Messebericht Buch Berlin 2016

Nun ist es schon zwei Tage her und die Eindrücke der Buchmesse haben in der Zeit ein wenig sacken können. Wie vorher erwähnt haben wir uns zu viert auf den Weg gemacht und am Ende hat jeder etwas für sich passendes gefunden. Vorab: auch wenn der Beitrag bebildert ist, von der Messe und den Ständen an sich habe ich keine Fotos gemacht. Erstmal war es sehr voll und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl im Weg zu stehen und zum anderen war ich so in die Erkundung der Bücher vertieft, dass ich es später schlicht vergessen habe. Ausnahme bildet seine Hoheit Halvor, aber dazu später. 😉

Ein paar Worte zum Hotel

Hierzu kann ich nur sagen: Großartig! Ich war noch nie im Estrel und war wirklich positiv über Größe, Aufteilung und Ambiente überrascht. Das Hotelpersonal war in unseren Belangen sehr zuvorkommend und wir haben uns gut aufgehoben gefühlt. Parken war durch die integrierte Tiefgarage überhaupt kein Problem und den Preis dafür empfand ich auch als angemessen.

Eine Autorin hat mir auch verraten, dass bei den Gästen im Hotel keine Wünsche offen geblieben sind. Die Abläufe haben wunderbar funktioniert und zumindest für sie gab es nichts zu beanstanden.

Erste Eindrücke

Voll! Sehr, sehr voll und alles dicht an dicht (zumindest als wir am Samstag Mittag dort aufgetaucht sind). Den ersten Saal haben wir erst einmal links liegen lassen und sind gleich in den größeren Bereich gegangen. Auch hier dasselbe Bild, viele Menschen, viele Stände und natürlich Tonnen an Büchern. Wir haben uns also in Zweiergrüppchen aufgeteilt um uns einen groben Überblick zu verschaffen. Es sah zwar auf den ersten Blick wenig/ klein aus, aber dadurch dass wir mit fast jedem gelaufenen Meter an einem neuen Stand waren, haben wir viele Runden gedreht um alles halbwegs zu erfassen. Hin und wieder haben wir uns zwischendurch wieder gefunden und Tipps zum schmökern ausgetauscht.

Die Messe

Die Vielfalt war für so eine verhältnismäßig kleine Messe sehr beeindruckend. Die Auswahl an Themen/ Genres war groß und wie ich oben schon schrieb, jeder von uns ist dadurch fündig geworden. Als sehr positiv und erfrischend empfanden wir die Tatsache, dass vor allem kleinere Verlage und viele Selfpublisher vertreten waren. Es ist manchmal nicht so einfach mal ein paar andere Dinge in den Buchläden zu finden und auch bei Amazon und Thalia liegt der Fokus nicht unbedingt in diesem Segment. Aus diesem Grund bin ich mir sehr sicher auch nächstes Jahr wieder hinzufahren.

Die Stände waren nicht nur nebeneinander sehr eng aufgebaut, auch die Reihen dazwischen ließen nicht sehr viel Platz. Mehr Spielraum hätten die Organisatoren aber nicht gehabt, ich schätze mal mit diesem Messeumfang ist für diese speziellen Räumlichkeiten das Maximum erreicht worden. Dadurch war es auch unheimlich warm. Kurze Hose und T-Shirt wären, zumindest bis zur Tiefgarage, gar kein Problem gewesen. 😀

An sich empfand ich es als stark Fantasy lastig und in diesem Genre werde ich ja leider etwas seltener fündig. Die Genres an sich waren zwar ganz gut geteilt, allerdings haben die Verlage selber durchaus unterschiedliche Bücher (in unterschiedlichen Genres) zur Verfügung gestellt. Mag sein, dass es deswegen noch etwas mehr wirkte. Stattdessen hätte ich mir eine breitere Vielfalt im Bereich Sachbuch gewünscht, aber das ist natürlich Geschmackssache. Fantasy Fans sind auf der Buch Berlin jedenfalls voll auf ihre Kosten gekommen.

