von Dohlenburg: Interview – Die Uferlosen

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