꙳Die Hütte im Schnee꙳ & ꙳Herzschmerz inklusive꙳ – Reading Challenge

Willkommen zurück. Heute gestalte ich den Rezensionstag mal etwas anders, denn es gibt eine kleine Challenge von der Dreamspinner Press. Diese wird monatlich bis Oktober 2018 fortgesetzt. In jedem Monat, bis dahin, lösen die Leser zwei Aufgaben und hüpfen dabei zusätzlich in einen Gewinntopf. Die Aufgaben für diesen Monat (Juni) lauten:

  • „Lies eine Kurzgeschichte.“
  • „Lies ein Buch, dessen Cover dich überhaupt nicht anspringt.“

Verlag, Autoren und Sprache sind dabei egal, der Leser hat freie Hand, bis auf das Genre (Gay).

Damit es nicht so langweilig wird und ich ein bisschen was zu tun habe, habe ich mir zusätzlich auf die Fahne geschrieben, eine jeweilige Kurzrezension dazu zu schreiben. Da meine ausgewählten Bücher noch nicht so sehr von Rezensionen gesegnet worden sind, hat das gleich noch einen kleinen Nutzen.

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[Aufgabe] Kurzgeschichte: „Die Hütte im Schnee (NuR 1)“ – Kaye Alden

Diese kleine Geschichte erschien bereits im Mai 2015 und wurde von Kaye Alden selbst herausgebracht. Es handelt sich um eine Gay romantische Geschichte mit Fantasyanteilen. Dabei findet Rin den halb erfrorenen Nel und bringt ihn zu sich nach Hause. Er lebt zwar isoliert, allein schon, weil ihn die Dorfbewohner für einen Dämonen halten, aber einen Hilfebedürftigen im Stich zu lassen, kommt natürlich nicht in Frage. Doch Nel scheint ebenfalls Geheimnisse zu haben und warum dieser ausgerechnet zu ihm wollte, kann sich Rin – noch – nicht erklären.

Die Geschichte mutet recht märchenhaft an, das ganze Setting lässt ein schönes, warmes Bauchgefühl entstehen, was durchaus mit den tollen Umgebungsbeschreibungen zusammenhängt. An sich leben die Protagonisten genau davon, denn Rin und Nel entwickeln keine immense Tiefe, was für eine Kurzgeschichte nicht unüblich ist, mich oft stört, hier aber anders aufgefangen wird.

Wer Drama und Plottwists sucht, wird hier nicht fündig werden. Es gibt kleine Rätsel, die behutsam und sachte gelöst werden und der Umgang von Rin und Nel miteinander ist durch und durch liebevoll. Die Vermutung von Nel, dass es Bestimmung war sich zu begegnen, spiegelt die Handlung eins zu eins wieder. Da habe ich dasselbe Gefühl wie Nel.

Sprachlich hakt es manchmal ein wenig und liest sich dadurch an einigen Stellen etwas holprig. Im Ganzen betrachtet, ist das allerdings zu verschmerzen. Wer sich also für einen zauberhaften Moment entführen lassen möchte, um die Seele baumeln zu lassen, der bekommt hier alle Möglichkeiten dazu.

Wer mich kennt, weiß, ich bin kein Freund von Kurzgeschichten und tendenziell etwas ’strenger‘ mit ihnen, aber weil es wirklich süß und das Gefühl stimmig ist, möchte ich gar nicht zu sehr rumkritteln.

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[Aufgabe] Cover, das mich nicht anspringt: „Herzschmerz inklusive“ – Karo Stein

Im März ’17 veröffentlichte Karo Stein diese Gay Romance und ja, rein covertechnisch hat es mich nicht angesprochen, auch wenn ich mit der Autorin bereits recht positive Leseeindrücke gesammelt habe. Selbst veröffentlicht, erzählt sie die Geschichte von Jake, der sich aufgrund eines schweren Schlages aus dem Großstadtleben und in sein Geburtsdorf zurückzieht. Innerer Frieden will sich nicht wirklich einstellen und als dann auch noch Robin auftaucht, ein ‚Bekannter‘ aus seinem früheren Leben, ist er gezwungen herauszufinden, ob sein Herz aufgrund seiner Beeinträchtigung oder unbekannter und lange verdrängter Gefühle heftiger schlägt.

Der Beginn ist recht melancholisch und trotz des eher erzählenden Charakters ansprechend gestaltet. Jakes Erleben ist meist gut inszeniert, wohingegen Robin deutlich blasser bleibt. Seine Intentionen lassen sich nur erahnen und auch Jakes teilweise sehr heftige Reaktionen, hätten für mich etwas klarer herausgearbeitet werden können.

Die Geschichte wird von dem Verwirrspiel von Gefühlen geprägt und der lange unaufgelösten Frage, was Jake widerfahren ist. Das fand ich an sich nicht schlimm, nur erscheinen die eingebrachten Erfahrungen, aus seiner Zeit in Berlin, sehr repetitiv. Überhaupt gibt es ein paar Erläuterungen, die für meinen Geschmack etwas zu häufig wiederholt werden. Was mir sehr gut gefallen hat, war die Darstellung der psychischen Situation von Jake, die sich aufgrund des Erlebnisses entwickelt hat. Das ist zu jeder Zeit glaubhaft und sehr eindringlich. Gewünscht hätte ich mir etwas mehr Interaktion zwischen den Männern, um ihre Gefühle, Wünsche und Ziele deutlicher erleben zu können. Die Rahmengestaltung, Anfang und Ende betrachtend, hat mir ebenfalls zugesagt, von dieser Art des Aufgreifens von Handlungselementen bin ich ein großer Freund.

Ein paar kleinere Fehler haben sich eingeschlichen, allerdings ist das weit weg von dramatisch. Für mich hätten nur manche Übergänge, auch Gespräche betreffend, etwas sauberer sein können.

Insgesamt ist es aber eine schöne Geschichte, mit temporeicheren und -ärmeren Phasen, ausreichend Emotionalität und wirklich gut entwickelter Psyche des Hauptprotagonisten.

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Autoreninformation/ -kontakt

Kaye Alden ist auf ihrer eigenen Internetseite (www.kaye-alden.de) und auch Facebook zu finden. Selbiges gilt für Karo Stein. Neben Facebook, Bookrix und FanFiktion, hat Karo auch einen eigenen Blog, in dem ihr mehr über sie erfahren könnt: http://crazykath74.blogspot.de.

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