Positiv hervorheben möchte ich den vorderen Kinder- und Jugendbuch Bereich, auch wenn ich dort für mich nichts gesucht habe. Da gab es eine Menge, selbst für die ganz Kleinen, zu entdecken (nebst Beschäftigungsmöglichkeiten), sodass Familien wunderbar mit integriert waren. Gerade in einer Zeit in der das Lesen bei vielen Menschen in den Hintergrund gerückt ist, finde ich es sehr wichtig auf Kinder und Jugendliche zuzugehen und sie für Bücher zu begeistern. Dafür gibt es von mir definitiv einen dicken, virtuellen Daumen nach oben!

Ein weiteres Lob möchte ich für den sehr wertigen Messekatalog aussprechen. Das habe ich, gemessen an dem geringen Entgelt, so nicht erwartet. Die Standaufteilung, Lesungstermine, etc. waren übersichtlich aufgeführt und die Anzeigen der Aussteller haben richtig Lust auf die Messe gemacht.

Das Catering war klein aber fein, wir hatten nur eine Brezel und die war

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Gut, meine Kater ist wohl anderer Meinung, aber der war nicht mit. Kleines Catering kann aber für jemanden der Möpsi heißt und sich „Fressen ist mein Sport“ als Lebensmotto ausgesucht hat, schon mal nichts Gutes bedeuten. 😀

Wichtig für den Gesamteindruck auch: Die Autoren und Verleger erschienen mir alle bestens gelaunt zu sein und auch die Besucher machten durch die Bank einen sehr zufriedenen Eindruck. Ich hatte noch das Glück mich mit einer Autorin über die andere Seite der Geschehnisse auszutauschen und daher komme ich nun in einem kleinen Extrateil zur Einschätzung von ihr.

Autorenerlebnis

Der Gesamteindruck war auch da absolut positiv. Das Organisationsteam wurde von vielen als sehr hilfsbereit und freundlich beschrieben, es gab keine Probleme beim Standaufbau und Termine wurden wie abgesprochen eingehalten.

Ein großes Manko sah sie darin, dass die Lesungen nicht gut ausgeschildert waren (nicht angekündigt worden sind) und es für Besucher nicht ohne weiteres zu erkennen war, wo diese stattfinden würden. Zumindest nicht für die, die zufällig mal hätten reinschnuppern wollen. Im Nachhinein muss ich auch sagen, dass ich keine Ahnung gehabt habe, dass in unserer Besuchszeit so viele Lesungen waren. Ich hatte bereits im Vorfeld nach einer bestimmten Lesung gesucht und die restlichen im Messekatalog mehr oder weniger überblättert. Einen Spontanbesuch gab es von unserer Seite aus nicht.

Daher kam es dann dazu, dass fast keiner bei ihrer Lesung war. Diese musste zudem ohne Mikrofon/ Headset o.ä. auskommen. Für das nächste Mal würde sie sich an diesem Punkt ein Mikrofon und eine verbesserte Ankündigung wünschen.

Ich mir im Übrigen auch. 😀

Gesamtfazit

Durchweg positiv mit kleineren Abstrichen, aber die wird man wohl auf jeder Veranstaltung finden. Ich bin nach wie vor sehr erfreut über die große Auswahl an Themen und Büchern auf der Messe und bin mir sicher, dass ich auch nächstes Jahr wieder hinfahren werde.

Falls die Frage auftauchen sollte: Nein, ich war nicht auf der zeitgleich stattfindenden Queer Convention, kann dazu also nichts sagen, außer dass ich vom Hörensagen mitbekommen habe, dass es sehr schön war. Interesse hatte ich durchaus, nur nicht daran unmotorisiert wieder nach Hause zu kommen. Das Fußballspiel BVB vs. FCB hatte Vorrang. 😉 Vielleicht werden wir es im nächsten Jahr etwas anders organisieren und einen kleinen Kurzurlaub in Berlin draus machen, dann würde sich das sicherlich auch lohnen.

Messefotos

Wer sich ein genaueres Bild von der Messe machen möchte, kann sich auf Facebook auf der Seite der Buch Berlin – die Berliner Buchmesse umschauen, dort findet ihr eine recht umfangreiche Sammlung an Bildern.

