꙳Death Cache – Tödliche Koordinaten꙳ – Danise Juno

imag0315_1.jpgDiesen Thriller habe ich ebenfalls auf der BuchBerlin erstanden. Es ist recht selten, dass mich Klappentexte sehr neugierig machen, aber mit dem Hintergrund des Geocachings war ich sofort angetan. Bedenken, dass es zu speziell und die Handlung nicht nachvollziehbar ist, braucht hier keiner haben. Alles Wissenswerte ist gut eingearbeitet und bildet so eine interessante Thrillergrundlage. Damit genug vorweg geredet, meine Leseeindrücke im Detail ⇓.

Allgemeines zum Buch

Death Cache erschien im Mai 2016 im acabus Verlag (Imprint der Diplomica Verlag GmbH) und umfasst ca. 300 Taschenbuchseiten. Es ist der zweite Thriller von Danise Juno, im Juli 2015 veröffentlichte sie bereits im selben Verlag „Herbstlilie – Limbergens vergessene Kinder“.

Inhalt und Rezension

In der Geocaching-Szene stimmt etwas ganz gewaltig nicht. Ein enthaupteter Mann im Wald, scheint das Ergebnis eines Kampfes um den ersten Platz in der Toplist zu sein. Michael Tonelli, selbst erfolgreicher Cacher, versucht dem sagenumwobenen und unangefochten auf Platz 1 liegenden Sammaël auf die Spur zu kommen. Während dieser Suche wird auch seine Vergangenheit immer präsenter und der Mörder scheint sich in dieser gut auszukennen.

Um Michael dreht sich ein Großteil der Handlung, wenngleich man als Leser, durch Perspektivwechsel, einen recht umfassenden Überblick bekommt, und auch dem Mörder darf man hin und wieder lauschen. Normalerweise mag ich es recht übersichtlich, allerdings sind diese Wechsel gut gemacht und werden nur von Kapitel zu Kapitel vollzogen. Verständnisprobleme ergaben sich daher bei mir nicht und ich habe sie zumeist als bereichernd empfunden. Ebenso die Rückblenden, die Michaels Vergangenheit in den passenden Momenten beleuchten. Informationen ergeben sich dadurch sehr natürlich und fügen sich problemlos in das Geschehen ein. In meinen Augen etwas schwierig, war die Vielfalt der Personen schon zu Beginn. Gekoppelt mit den Nicknamen, hat es eine Weile gedauert alle richtig zuzuordnen und damit auch ihre Position im Buch. Das legt sich recht schnell, bzw. ich habe mich da zügig dran gewöhnt, etwas holprig ist der Start aber dennoch.

Die emotionale Verbindung zu den Protagonisten hat mir persönlich etwas gefehlt, an einigen Stellen ist es daher schwer gewesen, den Absichten / Beweggründen zu folgen. Diese Distanz hat mich auch einige Male nicht richtig mitleiden lassen, obwohl das, was Michael als Kind durchmachen musste, keine leichte Kost ist. Die zwischenmenschlichen Aspekte der Gegenwart bleiben ebenso flach und am Ende dadurch etwas seicht.

Nichts desto trotz hat der Thriller ein gutes Tempo, was durch Michaels inneres ‚getrieben‘ sein schön unterstützt wird. Die Suche nach den Verstecken und das Auflösen der Rätsel, bietet eine zusätzliche Spannungsebene, sodass keine Langeweile oder große Ruhepausen auftreten. Dieser rote Faden hält alles toll beieinander und ermöglicht einen reibungslosen Rutsch durch das Buch. Das Zusammenlaufen aller Anteile hat mir sehr gut gefallen.

Die Verbrechen sind gut eingesetzt, der Mörder zunächst einmal denkbar, um dann andere Optionen aufzuzeigen. Die Gesamtauflösung bleibt gut verschleiert, wenngleich ich ein paar Dinge noch vor dem Ende erahnen konnte. Die zwei parallel laufenden Rätsel, bieten aber genügend Stoff um die grauen Zellen bei Laune zu halten. Sehr geschickt aufgebaut fand ich den Prolog, da er viel Wissenswertes vorab liefert, ohne sich zu verzetteln und dann auch noch mal im Zusammenhang mit dem Epilog. Ein Thriller darf ruhig am Ende für einen Gänsehautmoment sorgen und das ist hier wirklich hervorragend gelungen. Die Geschichte schließt aus diesem Grund sehr schön, auch wenn eins, zwei kleinere Fragen offen bleiben.

Fazit: Für mich ein spannender Thriller mit tollem Setting und geschickter Struktur. In der Täterfrage bin ich etwas ambivalent, weil es für meinen Geschmack noch etwas versteckter hätte sein können, auch wenn es der Spannung an sich keinen Abbruch tut. Tiefe Gefühle habe ich nicht erlebt, dafür einen besonderen Moment am Ende, der durchaus auch noch Interpretationsspielraum zulässt. Sehr schön gestaltet.

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Autoreninformation/ -kontakt

Danise Juno ist auf ihrem Autorenblog zu finden (>https://danisejuno.wordpress.com/<) und auch auf FB.

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