꙳The Creature꙳ – Justin C. Skylark

IMG_3121Da kommt es nun: Mein Messebuch. Ich hatte es recht zeitig nach der Messe gelesen und die Rezension ebenfalls kurz danach schon geschrieben. Zuerst wollte ich aber noch meine Krimis und Thriller hier ‚loswerden‘. 😉 Dafür habe ich aber ein besonderes Fotomodel gefunden, welches gerne bereit war, mir bei der Buchvorstellung zu assistieren. So ist die Wartezeit, denke ich, angemessen entschädigt.

Allgemeines zum Buch

„The Creature“ erschien Anfang November 2016 im dead soft Verlag und umfasst 320 Seiten. Die Länge empfand ich sehr angenehm, absolut passend und ausreichend für die Geschichte. Die Sortierung fällt mir ein bisschen schwer. Ich würde jetzt einfach mal sagen dass es eigentlich eine Gay Romance ist, kombiniert mit Fantasy in der Lightvariante.

Inhalt und Rezension

Die Arbeit in der Rechtsmedizin ist mitunter sehr hart, nichtsdestotrotz geht Jannik in seinem Job auf. Bis auf Kevin, seinen Kumpel mit speziellen Vorzügen, umgibt er sich privat mit wenigen Personen. Obwohl er sich mitunter schon einen Mann an seiner Seite herbeisehnt, ist er mit seinem Alltag zufrieden.

Dieses ruhige Leben gerät mit einem Mal aus den Fugen, als eine Brandleiche eingeliefert wird. Die genauen Umstände sind unklar und auch der Mann weist einige Besonderheiten auf. Noch bevor er näher untersucht werden kann, verschwindet John Doe und alles weist darauf hin, dass die Leiche ohne Hilfe die Rechtsmedizin verlassen hat. Ein toter Mitarbeiter und ein verstörter Mann in Janniks Wohnung, machen das Chaos perfekt.

Der Beginn ist, trotz der Einfachheit von Janniks Leben, recht vielschichtig erzählt und aufgebaut. Das hineinversetzen in die Situation gelingt dadurch mühelos, auch, weil die Informationen so gesetzt sind, dass es nicht zu viel wird. Die nachfolgende Handlung gerät im Gegensatz zum Anfang deutlich flacher, gerade die Probleme der Protagonisten werden mir etwas zu einfach abgehandelt und gelöst. Besonders fiel mir das bei der sprachlichen Entwicklung von Tyr auf. Verstehen, Sprechen und die verbesserte Mundmotorik geschehen in meinen Augen unnatürlich schnell. Die nonverbale Kommunikation zwischen Jannik und Tyr hingegen, empfand ich als gut ausgearbeitet und glaubhaft.

Die Gesamteinschätzung fällt mir gar nicht so leicht, denn mir schien öfter, dass gute Ansätze/ Ideen/ Entwicklungen in ihrer Umsetzung hinterherhinken. Das liest sich manchmal recht bröckelig und stockend, da einige Handlungsübergänge dadurch nicht wirklich ineinander fließen. An ein paar wenigen Stellen fehlte mir auch Substanz hinter der Geschichte. Ich hatte zwar im Großen und Ganzen das Gefühl, das ordentlich recherchiert worden ist, allerdings funktioniert nicht alles, ohne dass ich dabei großzügig über Details hinwegsehen muss.

Die Perspektive, aus der die Geschichte geschrieben worden ist, fand ich recht gewöhnungsbedürftig. Einen Ich-Erzähler im Präteritum hatte ich bis jetzt noch nicht so häufig und wirklich oft/ hintereinander würde ich es auch nicht unbedingt lesen wollen. Allerdings ist das konsequent umgesetzt und da die Handlung an sich einen guten Zug hat und immer interessant bleibt, habe ich mich trotzdem in angemessener Zeit reingefunden.

Wie schon erwähnt, gefällt mir der Spannungsbogen gut, Herzklopfen und Beklemmungen entstehen auch ohne große Katastrophen, hier wird eher mit der Erwartungshaltung von Jannik und dem Leser gespielt. Die Auflösung ist in ihrer Einfachheit nahezu genial. Definitiv anders, als man es zu Beginn und über die Handlung hinweg erwarten würde.

Insgesamt ein wirklich schönes Buch. Zwar mit ein paar Ecken und Kanten, dafür aber mit einer schönen Idee und einem interessanten Protagonisten Pärchen, welches man in dieser Form nicht allzu häufig zu lesen bekommt.

Autoreninformation/ -kontakt

Justin hat eine eigene Internetseite (https://www.jcskylark.de/) und ist darüber hinaus auch auf FB zu finden. Ende März erschien „Nordweg: … und andere Kurzgeschichten“, was auch über Kindle Unlimited ausleihbar ist. Zum reinschnuppern eine gute Sache.

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