Fotos von meiner Ausbeute und Hoheit Halvor

Die wichtigen Dinge im Leben natürlich zuerst:

Halvor

Halvor hat bei Jona Dreyer am Stand seine Audienz gewährt und natürlich ein kritisches Auge auf alles um ihn herum geworfen. Er ist die Tage nicht ganz so gut gelaunt, was wohl an der Abwesenheit von Ronin liegt. Wer mehr über die beiden erfahren möchte, kann sich in meiner letzten Rezension „Das Blut des silbernen Wanderers“ etwas erkundigen.

Gesamtausbeute:

Auswahlübersicht

Ich finde, das war für eine Buchmesse noch sehr zurückhaltend von mir. 😀 Ich zeige euch aber auch noch gern die Bücher im Detail, einige davon werden demnächst hier auf dem Blog einer genaueren Betrachtung unterzogen. Los geht’s mit dem bereits erwähnten Messekatalog.

Messekatalog

Den werde ich auf jeden Fall behalten. Ein wirklich schönes Erinnerungsstück an eine tolle Messe. Wenn ihr mehr vom Inhalt sehen wollt, schreibt es einfach unten in die Kommentare.

Vor der Messe schon bestellt:

Polarnächte

Die Polarnächte von Jona Dreyer habe ich gestern bereits gelesen. Wer nach einer zuckersüße Gay Romance sucht, ist hiermit sehr gut beraten! Ich habe mich beim Lesen gleich etwas kuscheliger einwickeln müssen, da ich mir die Umgebung sehr real vorstellen konnte. Und wer schon immer Mal auf finnisch fluchen wollte: There you go!

Das erste Buch, dass ich auf der Messe gekauft habe war aber folgendes.

Krebs - Und trotzdem lacht der Darm

„Krebs. Und trotzdem lacht der Darm“ von Hans-Dieter Heun erschienen im AAVAA Verlag. Es handelt sich hierbei um einen Erfahrungsbericht von Herrn Heun und soll trotz der Schwere des Themas auch auf humorige, aber ungeschönte Weise die Erkrankung beleuchten.

Das klang für mich absolut nach „Nimm mich mit!“ – „Death Cache. Tödliche Koordinaten“ von Danise Juno

Death Cache

Ein Thriller für den Blog, jedenfalls habe ich das in dem Moment als ich es gefunden habe beschlossen. Mal zum anfüttern einen kleinen Teil vom Klappentext:
„Ein Mann liegt tot im Wald. Enthauptet. In unmittelbarer Nähe eine als Geocache getarnte Falle. In der Geocaching-Szene scheint ein erbitterter Kampf um die Toplist der besten Cacher ausgebrochen zu sein.“

Absolut mein Metier, zumindest dem ersten Anschein nach. 😉

Dann etwas psychologisch angehauchtes von Mara Dissen – „Im Schatten der Gitter“

Im Schatten der Gitter

Da hatte mich auch der Klappentext sehr neugierig gemacht und mit der Autorin habe ich noch ein kleines Schwätzchen gehalten und mir das Büchlein signieren lassen.

Dann noch mal die Kategorie Erfahrungsbericht – „Mein Gang durch die Hölle“ von Renée Wum.

Mein Gang durch die Hölle

Es handelt von Mobbing, Misshandlungen und Missbrauch in Schule, Internat und beim Sport und ich nehme mal an, dass es nicht unbedingt leichte Kost ist. Allerdings habe ich auch bei diesem vor, es hier zu präsentieren. Der Flyer daneben handelt von einer anderen Geschichte, aber auch hier geht es um einen Erfahrungsbericht, allerdings aus dem Kinderheim.

Ein riesiger Bücherstapel und keine Auflösung? Tja, so ist das kurz vor Weihnachten, wenn der Liebste den Ruf nach Papier und Druckerschwärze erhört. ❤

Weihnachtsgeschenke

Ganz wunderschön auch die Karten von meinem Eddylein.

