꙳Die stille Bestie꙳ – Chris Carter

IMG_3209Heute bringe ich ein weiteres Buch von Chris Carter ins Gespräch, auf das ich schon eine Weile gespannt war und bereits angekündigt hatte. Und so langsam muss ich mir mal so etwas wie einen SuB aufbauen, denn mein „Stapel“ verdient seinen Namen gar nicht mehr. Bin wohl doch eher eine von der konsequenten Lesesorte. Nun aber zum Buch und meinem Leseeindruck.

Allgemeines zum Buch

Das Buch erschien im September 2015 im Ullstein Verlag. Der englische Originaltitel lautet „An Evil Mind“ und wurde, wie schon „Der Totschläger„, von Sybille Uplegger ins Deutsche übersetzt. Das Buch umfasst gute 440 Seiten und ist dem Genre Thriller zuzuordnen.

Inhalt und Rezension

Auch hier ermittelt Robert Hunter für uns, nur, dass es anscheinend nichts mehr zu retten gibt. Sein bester Freund aus der Studienzeit, Lucien Folter, wird verhaftet und zweier grausamer Morde verdächtigt. Dass das nur die Spitze des Eisberges ist, erfährt Robert früh genug und das ganze Ausmaß erschüttert alle Beteiligten bis ins Mark.

Persönlich lese ich sehr gerne diese Art Aufbau bei einem Thriller. Der Täter steht fest und die Tragik in ihrer Gesamtheit entblättert sich auf nahezu verstörende Weise, ebenso, wie die psychologischen Komponenten. Und auch hier ist es so, dass mit Schockmomenten nicht gespart wird und sich beim Lesen dieses nervöse Zittern einstellt. Wer einen empfindlichen Magen hat, wird sich mit dem Buch eher schwer tun.

Allerdings hatte ich mir doch etwas mehr versprochen. Den Beginn empfand ich als recht holprig und die auktoriale Perspektive hat mir dabei nichts geben können, im Gegenteil, ohne feste Instanz war ich ziemlich verwirrt und ich brauchte einige Zeit, um der Handlung folgen zu können. Wirklich angenehm wurde mir das leider über das gesamte Buch nicht.

Die Zusammenhänge waren für mich schlüssig, der erklärende Anteil ist für meinen Geschmack allerdings zu hoch. Es ist immer schwer einzuschätzen, wie viel tatsächlich zu viel ist, wenn man mit den Ermittlern bereits vertraut ist, meinen Lesefluss haben die vielen Erklärungen/ Wiederholungen, die einen unterbrechenden Charakter haben, jedenfalls gestört. Mir fehlte hier so eine Art selbstverständliche Fügung.

Wie schon gesagt, ist es trotzdem clever aufgebaut, die intensiven Momente gut verteilt und die Lösung wieder für den Leser unerreichbar durchdacht. Will sagen, wer mitraten möchte, wird hier nicht die Möglichkeit bekommen sich gedanklich auszutoben. Es gibt dafür kleinere Rückschlüsse die man ziehen kann und die auch gut gelingen ohne, dass es zu offensichtlich wird. Das bietet einen gewissen Reiz, worauf ich hier aber verzichten musste, war eine deutlich emotionale Anbindung an die Protagonisten, was der Erzählperspektive zugeordnet werden kann.

Fazit: Der Thriller war gut, etwas mehr Dynamik und Anteilnahme hätten mich allerdings noch mehr dafür begeistern können. Vielleicht bin ich auch mit einer zu hohen Erwartungshaltung an das Buch gegangen.

SternSternSternStern halbStern leer

Ich überlege noch, ob ich auch die anderen Veröffentlichungen von Chris Carter hier vorstellen werde. Ihr könnt mir gerne eure Gedanken dazu in den Kommentaren hinterlassen.

Autoreninformation/ – kontakt

Mehr über Chris Carter kann man auf seiner Internetseite erfahren, die regelmäßig aktualisiert wird und interessante Informationen bereithält. http://www.chriscarterbooks.com/home.htm

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