꙳Herzfrequenz Vol. 1: Philipp & Liam꙳ – Elisa Schwarz und Lena M. Brand

IMG_3230Heute stelle ich zur Abwechslung ein Rezensionsexemplar vor, das recht kurzfristig den Weg zu mir gefunden hat. Ich habe gestern schon die ersten Seiten gelesen und mich heute gänzlich ins Getümmel gestürzt. Für Elisa und Lena ist es das erste Projekt, welches sie gemeinsam angegangen sind und da es sich bei diesem Buch um Volume 1 handelt, dürft ihr auf drei weitere Gemeinschaftsprojekte (insgesamt vier) gespannt sein.

Allgemeines zum Buch

Das Taschenbuch umfasst, nach eigener Angabe, 468 Seiten und erschien Mitte Juni 2017 im dead soft Verlag. Es ist im Genre Gay Romance angesiedelt. Wie bereits angemerkt, habe ich ein Rezensionsexemplar erhalten, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte.

Inhalt und Rezension

Zwischen Philipps und Davids enger Freundschaft, die für ihr Umfeld wie eine Beziehung aussieht, kommt nichts und niemand. Zumindest ist das die Warnung, die Liam von einem Freund der beiden erhält. Neu in der Stadt und Hals über Kopf verzaubert von Philipp, kann Liam allerdings nicht anders, als sein Glück zu versuchen. Schnell wird ihm klar, dass auch Philipp nicht abgeneigt ist und ihn durchaus kennenlernen möchte. Doch das sorgt für eine Menge Probleme, denn plötzlich scheint David nicht mehr nur ein bester Freund sein zu wollen und das Gefühlschaos nimmt seinen Lauf.

Die Charaktere sind nicht unbedingt der Standard, gerade Philipp zu verstehen und seine Intentionen nachzuvollziehen, gelang mir nicht immer. Das macht allerdings auch einen nicht zu unterschätzenden Spannungsgewinn aus, denn so werden viele Dinge unvorhersehbar und treffen unvorbereitet. Trotz des Buchtitels, hatte ich beim Lesen daher kein Gefühl der Selbstverständlichkeit.

An Liam bin ich als Leser deutlich näher dran gewesen und ich habe nicht nur einmal das Gefühl gehabt, ihn in den Arm nehmen zu wollen. Sein persönliches Glück, war mir persönlich sehr wichtig. Diese Nähe, hat ein bisschen was von der Distanz zu Philipp aufgehoben. Es gibt zwar zwei Erzählperspektiven (Liam und Philipp als Ich-Erzähler), paradoxerweise gelang mir das größte Verständnis für Philipp, wenn ich dabei durch Liams Augen „lesen“ konnte. Die Botschaft, das Liam mehr sieht, als es auch die anderen Charaktere im Buch zumeist können, wird dadurch eindrucksvoll unterstrichen.

Durch das Buch hinweg, gab es bei mir mehrere Phasen. Den Beginn fand ich einigermaßen verwirrend, was an der schnellen Vorstellung sämtlich beteiligter Charaktere lag. Die Gefühle und Aktionen der jeweiligen Personen, waren mir eine Idee zu viel und auch die ersten Umrisse von Liam und Philipp. Das hatte etwas von einer Vorstellung. Nicht ganz so harsch, aber im Grundton kam das bei mir so an. Einiges davon hat sich sogar im Verlauf der Handlung wiedergefunden, sodass ich denke, nicht alles davon wäre notwendig gewesen. Etwas mehr Luft und Raum zu Beginn wäre, jedenfalls nach meinem Gefühl, nicht schlecht gewesen.

Je mehr sich der Fokus aber auf die beiden Hauptprotagonisten richtet, desto gefühlsbetonter und mitreißender wird die Geschichte. Trotz des Umfangs des Buches, hatte ich keine Schwierigkeiten, sie fast am Stück wegzulesen (die 10 Seiten von gestern mal nicht mitgezählt). Gerade Liam hat mich unheimlich an das Buch gebunden und mich, ja, ich gestehe es, zum Weinen gebracht. Dabei ist die Perspektive unerheblich gewesen. Er wird nicht nur als offener und gefühlvoller Mensch beschrieben, er schlägt zu jeder Zeit genau so bei mir ein.

Die Nebenprotagonisten nehmen insgesamt einen größeren Raum ein, als es Romanzen normalerweise mit sich bringen, allerdings sind diese sehr gut eingepflegt unterstützen deutlich wahrnehmbar den Vortrieb der Handlung. Und, ich glaube das muss einfach mal gesagt werden, ich habe endlich mal eine Frau erlebt, die mir nicht auf die Nerven gegangen ist, sondern sich wie ein erwachsener, normalempathischer Mensch verhalten hat. Das lese ist nicht zu oft, daher ein extra Lob an dieser Stelle. Das habe ich unheimlich genossen.

Noch ein Gedanke zum allgemeinen Eindruck: Dafür, dass es ein Gemeinschaftsprojekt ist, sind die Übergänge sehr harmonisch. Alle Geschehnisse greifen ineinander und bauen aufeinander auf. Jede Perspektive trägt positiv dazu bei.

Ein kleines Problem besteht für mich darin, dass ich keinen so richtigen Nachklang feststellen kann. Das Buch endet für mich mit dem Ende. Zugegeben, ich war danach auch fix und fertig, einfach durch die emotionale Achterbahn, aber so ein bisschen was Extra, worüber ich mir Gedanken mache, wäre auch schön gewesen.

Fazit: Ich habe eine gefühlsbetonte Romanze gelesen, die mit einem untypischen Protagonisten aufwarten kann (ich mag das ja gerne), auf ihre Art zu fesseln weiß und Spannung entstehen lässt, wenn ich es als Leser am wenigsten vermutet habe.

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Autoreninformation/ -kontakt

Elisa und Lena findet ihr nur auf Facebook. Die Links zu ihren Autorenprofilen, lasse ich euch gerne da.

www.facebook.com/ElisaSchwarz.Autorin

www.facebook.com/Lena.M.Brand

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