Edlyn - Echo der Nacht

Ich bin immer noch ganz verliebt. Und warum MEIN Eddy? Später! Demnächst… wenn er seine Reise hier her überstanden hat. 🙂

Der Main Verlag hat kostenfrei eine recht umfangreiche Leseproben…broschüre ist es nicht…. ein Leseprobenbuch zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Leseproben Main Verlag

An dem Notizbuch von der Buch Berlin (es gab verschiedene Varianten zu kaufen, u.a. auch noch Beutel, T-Shirt und Kuli) konnte ich natürlich auch nicht vorbeigehen. In das Design und vor allem in den Spruch habe ich mich sofort verliebt.

Notizbuch Buch Berlin Notizbuchtitel

Wie geht es weiter? Coming soon…

Wie ihr sehen könnt, habe ich für genügend Nachschub gesorgt, ob die jetzt kommende Dienstagsrezi rechtzeitig da ist, kann ich noch nicht versprechen, das Buch („Einer flog übers Kuckucksnest“) wende ich gedanklich zur Zeit noch ausgiebig hin und her, definitiv keine leichte Kost und es hat mich sehr mitgenommen. Vielleicht schiebe ich vorher noch eine andere Rezension rein um es noch etwas sacken zu lassen. In jedem Fall habe ich einen kleinen Stapel über die nächsten Bücher hier auf dem Blog zusammengestellt – Reihenfolge noch völlig offen!

Coming Soon

Ach, ja, meine Bestellung von Chris P. Rolls habe ich natürlich auch abgeholt, sodass ich nun wunderschöne Lese-Tassen habe. In diesem Sinne Prost, bis zum nächsten Buch!

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~ Kristina ~

3 Kommentare zu “Messebericht Buch Berlin 2016

  1. Liebe Kristina,
    das war ein schöner ausführlicher Messebericht. Ich bin auch da gewesen und fand es daher mal spannend, andere Eindrücke von dir zu lesen. Ich muss zugeben, dass ich es für eine Messe angenehm voll fand. Das geht gestresster. Es war einfach mal was anderes, bei kleineren Verlagen zu schmökern. Da entdeckt man das eine oder andere Buch, was im Buchladen womöglich untergehen würde. Du hast da eine tolle Ausbeute gemacht! Ich bin etwas enttäuscht, dass ich die tollen Notizbücher nicht gesehen habe. Weißt du, wer sie verkauft hat? Sie wären ein schönes Weihnachtsgeschenk oder super für meine Blogideen. Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Luise,
      vielen Dank für deine lieben Worte. ❤ Tut mir Leid, dass ich mich jetzt erst melde, meine Zahn-OP vom Montag steckt mir noch etwas in den Knochen (oder besser: im Kiefer 😀 )

      Das mit den Notizbüchern kann ich gut verstehen, ich habe gleich mein Herz an die Dinger verloren. Ich habe noch mal nachgeschaut und meine, dass die BuchBerlin Sachen am Gemeinschaftsstand 62 gelegen haben und zugunsten der BuchBerlin verkauft worden sind. Im Messekatalog sind sie auch aufgeführt (direkt nach dem Austellerverzeichnis), nur habe ich nicht ausmachen können, ob man jetzt noch an diese Dinge rankommt. Das bliebe zu erfragen.

      Ich bin schon auf die nächste Messe gespannt. Ich gehe mal davon aus, dass du auch in Leipzig anwesend sein wirst? Vllt kann man sich da ja treffen und ein bisschen austauschen.

      Liebe Grüße
      Kristina

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    • Guten Morgen Luise,

      ich habe mal direkt bei Steffi wegen der Notizbücher nachgefragt. Folgende Antwort dazu:
      „Die Bücher kann man gern für 4 Euro pro Stück bei uns bestellen, 3 für 10 Euro. Wir posten mal ein entsprechendes Angebot. Und ich frag mal unseren webdesigner nach einem kleinen Shop auf unserer Webseite. Danke für den Tipp. Liebe grüße, Steffi“
      Kontakt dann denke ich mal über die Facebook Seite der BuchBerlin oder die Infomailadresse.

      Lg Kristina

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